Quelle: dpa

21. Juli 2026, 4:30 Uhr

Das Massaker auf der Sommerinsel Utøya hat Norwegen für immer verändert. (Archivbild)

© Jörg Carstensen/​dpa

Am 22. Juli 2011 rennt der 18-jährige Magnus Håkonsen auf der Insel Utøya um sein Leben. Er weiß nicht, vor wem er wegrennt, zunächst versteht er nicht einmal, dass er es muss. Als er Schüsse hört, denkt er, jemand erlaube sich einen Spaß mit Feuerwerkskörpern - und geht genau in die Richtung, aus der das Knallen kommt. «Dann sehe ich plötzlich 30, 40 Menschen auf mich zurennen und schreien: "Lauf, lauf um dein Leben!"», erzählt er. Er sprintet bis zum Ende der Insel, stürzt sich einen Abhang hinunter und ins Wasser. «Da sehe ich, dass jemand oben steht und auf mich zielt.» Mehrere Schüsse verfehlen ihn nur knapp, Håkonsen rennt weiter und fällt. «Da habe ich gedacht, ok, das war's. Jetzt sterbe ich.»