Ein Team von Forscher:innen um den Professor Jun Won Choi an der Seoul National University hat ein neues Modell für autonomes Fahren namens SafeDrive entwickelt. Dieses System adressiert die mangelnde Nachvollziehbarkeit bisheriger End-to-End-Ansätze, indem es Handlungsoptionen vorab auf ihre Sicherheit prüft.Anzeige
Bisherige KI-Systeme ahmen menschliches Fahrverhalten meist nur auf der Basis gewaltiger Datensätze nach, können ihre konkreten Fahrmanöver im Zweifelsfall aber nicht logisch begründen. Wie in einem Fachartikel auf der wissenschaftlichen Plattform Arxiv nachzulesen ist, durchbricht die neue Architektur dieses tradierte Muster durch eine Technik namens Fine-Grained Safety Reasoning.
Die Software simuliert dabei parallel gleich mehrere mögliche Routen für die unmittelbare Zukunft und bewertet das jeweilige Kollisionsrisiko für jede einzelne dieser berechneten Trajektorien. Die Künstliche Intelligenz trifft somit keine unbegründeten Entscheidungen mehr, sondern wählt proaktiv den Fahrpfad mit dem höchsten statistischen Sicherheitswert aus.Anzeige
Wie SafeDrive die Sicherheit beim autonomen Fahren erhöht
Auf technologischer Ebene setzt die Architektur auf zwei eng miteinander verknüpfte Netzwerke, um komplexe Verkehrsszenarien zu berechnen und spezifische Risiken zu quantifizieren. Das sogenannte Sparse World Network simuliert die zukünftigen Bewegungen anderer Verkehrsteilnehmer, während das „Fine-grained Reasoning Network“ die Einhaltung der befahrbaren Zonen auswertet.









