Woran hakt der Hitzeschutz in den Kommunen? Es mangelt nicht an Willen, sondern an Geld, sagt Lara Möller vom Deutschen Städte- und Gemeindebund.

Tropfen auf den heißen Stein: ein öffentlicher Trinkbrunnen

Sabine Gudath/imago

taz: Frau Möller, nach der jüngsten Hitzewelle im Juni mit Tausenden hitzebedingten Todesfällen haben viele auf die Kommunen gezeigt und gesagt: Warum ist bisher so wenig passiert in Sachen hitzeresilienten Stadtumbaus. Zurecht?

Lara Möller: Viele Kommunen investieren bereits intensiv in Klimaanpassung und Hitzeschutz. Gleichzeitig stoßen viele Städte und Gemeinden an ihre finanziellen Grenzen. Wir hatten ein Finanzierungsdefizit von 31,9 Milliarden Euro im Jahr 2025. Gleichzeitig ist der Investitionsrückstand auf den Rekordwert von 231,2 Milliarden Euro angewachsen. Viele notwendige Maßnahmen lassen sich so nur schrittweise umsetzen.