Die Bundesregierung propagierte eine härtere Gangart in der Asylpolitik. Dazu passen steigende Zahlen von Abschiebungen, die auch Kinder betreffen.

Polizisten sichern eine mutmaßliche Abschiebung – in diesem Fall allerdings nach Afghanistan

Sebastian Willnow/dpa

taz/kna | In den ersten sechs Monaten des Jahres sind 9.663 Menschen aus Deutschland abgeschoben worden. Darunter waren gut 1.900 Frauen und etwa 1.350 Minderjährige sowie zwei Personen aus der Schweiz, wie am Freitag aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht.

Trotz der verheerenden Menschenrechtslage schob die Bundesregierung im ersten Halbjahr drei Menschen nach Iran ab. Auch in den Irak mussten 292 Menschen zurück.