Sven Schulze ist ungeduldig. „Es ist gut, dass das Thema jetzt gelöst wird“, sagt der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, bevor er am Montagvormittag die CDU-Zentrale betritt. Hier will das CDU-Präsidium über die Nachfolge von CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn beraten.Schulze, der am 6. September vor einer Landtagswahl steht und gegen enorm hohe AfD-Umfragewerte kämpft, beklagt, dass Berliner Themen seinen Wahlkampf überlagerten. Er hofft darauf, „dass wir Wahlkampf machen können, ohne dass wir permanent an den Wahlkampfständen auf Berliner Themen angesprochen werden“. Bisher „überlagerten“ diese Berliner Themen seinen Wahlkampf, aber auch die in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, wo zwei Wochen später gewählt wird.Mitten in der Sommerpause kam die CDU-Spitze zusammen, um über die Nachfolge des am Samstag zurückgetretenen Jens Spahn zu beraten. Ein großer Teil nahm an der Sitzung per Video teil. Im Adenauer-Haus persönlich präsent waren Kanzler Friedrich Merz und, neben Schulze, unter anderem Brandenburgs Vizeministerpräsident Jan Redmann, Parlamentsgeschäftsführer („Erster PGF“) Steffen Bilger sowie Vize-Generalsekretärin Christina Stumpp. In der Sitzung fehlt Jens Spahn Es fehlte hingegen, wie es aus Unionskreisen hieß: Jens Spahn. Er weilte zuletzt mit Ehemann Daniel Funke und Sohn Georg in New York. Dort war es 5 Uhr in der Früh, als die Sitzung in der CDU-Zentrale begann.Am Mittwoch, um kurz nach 11 Uhr, lud die CDU/CSU-Fraktionsführung ihre 208 Abgeordneten per SMS zu einer Sondersitzung für Mittwoch in der kommenden Woche. Da sollen die Parlamentarier den neuen Fraktionschef wählen.Der Wortlaut der Einladung klingt fast so, als bliebe noch eine Weile offen, wer Spahn auf Wunsch von CDU-Chef Merz und dem CSU-Vorsitzenden nachfolgen soll.„Liebe Kolleginnen und Kollegen, unsere Parteivorsitzenden von CDU und CSU sind derzeit damit befasst, einen Personalvorschlag für den Fraktionsvorsitz zu erarbeiten. In diesem Prozess wird die Einbindung der Fraktion sichergestellt“, heißt es in der SMS im Namen des kommissarischen Fraktionschefs Alexander Hoffmann (CSU) und Bilger. Der Wortlaut der SMS liegt dem Tagesspiegel vor.„Für Eure Planung möchten wir Euch mitteilen, dass am Mittwoch, 29. Juli, um 14 Uhr, eine Fraktionssitzung zur Wahl des/der neuen Vorsitzenden in Präsenz stattfinden wird“, heißt es in der SMS an die Unions-Parlamentarier: „Wir bitten daher, Eure Anreise nach Berlin zu organisieren. Herzliche Grüße, Alexander und Steffen.“
Wer wird neuer Unions-Fraktionschef?: CDU berät Spahn-Nachfolge ohne Spahn
Wer wird neuer Fraktionsvorsitzender von CDU und CSU? Kommende Woche sollen die Abgeordneten darüber in einer Sondersitzung in Berlin entscheiden. Kanzleramtsminister Thorsten Frei gilt als Favorit.










