Am Montag will Deutschland eine lesbische Uganderin abschieben. In ihrem Heimatland gilt eines der weltweit härtesten Gesetze gegen Homosexualität.
Wenn Consolate von Angel spricht, klingt sie frisch verliebt. „Angel liebt es zu tanzen. Am liebsten zu Afrobeat und jamaikanischer Musik“, erzählt die 28-jährige Uganderin der taz am Telefon. „Sie will Programmiererin werden, geht gerne ins Kino und zum Schwimmen.“ Kennengelernt haben sich die beiden jungen Frauen, die hier nur mit Vornamen genannt werden sollen, letzten Sommer über eine gemeinsame Freundin. Sie tauschten Snapchat-Namen aus, machten Ausflüge ins Freibad und gingen gemeinsam aus. Seit einem Jahr sind sie offiziell ein Paar. „Vielleicht sehe ich Angel morgen zum letzten Mal“, sagt Consolate mit flacher Stimme.
Seit Ende Mai sitzt Angel in Abschiebehaft in Hof, einem kleinen Ort in Nordbayern. Die 23-jährige Asylbewerberin aus Uganda soll am Montag per Abschiebeflug in ihr Heimatland zurückgeschickt werden. Als lesbischer Frau drohen ihr dort Gewalt, Haft und im schlimmsten Falle die Todesstrafe. 2023 trat in Uganda eines der weltweit härtesten Anti-LGBTQ-Gesetze in Kraft. Trotzdem will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sie dorthin abschieben.











