PfadnavigationHomePolitikDeutschlandTrier„Beschließt was, macht was!“ – Kanzler Merz ruft Familie des getöteten Studenten anStand: 10:58 UhrLesedauer: 2 MinutenNach dem tödlichen Messerangriff auf einen Studenten in Trier hat Kanzler Merz telefonisch sein Beileid bekundet. Michael Kyrath, dessen Tochter bei einer Messerattacke getötet wurde, kritisiert die Untätigkeit der Politik.Der Fall eines Afghanen, der einen Studenten in Trier erstochen hat, erschütterte das Land. Nun meldet sich Kanzler Merz bei der Familie des Opfers – „ein emotionales Gespräch“, heißt es später.Nach dem tödlichen Angriff auf einen Studenten in Trier hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Familie des Opfers angerufen. „Es war ein emotionales Gespräch“, sagte der Vater des getöteten 22-Jährigen, Thomas Dick, in Landstuhl im Kreis Kaiserslautern. Die Bundesregierung bestätigte den Anruf von Merz bei der Familie. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.Der Student war am vergangenen Mittwoch in Trier in der Nähe der Universität Trier erstochen worden. Tatverdächtig ist ein 22 Jahre alter Afghane. Er soll aus unbekannten Gründen auf offener Straße mit einem Küchenmesser mindestens zweimal in den Oberkörper des Studenten gestochen haben.Täter und Opfer sollen sich nicht gekannt haben. Den Ermittlungen zufolge hat der Tatverdächtige eine psychische Erkrankung, wegen der er in jüngerer Zeit in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung gewesen sei. Er wurde nun einstweilig in der geschlossenen forensischen Psychiatrie untergebracht.Lesen Sie auchDie Eltern kämpfen dafür, dass sich so eine Tat nie wiederholt. Diese Botschaft hätten sie auch Kanzler Merz mitgegeben, sagte der Vater. „Politik, ändert was, setzt euch zusammen, beschließt was, macht was!“Seit Montagmorgen liegt im Rathaus in Landstuhl ein Kondolenzbuch aus, in dem Bürger ihre Anteilnahme und Trauer ausdrücken können, wie ein Sprecher der Verbandsgemeinde mitteilte. „Es gibt hier eine allgemeine Betroffenheit.“Das Opfer sei ein „Original-Landstuhler“ gewesen. Eine Sprecherin ergänzte, das Buch liege bis zur Beisetzung aus, die noch nicht terminiert sei. „Die kommunale Spitze hat sich bereits eingetragen.“Tatverdächtiger seit über zehn Jahren in DeutschlandNach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums lebt der Tatverdächtige seit mehr als zehn Jahren in Deutschland. Er war demnach als unbegleiteter Minderjähriger eingereist. Ein Asylantrag wurde 2017 abgelehnt, es wurde aber ein „zielstaatsbezogenes Abschiebungsverbot“ festgestellt. Sein Aufenthalt war in der Folge also erlaubt.Lesen Sie auch2023 erteilte die Ausländerbehörde Trier eine Niederlassungserlaubnis. Der 22-Jährige hat hier die Schule besucht, eine Berufsausbildung abgeschlossen und war demnach seit mehreren Jahren berufstätig.dpa/doli