Startseite
Arts und Style
Lifestyle
WM 2026: „Für mich ist das Rot“: Hätte es Messi-Gala gar nicht geben dürfen? Live-Blog „Weltmeister Oida!“ – Österreich-Video wird zum Internet-Hit +++ Wirbel um mögliche Spionage beim Team von Südkorea +++ Türkischer Sender feuert nach Fauxpas Kommentator +++ Der WM-Newsblog.
17.06.2026 - 14:46 Uhr aktualisiert Artikel anhörenMessi-Tritt in die Achillessehne von Algeriens Aissa Mandi: Nach Ansicht von Experten durchaus Rot-würdig. Foto: Tom Weller/dpa„Für mich ist das eine Rote Karte“: Hätte es Messis Drei-Tore-Gala gar nicht geben dürfen? Lionel Messi ist nach seinem magischen Auftritt beim 3:0 Argentiniens gegen Algerien wieder einmal in aller Munde - doch nicht nur wegen seiner Drei-Tore-Gala. Denn nach einem Foul im Auftaktspiel des Titelverteidigers bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist eine Kontroverse entbrannt, ob der 38 Jahre alte Superstar nicht hätte vom Platz gestellt werden müssen. „Für mich ist das eine Rote Karte. Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde“, sagte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter und TV-Experte Patrick Ittrich bei MagentaTV.Was war passiert? In der 31. Minute trat Messi seinem algerischen Gegenspieler Aissa Mandi von hinten in Wade und Achillessehne. „Das ist mindestens eine Gelbe Karte. Da hat er deutlich überzogen, das war ein Tritt in die Wade, da hätte er schon Gelb verdient gehabt“, sagte ARD-Experte Thomas Hitzlsperger. Doch der polnische Referee Szymon Marciniak beließ es bei einer Ermahnung und auch die Videoassistenten griffen nicht ein.Nach Meinung von Ittrich waren in der Szene zwei von drei Kriterien für Rot gegeben: Messi hatte „nullkommanull“ die Chance, an den Ball zu kommen, und das Trefferbild habe „übel“ ausgesehen. „Das Einzige, was fehlt, ist die Dynamik“, sagte der 47-Jährige. Deswegen habe wohl auch der VAR sich nicht gemeldet. „Das ist aber eigentlich regeltechnisch eine Rote Karte. Wenn ich das so auf dem Platz wahrgenommen hätte, hätte ich Rot gegeben. Wenn der Schiedsrichter Rot gezeigt hätte, wäre das safe nicht zurückgenommen worden“, betonte Ittrich.Bei einem Platzverweis hätte Messi nach seinem ersten Tor in der 17. Minute nicht mit noch zwei weiteren Treffern glänzen können. So aber traf Argentiniens Kapitän auch noch in der 60. und der 76. Minute und stellte dadurch den WM-Rekord von 16 Toren von Miroslav Klose ein.“: Messi-Tritt in die Achillessehne von Algeriens Aissa Mandi: Nach Ansicht von Experten durchaus Rot-würdig. dpaTeams verwechselt: Türkischer Sender zieht Kommentator abDer türkische Staatssender TRT hat einen langjährigen Fußball-Kommentator vom Team der WM-Berichterstattung abgezogen, weil dieser die Spieler des Irans und Neuseelands verwechselt hat. Nach dem Spiel der Gruppe G in der deutschen Nacht zu Mittwoch erklärte TRT auf der Plattform X, der Kommentator sei nicht mehr Teil des Teams um die Weltmeisterschaft und werde nicht mehr an der Berichterstattung mitwirken. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden. Der Sender bezeichnete den Vorfall als inakzeptabel und nicht vereinbar mit den Standards von TRT. Dass jemand mit 30 Jahren Erfahrung in der Sport-Berichterstattung einen solchen Fehler mache, sei inakzeptabel. Der Kommentator hatte bei dem Spiel vier Minuten lang die Spieler von Neuseeland in schwarzen Trikots mit denen der Spieler des Irans in Weiß verwechselt. Später korrigierte er während der Live-Übertragung seinen Fehler. Der Vorfall hatte zu scharfer Kritik in den sozialen Medien geführt.Österreich als WM-Sieger? KI-Video schlägt WellenÖsterreich hat heute am frühen Morgen europäischer Zeit erst mit Mühe gegen Jordanien (3:1) die erste Hürde bei der Fußball-WM genommen – aber die Fans können dank eines KI-Videos schon vom ganz großen Sieg träumen. In der fiktiven Doku aus dem Jahr 2056 ist Stürmer Marko Arnautovic 30 Jahre nach dem Weltmeister-Titel Bundespräsident, die goldenen Statue des Komponisten Johann Strauß in Wien wurde von einem David-Alaba-Denkmal ersetzt, und ein WM-Feiertag wurde eingeführt. „Wenn ich an den Tag zurückdenk', bekomm' ich wirklich heute noch Gänsehaut“, erinnert sich ein mit KI gealterter Alaba in dem kurzen Film, der von der Wiener Videofirma Sequence Five produziert und noch vor dem österreichischen 3:1 gegen Jordanien online gestellt wurde. „Was wäre eigentlich, wenn unsere Burschen das Ding wirklich nach Hause bringen? Wir haben das Szenario mal durchgespielt“, schrieben die Produzenten zu dem Video, dass auf YouTube bereits rund 160.000 Mal geklickt wurde. Manche der Gags sind nicht völlig an den Haaren herbeigezogen: Arnautovic hatte nach der erfolgreichen Qualifikation für die WM einen neuen Feiertag gefordert. Danach hatte Österreichs Rekordtorschütze in einem Videoclip für einen Sponsor scherzhaft seine Präsidentschafts-Kandidatur angekündigt.Übrigens bekommen auch die nördlichen Nachbarn in dem KI-Video ihr Fett weg: Ein deutscher Tourist beschwert sich 2056 auf einem Campingplatz über eine Gruppe von singenden Österreichern: „Wir haben das Ding seitdem dreimal gewonnen. Dreimal. Aber die feiern hier jeden verdammten Tag 2026.“Einreise-Streit mit Iran: USA bleiben bei harter RegelungDie für die Fußball-WM zuständige Task-Force des Weißen Hauses wehrt sich gegen die Klagen des Irans über die Ein- und Ausreiseverpflichtungen. Irans Trainer und Spieler hatten sich nach dem 2:2 gegen Neuseeland darüber beschwert, noch am Abend zurück nach Mexiko reisen zu müssen und den Eindruck erweckt, mit einer Nacht in Kalifornien gerechnet zu haben. „Wir waren klar darin, dass das der Ablauf ist“, sagte der WM-Beauftragte Andrew Giuliani am Tag nach der Partie.Vor dem Turnier-Start hatte es noch geheißen, die Nationalspieler Irans dürften erst am Spieltag in die USA einreisen und müssten noch am gleichen Tag das Land wieder verlassen. Tatsächlich konnte das Team vor dem Auftakt gegen Neuseeland tags zuvor nach Los Angeles reisen – wenngleich mit deutlich mehr zeitlichem Aufwand, als für die mit der Strecke von Stuttgart nach München vergleichbaren Distanz zu erwarten wäre. Nach Angaben von Irans Kapitän Mehdi Taremi hatte die Reise mehr als fünf Stunden in Anspruch genommen. Zu den Gründen wollte er sich nach dem 2:2 nicht äußern.Giuliani erklärte den Ablauf für die kommenden WM-Spiele des Iran. „Die Mannschaft wird einreisen dürfen (...) also am Tag vor dem Spiel. Sie wird aufgefordert werden, an dem Tag abzureisen, an dem das Spiel endet, also am Abend des Spieltags. Das wird sie in Los Angeles wieder tun können. Dasselbe wird sie auch in Seattle tun können.“„God save the King“? Tuchel mag erst im WM-Finale singenThomas Tuchel ist nach wie vor nicht bereit, die englische Nationalhymne mitzusingen. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada würde der Nationaltrainer Englands nur eine Ausnahme machen: Sollten die Three Lions das WM-Endspiel erreichen. „Ganz zum Schluss“, wurde Tuchel vom „Telegraph“ zitiert.Schon bei seiner Vorstellung als englischer Nationalcoach hatte der Deutsche gesagt, sich das Recht, „God save the King“ mitzusingen, erst verdienen zu müssen. Auf die Frage, ob er dies nun beim WM-Auftakt am Abend deutscher Zeit gegen Kroatien machen werde, sagte der frühere Bayern- und Dortmund-Coach: „Noch nicht. Ich glaube, so weit sind wir noch nicht.“ Tuchel sagte weiter, er sei noch zu schüchtern: „Ich möchte niemanden beleidigen und möchte auch nicht den Fokus auf dieses Thema legen.“England-Coach Thomas Tuchel. ImagoSüdkoreas Training ausspioniert? Drohne zum Absturz gebrachtEin möglicher Spionagevorfall sorgt beim WM-Teilnehmer Südkorea für Aufregung. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll das nicht öffentliche Training des Teams in Zapopan vor dem wichtigen zweiten WM-Spiel gegen Co-Gastgeber Mexiko mit Hilfe einer Drohne ausgekundschaftet worden sein.Die Drohne sei am Dienstag zu Beginn des Trainings gesichtet worden, als sich die Spieler um ihren Star Heung-Min Son in Zapopan aufwärmten. Ein mexikanischer Militärangehöriger, der im Basiscamp der Mannschaft stationiert ist und für die Störung von Drohnen zuständig ist, habe das Flugobjekt zum Absturz gebracht. Den Berichten zufolge konnten die mutmaßlichen Täter die Drohne wieder einsammeln und fliehen. Der Fußballverband Südkoreas habe die Fifa über den Vorfall informiert.Südkorea war mit einem 2:1 gegen Tschechien in die WM gestartet und trifft nun im Spitzenspiel der Gruppe A am Freitag (3 Uhr, MagentaTV) in Guadalajara auf Mexiko. Der Co-Gastgeber der WM hatte zuvor sein Auftaktspiel mit 2:0 gegen Südafrika gewonnen.Eigentor und Elfmeter retten Österreich gegen JordanienÖsterreich ist mit einem Zittersieg gegen Jordanien in seine langersehnte erste Weltmeisterschaft seit 28 Jahren gestartet und hat erstmals seit 1990 wieder ein WM-Spiel gewonnen. Die Mannschaft des deutschen Teamchefs Ralf Rangnick besiegte den Außenseiter bei dessen WM-Premiere mit 3:1 (1:0). Vor 36 Jahren hatte es ein 2:1 in der Vorrunde gegen die USA gegeben. Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion profitierten die Österreicher nach einem Treffer von Romano Schmid in der 20. Minute diesmal auch von einem Eigentor von Yazan Al-Arab (77.) und einem verwandelten Handelfmeter von Marko Arnautovic in der Nachspielzeit (90.+12.). Das wenig überzeugende Team um Kapitän David Alaba und FC-Bayern-Allzweckwaffe Konrad Laimer konnte sich zudem bei seinem Torwart Alexander Schlager sowie der Latte bedanken, dass die guten Jordanier nicht mindestens einen Punkt mitnahmen. Für sie reichte es nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ali Olwan (50.).Messi-Show der Superlative: „Gibt keine Worte mehr“Lediglich 78 Minuten reichten Lionel Messi, um ein weiteres Mal Fußball-Geschichte zu schreiben und alle Zweifler mit einer Zauber-Gala verstummen zu lassen. Gleich zum Auftakt seiner sechsten Weltmeisterschaft trumpfte der WM-Rekordspieler im Football-Tempel von Kansas City in weltmeisterlicher Manier auf und stellte mit einem unnachahmlichen Dreierpack und den WM-Toren 14, 15 und 16 die Bestmarke von Deutschlands Salto-Stürmer Miroslav Klose ein.„Messi ist die WM“, schrieb die argentinische Zeitung „La Nacion“ nach dem unvergesslichen Abend in Missouri. Als Messi nach dem 3:0 (1:0) gegen Algerien um 23.45 Uhr Ortszeit das Kansas City Stadium verließ, strahlte er wie ein kleines Kind. „Ich spiele gerne Fußball, das ist seit meiner Kindheit meine Leidenschaft, und wenn ich in Form bin, gebe ich alles“, sagte der Superstar.Vor dem Turnier hatte es einige Zweifel an der Leistungsstärke von Messi gegeben. Wie fit ist der 38-Jährige noch? Warum tut er sich nach dem Triumph von Katar eine weitere WM überhaupt noch an? Die Antwort gab der achtmalige Weltfußballer gleich im ersten Spiel auf dem Platz und verzückte damit nicht nur die mehr als 40.000 argentinischen Fans im Stadion, sondern die ganze Fußball-Welt. „Willkommen zurück, ihr Experten des Pessimismus. Macht euch darauf gefasst, dass die Nummer 10 hier ist“, schrieb die Zeitung „Olé“.„Man muss es genießen, denn wir werden ihn vermissen, wenn er nicht mehr auf dem Platz steht“, sagte Argentiniens Trainer Lionel Scaloni. Seine Teamkollegen rückten die Leistung dagegen ins rechte Licht – und zwar mit Ungläubigkeit. „Es gibt keine Worte mehr, um das zu beschreiben. Wenn jemand dachte, diese Mannschaft sei ohne Leo besser, dann ist heute klar geworden, dass er der Wichtigste von allen ist und wir eine Mannschaft aufstellen müssen, in der er sich wohlfühlt, denn er ist der Wichtigste von allen“, sagte Messis Mitspieler Alexis Mac Allister.Lionel Messi: Galaauftritt zum WM-Start.Kimmich ohne Schuh-Tick: Keine Gedanken über „Farbe Pink“Einen Schuh-Tick wie sein ehemaliger DFB-Kollege Toni Kroos hat Joshua Kimmich nicht. Und auch der Hype um die neuen pinkfarbenen WM-Modelle, die er und fast alle Kollegen in Amerika tragen, lässt den DFB-Kapitän kalt. „Also generell habe ich mir über die Farbe Pink noch nicht so viele Gedanken gemacht“, sagte Kimmich im Teamquartier der Fußball-Nationalmannschaft in Winston-Salem. Er ziehe halt an, was sein Ausrüster ihm schicke. Und das sind in diesem Sommer die rosa leuchtenden Schuhe, welche die WM-Stars von unterschiedlichen Ausstattern bekommen haben. Dass die Farbwahl nicht von den Fußballern gewählt, sondern von der Sportartikel-Industrie vorgegeben ist, hatte schon Offensivspieler Deniz Undav verraten. Das war die WM-Nacht: Superstars Messi und Haaland zaubernZwei Rekorde und ein Dreierpack: Lionel Messi hat beim 3:0 zum WM-Auftakt von Titelverteidiger Argentinien einmal mehr Geschichte geschrieben. Der Fußball-Weltstar kam zunächst als erster Spieler der Geschichte bei der sechsten WM zum Einsatz, egalisierte dann mit seinen Treffern gegen Algerien die 16-Tore-Rekordmarke von Miroslav Klose.Messi zauberte in seinem 200. Länderspiel für die Albiceleste 78 Minuten lang, traf in der 17., 60. und 76. Minute. In Kansas City startete der Titelverteidiger damit anders als vor vier Jahren in Katar mit einem Sieg ins Turnier. Damals hatte Argentinien gegen Saudi-Arabien verloren.Das sind die weiteren wichtigen Themen der Nacht:Zwei Haaland-Tore: Norwegen feiert erfolgreiche WM-RückkehrErling Haaland schoss Norwegen zum ersten WM-Sieg seit 28 Jahren. Dank eines Doppelpacks des Mittelstürmers von Manchester City setzten sich die als Geheimfavorit gehandelten Skandinavier gegen den Irak mit 4:1 (2:1) durch. Der krasse Außenseiter aus dem Nahen Osten stand erstmals seit 40 Jahren wieder bei einer WM auf dem Platz und ist erst zum zweiten Mal qualifiziert.Vor 63.106 Zuschauern brachte Haaland (29./43. Minute) Norwegen zweimal in Führung. Aymen Hussein (39.) hatten für den Irak zwischenzeitlich ausgeglichen. Nach der Pause legte der eingewechselte Leo Östigard (76.) nach, in der Nachspielzeit unterlief Hussein (90.+7) ein Eigentor. Im ersten Spiel der Gruppe I hatte Frankreich dank zweier Treffer von Kylian Mbappé mit 3:1 gegen den Senegal gewonnen. Erling Haaland: Matchwinner für Norwegen. ImagoUS-Außenministerium: Visum für Mutter von Vozinha möglichDas Außenministerium der USA möchte der Mutter von Kap Verdes WM-Held Vozinha ein Visum ausstellen. Das sagte ein Sprecher laut eines Berichts von CNN. Der Torwart des Außenseiters hatte nach dem sensationellen 0:0 gegen Spanien erklärt, dass seine Mutter aufgrund der fehlenden Kaution für das US-Visum nicht dabei sein konnte. Der 40-Jährige hatte unter anderem deshalb nach dem Schlusspfiff Tränen vergossen. Laut des CNN-Berichts liege das Problem auch darin, dass Vozinhas Mutter aktuell keinen gültigen Reisepass besitze. Sie sei aber dabei, sich einen zu beschaffen. Kap Verde trifft am Sonntag in Miami auf Uruguay.Müller schimpft über nicht gegebenen ElfmeterDer für Frankreichs Superstar Kylian Mbappé nicht gegebene Strafstoß beim 3:1 gegen Senegal sorgt auch nach dem Schlusspfiff für Unverständnis. „Das ist einfach nur ein astreines Foul. Es ist für mich ein absolutes Rätsel, ja skandalös, dass es keinen Elfmeter gibt“, sagte der deutsche Ex-Weltmeister Thomas Müller als Experte bei MagentaTV zur vieldiskutierten Szene im ersten Gruppenspiel des Weltmeisters von 2018.In der 58. Minute war Mbappé in vollem Lauf nach einer Grätsche von Senegal-Star Sadio Mané im gegnerischen Sechzehner zu Boden gegangen, bekam aber keinen Elfmeter. Nicht mal, nachdem der im Iran geborene australische Schiedsrichter Alireza Faghani vom Video-Assistenten zum Check an den Bildschirm geschickt worden war. Auf den TV-Bildern war eine Berührung zu sehen.Deshalb spielt Luca Zidane bei der WM mit einem KopfschutzFür den Sohn von Weltmeister Zinédine Zidane war schon der Anpfiff gegen Argentinien ein echtes Erfolgserlebnis: Noch im April war die WM-Teilnahme für den Torwart Algeriens nach einer schweren Kopfverletzung alles andere als sicher. Ständige Erinnerung auf dem Platz ist der auffällige Kopfschutz, den der 28-Jährige trägt. Zidane, der wie sein Vater die Staatsbürgerschaften Frankreichs und Algeriens hat und sich für die Heimat seiner Großeltern entschied, war im Spiel des spanischen Zweitligisten FC Granada gegen UD Almería im Frühjahr mit einem Gegenspieler zusammengekracht. Was erst als Gehirnerschütterung diagnostiziert worden war, entpuppte sich als Kiefer- und Kinnbruch. Die WM-Teilnahme war in Gefahr.Algerien Torwart Luca Zidane. Imago„Natürlich träumen wir“: Tuchel heiß auf Englands WM-StartEngland will in seinem WM-Auftaktspiel den Grundstein für den ersehnten zweiten Weltmeistertitel nach dem Heim-Triumph vor 60 Jahren legen. „Natürlich träumen wir, wir haben das Recht zu träumen, aber wir wollen uns nichts vormachen. Wir wissen, dass damit Verantwortung und Anstrengung verbunden sind“, sagte Trainer Thomas Tuchel: „Wir wollen uns anstrengen und dann auch das Ergebnis verdienen. Also tun wir das, und es beginnt morgen.“Messis sechstes Mal: Weltmeister setzt WM-BestmarkeSuperstar Lionel Messi ist als erster Fußball-Profi der Welt bei sechs Weltmeisterschaften zum Einsatz gekommen. Der 38-Jährige stand beim WM-Auftakt von Titelverteidiger Argentinien gegen Algerien in Kansas City in der Startaufstellung. Es war der 200. Länderspiel-Einsatz des Weltmeisters von 2022.Mexikos Torwart Guillermo Ochoa kommt ebenfalls auf sechs WM-Turniere, saß zum Auftakt beim 2:0 im Eröffnungsspiel gegen Südafrika aber nur auf der Ersatzbank. Cristiano Ronaldo kann mit Messi gleichziehen, wenn er für Portugal gegen DR Kongo am Mittwoch (19.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) zum Einsatz kommt. Messi wird während der WM in den USA, Mexiko und Kanada 39 Jahre alt. Der Offensivspieler wechselte als Weltmeister in die USA und spielt seither für Inter Miami in der Major League Soccer. Sein WM-Debüt gab er auf den Tag genau 20 Jahre vor dem ersten Spiel bei seiner sechsten WM: 2006 war das 6:0 in Gelsenkirchen gegen Serbien-Montenegro Messis erster Einsatz auf der WM-Bühne. Im Alter von 18 Jahren erzielte er direkt ein Tor.Wende bei Iran-Profi: Torabi kann WM doch fortsetzenOffensivspieler Mehdi Torabi kann seine Teilnahme für den Iran an der Fußball-WM in den USA doch planmäßig fortsetzen. Die Ungereimtheiten um das Visum sind inzwischen geklärt, wie der Verband mitteilte. Zuvor hieß es, das Visum des 31 Jahre alten Torabi sei nach der ersten Einreise für das 2:2 gegen Neuseeland für ungültig erklärt worden.Nun wurde Torabi ein zweites Visum ausgestellt, mit dem dieser für weitere Partien problemlos in die USA einreisen können soll. Der iranische Verband wurde dabei nach eigenen Angaben auch vom Weltverband FIFA unterstützt. Der Iran trifft in der Vorrunde noch auf Belgien und Ägypten. Die beiden Partien finden in Inglewood nahe Los Angeles sowie in Seattle statt.Mbappé eröffnet: Frankreich startet mit Sieg in TitelmissionSuperstar Kylian Mbappé und Bayern-Profi Michael Olise haben Titelanwärter Frankreich bei der Fußball-WM zum Auftaktsieg geführt. Mbappé erzielte beim 3:1 (0:0) gegen Senegal in der 66. Minute die Führung, Olise leistete die überragende Vorarbeit. Der eingewechselte Bradley Barcola (82.) erhöhte. Senegals Ibrahim Mbaye machte es noch mal ganz kurz spannend (90.+5), ehe Mbappé mit seinem insgesamt 14. WM-Treffer erneut zuschlug (90.+6).Damit ist der Stürmer von Real Madrid nur noch zwei Tore vom WM-Allzeit-Rekordhalter Miroslav Klose entfernt. „Wir haben noch nicht voll losgelegt, es ist aber gut, mit einem Sieg zu starten“, sagte Mbappé auch mit Blick auf eine eher maue erste Halbzeit. „Es ist keine Erleichterung. Wenn ich anfange, über die Leute nachzudenken, die mich kritisieren, höre ich nie damit auf. Ich spiele für mein Land, ich will bis ins Finale.“Gericht bestätigt Einreiseverbot für Ghana-Profi ParteyGhanas Fußballer Thomas Partey hat vor Gericht eine Niederlage erlitten und darf nicht auf den letzten Drücker zum WM-Auftaktspiel seines Teams nach Kanada einreisen. Das kanadische Bundesgericht in Ottawa hat den Einspruch gegen die zuvor erteilte Einreiseverweigerung für den 33-jährigen Profi vom FC Villareal abgewiesen. Damit kann Partey beim ersten Gruppenspiel von Ghana gegen Panama am Donnerstag (01.00 Uhr) in Toronto nicht dabei sein. Das Gericht stellte in seinem Urteil „die Wahrung der Integrität des kanadischen Einwanderungssystems und die Durchsetzung der vom Parlament getroffenen Entscheidungen“ über die Interessen des Klägers fest, auch wenn die Umstände des Antragstellers „ungewöhnlich und für ihn persönlich sowie für seine Nationalmannschaft von großer Bedeutung“ seien.Ein Bier für den Mindestlohn: „Absurde Preise“ bei der WMDiese WM geht wegen horrender Ticketpreise, Flug- und Hotelkosten dank eines Drei-Länder-Turniers mit 104 Spielen mächtig an den Fan-Geldbeutel – im Stadion hört es damit nicht auf. Bis zu 23 Dollar für ein Import-Bier werden fällig, gesehen im Stadion Santa Clara nahe San Francisco. Umgerechnet sind das rund 19,80 Euro – für nicht mal einen halben Liter. Die gleiche Menge vom amerikanischen Bier kostet 21 Dollar – macht 18,10 Euro.Selbst im Finalstadion von East Rutherford unweit New Yorks kostet das Bier weniger – günstig ist es deswegen noch lange nicht mit rund 13,80 Euro fürs einheimische und 14,65 Euro fürs importierte Bier. Und im kalifornischen Inglewood, wo die Mannschaft der USA mit ihrem 4:1 gegen Panama eindrucksvoll in das Turnier gestartet war, rufen sie an den Getränke- und Essensschaltern knapp 16 bzw. 17 Euro auf. Immerhin für 0,59 Liter und nicht für 0,47 wie in Santa Clara oder East Rutherford.Das bringt der morgige WM-Tag: Altstars und deutsche Trainer im Fokus – der siebte Turniertag hat es in sichAm siebten Tag der Fußball-Weltmeisterschaft sind die Augen auf die beiden Altstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo gerichtet, die beide in ihre sechste WM gehen. Auch für die beiden deutschen Trainer Ralf Rangnick und Thomas Tuchel wird es ernst. Vor allem auf Tuchel wartet mit den Engländern ein schwerer Gegner. Die Spiele des WM-Tages0 Uhr, Irak - Norwegen (MagentaTV): Nach 28 Jahren wieder dabei und gleich Geheimfavorit: Den Norwegern mit Stürmerstar Erling Haaland wird bei der WM einiges zugetraut. In der schweren Gruppe I ist gegen Außenseiter Irak ein Sieg Pflicht. Denn mit dem WM-Zweiten Frankreich und den starken Senegalesen warten weitaus schwerere Gegner. Irak hat es erstmals seit 1986 wieder auf die WM-Bühne geschafft.3 Uhr, Argentinien - Algerien (ARD und MagentaTV): Können die Argentinier um Superstar Lionel Messi ihren Titel erfolgreich verteidigen? 17 Weltmeister von 2022 gehören immer noch zum Kader. Mit Algerien wartet ein gefährlicher Außenseiter, der einige Bundesliga-Akteure in seinen Reihen hat. Im Tor steht Zinédine Zidanes Sohn Luca.6 Uhr, Österreich - Jordanien (ZDF und MagentaTV): Österreich mit dem deutschen Teamchef Ralf Rangnick will auch bei der WM seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Vor zwei Jahren ließen die Alpenkicker bei der EM die Schwergewichte Frankreich und die Niederlande in der Gruppenphase hinter sich, schieden dann aber im Achtelfinale aus. Weiteren Schub soll die vorzeitige Vertragsverlängerung von Rangnick geben.19 Uhr: Portugal - DR Kongo (ZDF und MagentaTV): Superstar Cristiano Ronaldo geht in seine sechste Fußball-WM. Klappt es dieses Mal mit der Krönung seiner Karriere? Die Portugiesen, im vergangenen Jahr Nations-League-Sieger bei der Endrunde in Deutschland, gehen als Mitfavorit in das Turnier. Gegen Außenseiter Kongo, der letztmals 1974 unter dem Namen Zaire dabei war, ist ein Sieg Pflicht.22 Uhr: England - Kroatien (ZDF und MagentaTV): 60 Jahre nach dem WM-Triumph daheim in England wollen die Three Lions endlich wieder Weltmeister werden. Der Kader um Kapitän Harry Kane ist exzellent besetzt, Trainer Thomas Tuchel steht unter Erfolgsdruck. Zum Auftakt gibt es gleich einen Gradmesser, auch wenn bei Kroatien die goldene Generation um Luka Modric in die Jahre gekommen ist.Was passiert sonst noch?Nach dem trainingsfreien Dienstag startet Bundestrainer Julian Nagelsmann mit der Vorbereitung auf das zweite Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag.Deutscher Schiedsrichter Zwayer kommt zu WM-Debüt bei US-SpielSchiedsrichter Felix Zwayer kommt beim zweiten Auftritt von Gastgeber USA zu seinem WM-Debüt. Der Berliner wurde vom Weltverband Fifa für das Aufeinandertreffen zwischen dem US-Team und Australien am Freitag (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Seattle am zweiten Spieltag der Gruppe D eingeteilt. Als Assistenten stehen ihm Christian Dietz und Robert Kempter zur Seite.Für Zwayer ist es eine Premiere. Der Bundesliga-Schiedsrichter pfiff bereits bei der Europameisterschaft 2024, der Club-WM, internationalen Junioren-Turnieren und beim Europa-League-Finale 2025. Auf der größtmöglichen Bühne war er aber noch nicht aktiv.Felix Zwayer: Leitet das Spiel USA gegen Australien.Werbecoup im Stadion: So trickst Levi's die Fifa ausDer amerikanischen Jeansmarke Levi's ist bei der Fußball-WM ein viel beachteter Werbecoup gelungen. Eigentlich heißt das Stadion im kalifornischen Santa Clara Levi’s Stadium und wird sonst für American Football genutzt, während des Turniers erlaubt der Fifa-Weltverband den eigentlichen Namen des Sponsors allerdings nicht. Der Börsenkonzern Levi's (eigentlich Levi Strauss & Co.) umging das Verbot clever und ließ die Konzern-Buchstaben im San-Francisco-Bay-Area-Stadion, wie die Arena in den kommenden Wochen offiziell heißt, mit weißen Planen abhängen. Diese bilden nun aber die Umrisse des weltberühmten Firmenlogos – die riesigen Symbole bleiben somit für viele weiter gut erkennbar. Levi's ist kein offizieller Fifa-Partner, deswegen war die Aktion nötig. Auch in vielen anderen WM-Stadien mussten Sponsorenlogos verdeckt werden.In den sozialen Medien verbreitete der Konzern das gelungene Marketing in der eigentlichen Heimspielstätte der San Francisco 49ers und änderte für mehr als zehn Millionen Follower bei Instagram auch dort das eigene Logo so, dass kein Schriftzug mehr zu lesen ist. In einem Post wurden Fans mit den Worten „Wir heißen die Welt willkommen im wunderschönen (zensierten) Stadion“ begrüßt. Gefeiert wurde die Aktion nicht nur von tausenden Fans, sondern auch von anderen Großkonzernen wie Walmart.Irans Offensivspieler Torabi droht Turnier-Aus wegen eines ungültigen VisumsDie Fußball-Nationalmannschaft Irans muss in den kommenden beiden WM-Gruppenspielen möglicherweise auf Offensivspieler Mehdi Torabi verzichten. Das Visum des 31-Jährigen wurde nach der ersten Einreise in die USA und Irans WM-Auftakt gegen Neuseeland (2:2) für ungültig erklärt, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna.Während den übrigen Nationalspielern ein Visum zur mehrmaligen Einreise in die USA ausgestellt wurde, hatte Torabi demnach nur die Genehmigung für eine einzelne Einreise. Der iranische Verband hat bereits ein neues Visum beantragt, um Torabis Teilnahme an den nächsten zwei Spielen zu ermöglichen.Nur Unentschieden – das gab's bei der Fußball-WM zuletzt 1958So einen Spieltag gab es bei der Fußball-WM zuletzt vor 68 Jahren. „Perfekt ausgeglichen, so wie es sein sollte“, schrieb der Weltverband FIFA nach den vier Unentschieden in den vier Begegnungen des Tages auf der Plattform X. Ziemlich überraschend trennten sich zunächst Ex-Weltmeister Spanien und Außenseiter Kap Verde 0:0, es folgten das 1:1 zwischen Belgien und Ägypten, das 1:1 zwischen Saudi-Arabien und Uruguay sowie das 2:2 zwischen Iran und Neuseeland.Nur einmal in der WM-Geschichte hatte es so einen Spieltag zuvor gegeben: am 15. Juni 1958. Beim Gruppenspieltag beim Turnier in Schweden endeten folgende Matches ohne Sieger: Deutschland gegen Nordirland 2:2, England gegen Österreich 2:2, Paraguay gegen Jugoslawien 3:3 und Schweden gegen Wales 0:0. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt











