Wie die Modedesignerin Madame Grès Stoff in Falten legte, erkundet eine Ausstellung im Kunstgewerbemuseum Berlin. Und Studierende ergänzen die Modelle.

Meisterlich drapiert: Modelle von Madame Grès in der Berliner Ausstellung

David von Becker

Göttinnen hat sie auf dem Theater entdeckt. „Der Trojanische Krieg wird nicht stattfinden“ wurde 1935 im Pariser Theatre de l’Athenée aufgeführt. Ein anderer Krieg fand dann doch statt und kam 1940 nach Frankreich. Madame Grès aber hat mit ihren Kostümen für Helena, Kassandra, Andromache daraus etwas hervorgezaubert, was über Kriege hinausführt: eine neue Art, Kleider zu machen.

In einer Ausstellung des Kunstgewerbemuseums Berlin: „Many Shades of Grès. Mode wird Kunst“ sind derzeit 25 Frauenkleider von Madame Grès zu sehen, jener rätselhaftesten, zurückhaltendsten Modemacherin aus der Zeit der großen französischen Mode.