PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsKI als NotankerSensorunsicherheit bei autonomen AutosVeröffentlicht am 19.02.2026Das autonome Shuttel des AULA-KI-Projekts bei einer Demonstration der Senordaten mit künstlichen NebelQuelle: Jana Dünnhaupt/Uni MagdeburgRegen, Schnee und Nebel kann die Sensorik autonomer Fahrzeuge stören. Ein KI-System aus Magdeburg erkennt, wenn Messwerte trügerisch sind, und stoppt im Zweifel das Fahrzeug.SP-X/Magdeburg. Informatiker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben ein KI-Verfahren entwickelt, das umweltbedingte Störungen der Sensorik autonomer Fahrzeuge erkennt und im Zweifelsfall einen kontrollierten Stopp einleitet. Das im Projekt AULA-KI entstandene System zielt auf ein zentrales Problem der automatisierten Mobilität ab: Fahrzeuge müssen nicht nur ihre Umgebung erfassen, sondern auch bewerten können, wann ihre eigenen Messwerte an Verlässlichkeit verlieren.

Regen, Schnee oder Nebel verfälschen Kamerabilder, LiDAR-Signale streuen. Auch Scheinobjekte oder durch dichten Bewuchs verdeckte Sichtachsen sind ein Problem. Die Magdeburger KI analysiert solche Störmomente und entscheidet, ob die Weiterfahrt vertretbar ist.

In Praxisversuchen auf einem mit einem autonomen Shuttle vom Typ Easymile EZ10 auf einem universitätseigenen Testfeld erkannte das System Nebel beispielsweise zuverlässig. Störungen durch Regen und Schnee ließen sich teilweise kompensieren. „Das System war im Zweifel lieber zu vorsichtig als zu riskant“, resümiert der am Projekt beteilige Wissenschaftler Dr. Christoph Steup.