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WM 2026: Attacke nach dem Schlusspfiff – Argentiniens Paredes sieht Rot Live-Blog Auch Otamendi nach Spiel Auge in Auge mit Spaniens Kapitän Rodi +++ Argentinien-Trainer bricht Pressekonferenz unter Tränen ab +++ Telekom erwirbt TV-Rechte an WM 2030 +++ Der WM-Blog.

Attacke nach dem Schlusspfiff: Argentiniens Leandro Paredes ringt Spaniens Gavi zu Boden. Foto: Reuters/dpaZoff nach Schlusspfiff: Otamendis Heul-Vorwurf an RodriArgentiniens Routinier Nicolas Otamendi sorgte nach der Pleite im WM-Finale gegen Spanien mit Heul-Vorwürfen für Aufsehen. Der 38 Jahre alte Weltmeister von 2022, auch auf dem Feld für eine durchaus härtere Gangart bekannt, baute sich vor Spaniens Kapitän Rodri auf, der seinem alten Bekannten aus gemeinsamen Zeiten bei Manchester City nach dem 1:0 nach Verlängerung nur die Hand reichen wollte. Otamendi und Rodri Auge in Auge: Zoff nach dem Abpfiff. Reuters„Die ganze Woche hast du geheult. Du und (Aymeric) Laporte, ihr beide“, giftete Otamendi: „So etwas macht man nicht, du hast bei den Schiedsrichtern gejammert, mein Freund.“ Rodri, der zum besten Spieler der WM gekürt wurde, reagierte mit weit aufgerissenen Augen auf die Vorwürfe auf dem Rasen im Finalstadion von East Rutherford. Er hatte in der Pressekonferenz vor der Partie gesagt, dass er davon ausgehe, dass Argentinien fair spielen würde. Wenn es aber hitzig würde, müssten sie das ignorieren. „In den letzten Spielen haben wir Dinge gesehen, die uns wirklich überrascht haben“, hatte Laporte betont: „Vor allem bei Argentinien, einer Mannschaft, die mit ihren Zweikämpfen viele kleine Botschaften sendet.“ Otamendi konnte das nach seinem letzten Länderspiel für Argentinien mit diesem Auftritt nicht entkräften.Nach Final-Abpfiff: Argentinier Paredes rastet nach Niederlage aus – und sieht noch RotHässliche Szenen unmittelbar nach dem Spielende: Argentiniens Leandro Paredes hat sich nach dem Abpfiff des WM-Finals im Moment der 0:1-Niederlage gegen Spanien zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Paredes griff bei Rangeleien Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Argentinier stand schon während des Spiels mit einer Gelben Karte vorbelastet kurz vor dem Platzverweis.Ex-Nationalspielerin Tabea Kemme sagte als Expertin bei MagentaTV, bei Paredes sei „etwas durchgeknallt“. Thomas Müller ergänzte, er selbst habe sich in ähnlichen Situationen immer mehr aufs Debattieren konzentriert, „da meine Stärken nie im Nahkampf lagen“.Argentiniens Präsident: Feiertag trotz Final-NiederlageArgentiniens Präsident Javier Milei hat trotz der Niederlage der Mannschaft um Superstar Lionel Messi im WM-Finale gegen Spanien einen Feiertag ausgerufen. Wann das genau in dieser Woche sein wird, ist aber noch unklar. „WELTMEISTERSCHAFTSFEIER“, schrieb Milei zu Beginn seiner Nachricht bei X: „Angesichts der Unruhe bezüglich der Feierlichkeiten zum Erfolg der argentinischen Nationalmannschaft teile ich der Bevölkerung mit, dass der Tag, an dem gefeiert werden soll – je nachdem, wie sich die Spieler und der Trainerstab entscheiden – zum nationalen Feiertag erklärt wird.“Die Argentinier hatten nach dem WM-Triumph von Katar Ende 2022 die Titelverteidigung verpasst. Im Endspiel verloren sie nach einer äußerst schwachen Leistung mit 0:1 gegen Europameister Spanien. Argentiniens Trainer Scaloni bricht Pressekonferenz unter Tränen abZuvor hatte der 48-Jährige bereits nach seinem verpassten zweiten Weltmeistertitel einen Einblick in sein emotionales Innenleben gegeben. „Ich habe mir schon in der Kabine die Augen ausgeweint, deswegen weine ich jetzt nicht“, sagte Scaloni. Wenig später musste er aber dennoch weinen und erhielt aufmunternden Applaus von argentinischen Journalisten.Lionel Scaloni: Konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Screenshot Youtube-Kanal FifaTV-Quote: Rekordwert beim FinaleBeim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft hat das ZDF einen Rekordwert verzeichnet. Die Live-Übertragung des Spanien-Sieges gegen Argentinien in der Verlängerung sahen durchschnittlich 17,362 Millionen Menschen im Zweiten. Das Endspiel erzielte nach Angaben der AGF Videoforschung einen Marktanteil von 65,1 Prozent und war das mit Abstand meistgesehene WM-Spiel ohne deutsche Beteiligung.Nicht eingerechnet in die Reichweite sind die Zuschauer, die den spanischen Sieg im Internet oder in der ZDF-Mediathek gesehen haben. Das Spiel lief zudem beim Telekom-Sender MagentaTV, der keine Zahlen veröffentlicht. Das erfolgreichste WM-Spiel 2026 war die erste Partie des DFB-Teams gegen Curaçao mit 23,427 Millionen. Die 2:23 Stunden lange Übertragung aus East Rutherford lag deutlich über dem Finale von 2022. Durchschnittlich 13,86 Millionen Menschen hatten vor vier Jahren in der ARD den Sieg Argentiniens gegen Frankreich im Elfmeterschießen gesehen. Die Live-Übertragungen aus Katar kam auf einen Marktanteil von 53,6 Prozent.Frühere WM-Endspiele hatten allerdings mehr TV-Zuschauer als das diesjährige Finale. Das Finale vor acht Jahren zwischen Frankreich und Kroatien (4:2) hatten 21,45 Millionen Menschen im ZDF geschaut.Steinwürfe und Festnahmen nach WM-Niederlage in ArgentinienNach Argentiniens WM-Finalniederlage gegen Spanien ist es in Buenos Aires zu Zusammenstößen zwischen Fußballfans und Polizei gekommen. Tausende Menschen versammelten sich Medienberichten zufolge nach dem 0:1 der argentinischen Nationalmannschaft rund um den Obelisken, das Wahrzeichen der Metropole.Kurz vor Mitternacht (Ortszeit) warfen den Berichten zufolge mehrere Menschen Flaschen und Steine auf Einsatzkräfte. Die Polizei habe daraufhin Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt. Dabei seien Fans sowie Polizisten verletzt worden. Etwa 15 Menschen seien festgenommen worden, hieß es in übereinstimmenden Medienberichten.So feiert Spanien die WeltmeisterNach ihrem WM-Triumph gegen Argentinien wird die spanische Nationalmannschaft am frühen Nachmittag zu einer Riesenparty mit Hunderttausenden Fußballfans zurück in Madrid erwartet. Die Maschine mit den neuen Weltmeistern soll gegen 12.50 Uhr auf dem Flughafen Barajas der Hauptstadt landen. Anschließend um 16.30 Uhr empfängt König Felipe VI., der schon beim Finale im MetLife Stadium in East Rutherford dabei war, die Mannschaft um Kapitän Rodri. Von dort geht es zum Regierungssitz, wo Ministerpräsident Pedro Sánchez die Weltmeister beglückwünschen will. „WIR SIND WELTMEISTER!!“, schrieb er in Großbuchstaben auf der Plattform X. „Unsere Nationalmannschaft ist einfach großartig! Danke, Team.“, fügte Sánchez hinzu.Im offenen Bus fahren die Spieler dann durch Madrid, wo Hunderttausende an den Straßen und vor allem auf dem Cibeles-Platz erwartet werden. Dort gibt es schon ab 18.00 Uhr Musik und eine große Show, bis der Bus mit „La furia roja“ (der roten Furie), dem Spitznamen der spanischen Nationalmannschaft, gegen 21.00 Uhr eintrifft und gemeinsam mit ihren Fans den zweiten WM-Titel gebührend feiern will.Messi-Zukunft? Noch kein Gespräch zwischen Trainer und SuperstarArgentiniens Trainer Lionel Scaloni zeigte sich in einer Pressekonferenz zwar sichtlich traurig, schwärmte aber dennoch von seiner Mannschaft um Superstar Lionel Messi. „Es ist ein großartiges Team. Ich hoffe, dass zukünftige Generationen davon beeinflusst werden.“ Auf einen möglichen Rücktritt des 39 Jahre alten Messi aus dem Nationalteam angesprochen, erklärte der Coach, dass er noch nicht mit dem Kapitän gesprochen habe.Auch zu seiner eigenen Zukunft hielt sich Scaloni zunächst bedeckt. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass sich der Weltmeistertrainer von 2022 mit dem Verband auf eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags bis 2030 geeinigt habe. Er werde mit dem Verbandspräsidenten sprechen. „Ich bin ihm dankbar, dass ich hier an dieser Stelle sein darf“, sagte Scaloni – und weinte.Spaniens Rodri mit dem Goldenen Ball ausgezeichnetSpaniens Kapitän Rodri ist als Spieler des Turniers ausgezeichnet worden. Der 30-Jährige von Manchester City bekam den Goldenen Ball als Trophäe überreicht. Den Silbernen Ball gab es für Argentiniens Lionel Messi, der Bronzene Ball ging an den Franzosen Kylian Mbappé.Zum besten Torhüter der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko kürte der Weltverband Fifa den Spanier Unai Simón. Die Auszeichnung als bester junger Spieler bekam sein 19 Jahre alter Teamkollege Pau Cubarsí vom FC Barcelona.Der Goldene Schuh für den besten Torschützen des Turniers ging an Mbappé. Der Stürmerstar hatte sich mit seinen beiden Treffern im Spiel um Platz drei gegen England (4:6) noch an Messi vorbeigeschoben und traf insgesamt zehn Mal. Der Argentinier kam mit acht Toren auf den zweiten Platz.Ausgezeichnete Spanier (v.li.): Pau Cubarsí, Rodri, Unai Simón.Pfeifkonzert für Trump und Infantino bei SiegerehrungDonald Trump und Gianni Infantino sind vor der Siegerehrung für den neuen Fußball-Weltmeister Spanien von großen Teilen des Publikums ausgepfiffen worden. Als beide den Rasen des Finalstadions von East Rutherford betraten, gab es ein Pfeifkonzert. Wenig später überreichten der US-Präsident und der FIFA-Chef um 18.43 Uhr Ortszeit gemeinsam den goldenen WM-Pokal an Spaniens Kapitän Rodri.Trump unterhielt sich danach noch mit einigen spanischen Spielern und ließ es sich auch nicht nehmen, am rechten Rand des Siegerfotos zu posieren. Gemeinsam mit Infantino verteilte Trump auch die Medaillen an das spanische und argentinische Team.Trump und Infantino am Rande der Siegesfeier: Es gab Pfiffe für den US-Präsidenten. Reuters/Mark J RebilasMessi entthront: Ferran Torres schießt Spanien zum WeltmeisterSpanien hat dank Ferran Torres die erneute Krönung von Argentiniens Superstar Lionel Messi verhindert und ist zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. Die Iberer siegten in dem lange einseitigen Finale von East Rutherford hochverdient mit 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung und sicherten sich zwei Jahre nach dem EM-Pokal auch die WM-Trophäe.Vor dem Triumph unweit von New York, bei dem Spanien über die komplette Spieldauer dominierte, hatten sie den wichtigsten Pokal im Weltfußball 2010 in Südafrika geholt. Für den bei dieser WM mit acht Toren und vier Assists herausragenden Messi ist der Traum von der Titelverteidigung mit 39 Jahren jäh geplatzt.Torres erzielte vor 80.663 Zuschauern in der 106. Minute das entscheidende Tor für die Spanier. Der 65 Jahre alte Luis de la Fuente gewann als ältester Trainer der WM-Historie den Titel. Argentiniens Mittelfeldmann Enzo Fernández musste in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit wegen eines Foulspiels mit Gelb-Rot vom Rasen. Die erste Verwarnung hatte er vom slowenischen Schiedsrichter Slavko Vincic wegen Reklamierens gesehen.Trump vor WM-Pokalübergabe: „Wir sind ein Fußballland geworden“US-Präsident Donald Trump will dem Sieger des WM-Finales zwischen Argentinien und Spanien am Sonntag (Ortszeit) den Weltmeisterpokal überreichen. Aus seiner Sicht könnte der eigentliche Gewinner des wichtigsten Fußballturniers der Welt jedoch die USA sein. „Es hat sich gezeigt, dass wir ein Fußballland sind, und ich glaube, das wird auch so bleiben“, sagte Trump am Freitag bei einem FIFA-Empfang im Trump Tower in New York. „Dieses Turnier hat die Welt wirklich zusammengebracht.“Die erste WM-Halbzeitshow: 27 statt 15 Minuten Pause Madonna: Mit ihrem Auftritt startete die Halbzeitshow Reuters/Agustin MarcarianBei der ersten Halbzeitshow der Fußballgeschichte haben Stars wie Justin Bieber, Madonna und Shakira ein Musikspektakel abgeliefert – und die Pause damit auf rund 27 Minuten fast verdoppelt. Auf einer regenbogenfarbenen Plane über dem Rasen und begleitet von Feuerwerk, einer Band und Tänzern und Tänzerinnen traten die Musik-Stars rund elf Minuten lang auf.Zwischen dem Ende der ersten Hälfte und dem Wiederanpfiff lagen mehr als 27 Minuten. Dass die normalerweise 15-minütige Pause für die Show überzogen werden würde, hatte bereits im Vorfeld Debatten ausgelöst. Schlussfeier: Feuerwerk, Tanz und Stars vor WM-FinalePost Malone beim WM-Finale. ReutersSchon vor dem Anpfiff haben Stars wie Post Malone, Robbie Williams und Nicole Scherzinger im Stadion in East Rutherford für Stimmung bei den Fans gesorgt. Umgeben von viel Feuerwerk und Tanz traten rund anderthalb Stunden vor dem Spiel bei der Schlussfeier zunächst unter anderem Malone und der YouTuber IShowSpeed auf.US-Präsident Donald Trump erstmals bei WM im StadionUS-Präsident Donald Trump ist rechtzeitig zum WM-Finale im Stadion von East Rutherford nahe New York angekommen, war bei den ersten beiden Einblendungen aber kaum zu erkennen. Trump stand auf seinem Platz neben FIFA-Boss Gianni Infantino, befand sich aber hinter Glas, dessen Spiegelung aus der TV-Kameraperspektive den klaren Blick auf den Präsidenten verhinderte. ReutersTrump will Fußball-WM „sofort“ wieder in die USA holenUS-Präsident Donald Trump hat vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien angekündigt, das Turnier „sofort“ wieder in die USA holen zu wollen. Trump sagte dem TV-Sender Fox, er werde FIFA-Präsident Gianni Infantino darum bitten, zeitnah eine weitere Fußball-WM in den USA stattfinden zu lassen. Trump verfolgt das Endspiel in East Rutherford als Ehrengast, es ist sein erster Besuch im Stadion bei diesem Turnier. Er soll zudem den WM-Pokal an die Sieger überreichen.Telekom erwirbt Medienrechte an Fußball-WM 2030Die Deutsche Telekom hat sich die Medienrechte an der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 gesichert. Alle 104 Partien des Turniers werden auf der hauseigenen TV-Plattform MagentaTV zu sehen sein, teilte der Bonner Konzern am Sonntagabend mit. Das Turnier zum 100-jährigen Bestehen des Wettbewerbs findet vom 8. Juni bis zum 21. Juli 2030 in sechs Ländern auf drei Kontinenten statt. Gastgeber für die 48 Nationalmannschaften sind Spanien, Portugal, Marokko, Uruguay, Paraguay und Argentinien. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen die Übertragungsrechte für die Europameisterschaft 2028 erworben.Bundestrainer-Frage: Klopp verkündet Einigung mit Red BullDer Weg für Jürgen Klopps Wechsel von Red Bull zum Deutschen Fußball-Bund ist frei. „Ich habe eine Einigung mit RB gefunden, eine großzügige Regelung“, sagte Klopp zur Bundestrainer-Frage bei MagentaTV. Klopp verwies aber noch auf anstehende Gespräche mit dem DFB. „Es ist nichts final, aber die Gespräche liefen und alles geht in die richtige Richtung.“Infantino fliegt während WM mehr als zweimal um die ErdeFifa-Präsident Gianni Infantino ist während der Fußball-Weltmeisterschaft eine Strecke von fast zweieinhalb Erdumrundungen geflogen. Laut einer Recherche der Nachrichtenagentur AP legte der Schweizer Präsident des Weltverbandes vom 9. Juni und damit zwei Tage vor WM-Beginn an bis zum Finaltag 95.403 Kilometer im Flugzeug zurück. Am Äquator beträgt der Erdumfang rund 40.000 Kilometer. Die Fifa äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.Nach AP-Angaben besuchte Infantino 43 der insgesamt 104 WM-Spiele. Demnach nutzte der 56-Jährige dafür wohl eine Maschine vom Typ Gulfstream G650 aus der Flotte der Charterabteilung des WM-Sponsors Qatar Airways, die der Schweizer schon in den vergangenen Jahren genutzt hatte. Für die Verfolgung der Flugbewegungen wertete AP die Daten der Seite „FlightAware“ aus sowie Fotos aus verschiedenen Quellen.Fifa-Präsident Gianni Infantino. Getty Images/AFPRekord-Preisgeld für den Fußball-Weltmeister 2026Der Fußball-Weltmeister darf sich über ein Rekord-Preisgeld freuen. Der Sieger des Endspiels am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) zwischen Spanien und Argentinien erhält als Prämie 50 Millionen US-Dollar (43,71 Millionen Euro). An den Verlierer schüttet der Weltverband Fifa noch 33 Millionen US-Dollar aus. Für den dritten Platz erhält England 29 Millionen US-Dollar, der Vierte Frankreich bekommt 27 Millionen Dollar. Bei der WM 2022 in Katar hatte Argentinien als Weltmeister 42 Millionen US-Dollar kassiert. Vor dem Turnier herrschte bei mehreren Verbänden Unmut angesichts der hohen Kosten, schwankender Wechselkurse und der Steuergesetze in den USA. Nach der Kritik erhöhte die Fifa deshalb die Gesamtausschüttung vor allem über höhere Start- und Vorbereitungspauschalen. So gehen insgesamt 871 Millionen US-Dollar direkt an die 48 teilnehmenden Verbände. Jedes Team erhielt 2,5 Millionen US-Dollar, um die Vorbereitungskosten zu decken. Dazu kommen zehn Millionen US-Dollar als Minimalbetrag beim Ausscheiden in der Vorrunde. Je nach Erfolg in der K.-o.-Runde stieg die Erfolgsprämie.Der DFB erhielt für das Ausscheiden im Sechzehntelfinale elf Millionen US-Dollar – und damit deutlich weniger als noch für den WM-Sieg 2014. Damals hatte die Nationalmannschaft 35 Millionen Dollar eingespielt, dies waren rund 25,7 Millionen Euro.Vor WM-Finale: Flug von Mexikos Präsidentin gestrichenDie extremen Luft- und Wetterverhältnisse am Finalort New York haben auch die Reisepläne von Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum zum WM-Endspiel zwischen Argentinien und Spanien verändert. Ihr ursprünglich geplanter Flug von Cancún nach New York wurde am Samstag zunächst um zwei Stunden verschoben und dann komplett gestrichen. Grund dafür war die Rauchentwicklung über der US-Metropole, die in den vergangenen Tagen durch Waldbrände in Kanada verursacht worden waren.Nach Angaben der mexikanischen Regierung flog die 64 Jahre alte Präsidentin kurzfristig in der Nacht zu Sonntag mit einer Maschine des „Sekretariats für die nationale Verteidigung“ (Sedena) nach New York. Das ist vergleichbar mit dem Verteidigungsministerium in anderen Staaten.Wegen der Bedingungen in New York hatte auch Fifa-Präsident Gianni Infantino seinen Flug zum Spiel um Platz drei zwischen England und Frankreich (6:4) in Miami absagen müssen. In seinem Fall waren aber heftige Gewitter und starker Regen die Ursache, die den Rauch am Samstag verdrängten.Fifa rechnet mit deutlich höheren WM-Einnahmen als erwartetDie Fußball-Weltmeisterschaft wirft offenbar deutlich mehr Gewinn ab als ursprünglich geplant. Wie die englische Zeitung „The Guardian“ berichtet, geht der Weltverband Fifa nun von Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Dollar (rund 13,1 Milliarden Euro) für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko aus. Ursprünglich hatte die Fifa mit Einnahmen in Höhe von 11 Milliarden Dollar gerechnet. Über das Ergebnis soll FIFA-Präsident Gianni Infantino die Mitgliedsverbände am Samstag informiert haben.Als Grund für den deutlichen Gewinnanstieg nannte der „Guardian“ vor allem die hohen Einnahmen beim Hospitality und dem Ticketverkauf. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2022, als die WM in Katar stattfand, hatte die Fifa 5,769 Milliarden US-Dollar eingenommen. Damals nahmen allerdings noch 32 statt nun 48 Mannschaften an dem Turnier teil.Auf dem offiziellen Zweitmarkt reguliert die Fifa die Preise nicht und profitiert bei Verkäufen gleich doppelt. Der Weltverband kassiert pro Ticket eine Gebühr von 15 Prozent vom Verkäufer und vom Käufer.Tuchel kontert nach Spektakel gegen Frankreich KritikerMit dem spektakulären Sieg im kleinen Finale hat Englands Trainer Thomas Tuchel die Kritik an ihm vorerst gekontert. „Es wäre komplette Zeitverschwendung, wenn wir ihn nicht behalten würden. Ich denke, wir sollten ihn unterstützen“, sagte BBC-Experte und Ex-Nationalspieler Martin Keown.Tuchel hatte nach dem Aus im Halbfinale gegen Argentinien harsche Kritik von Medien und Experten einstecken müssen. Auch seine Spieler sprachen sich nach dem gewonnenen Spiel um Bronze für eine Fortsetzung der Arbeit mit dem früheren Bundesligatrainer aus. Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. 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