Die Fußball-WM verlief für die FIFA offenbar noch lukrativer als bisher angenommen. Wie der "Guardian" berichtet, darf sich der Weltverband über Rekordeinnahmen in Höhe von etwa 15 Milliarden US-Dollar (rund 13,1 Milliarden Euro) mit der XXL-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada freuen. Ursprünglich hatte die FIFA mit Einnahmen in Höhe von 11 Milliarden US-Dollar gerechnet. Laut "Guardian" informierte FIFA-Präsident Gianni Infantino die Mitgliedsverbände am Samstag über die gestiegenen Einnahmen. Demnach machten Hospitality-Angebote und Ticketverkäufe, insbesondere über den Zweitmarkt, einen erheblichen Teil des Anstiegs aus. Die FIFA behält auf ihrer Wiederverkaufsplattform sowohl vom Verkäufer, der den Preis beliebig festlegen darf, als auch vom Käufer jeweils 15 Prozent Gebühren ein. Kritiker sprechen von einem legalisierten Schwarzmarkt.2022 hatte die FIFA mit der Winter-WM in Katar rund 5,8 Milliarden US-Dollar eingenommen. Bei dieser Endrunde wurden erstmals 104 Partien (statt 64) mit 48 Mannschaften (statt 32) ausgetragen. Die FIFA diskutiert derzeit eine Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 64 Teams.Didier Deschamps verabschiedete sich trotz der Niederlage in seinem letzten Spiel als gefühlter Sieger. „Es war ein wunderschönes Erlebnis, ein Abenteuer mit dieser Mannschaft, mit der wir acht Wochen zusammen verbracht haben“, sagte der französische Nationaltrainer nach dem spektakulären 4:6 (0:4) im kleinen WM-Finale gegen England: „Das ist die WM. Es ist wunderschön, es gibt nichts Schöneres.“ Dass es im letzten Spiel nach 14 Jahren unter seiner Leitung nicht zu einem Sieg und WM-Bronze reichte, nahm der 57-Jährige sogar auf seine Kappe. „Das wir es nicht geschafft haben, ist natürlich meine Schuld, wir hätten in der ersten Halbzeit mehr tun müssen“, sagte Deschamps. Die Enttäuschung, das Endspiel verpasst zu haben, sei natürlich da, aber: „Wir haben den Franzosen positive Emotionen bereitet.“Sein Kapitän Kylian Mbappé fand die Niederlage „für den Trainer sehr schade“. Denn: „Wir wollten für ihn das Spiel gewinnen, ihm ein Geschenk machen“, sagte der 27-Jährige: „Aber leider hatte man in der ersten Halbzeit das Gefühl, dass wir ihn enttäuscht haben. Wir wollten ihm danke sagen, für alles, was er gemacht hat, aber dieses Spiel wird die Legende von Didier Deschamps nicht beschädigen.“Dass er mit seinem Doppelpack (48. und 66.) seine WM-Ausbeute auf insgesamt 22 Tore schraubte und damit dem argentinischen Superstar Lionel Messi den Rekord abnahm, sieht Mbappé nur als vorübergehend an. „Leo trifft immer. Er wird morgen auf jeden Fall treffen“, sagte er über den Kapitän des Weltmeisters, der am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) gegen Spanien den Titel erfolgreich verteidigen will. (dpa)Laut Jürgen Klinsmann brauchen sich Fußball-Fans beim Thema Trinkpausen keine übermäßigen Sorgen machen. Ob man sich daran gewöhnen müsse? „Nicht unbedingt“, sagte der frühere Bundestrainer, der Mitglied der Technical Study Group des Weltverbandes ist, dem SID in New York: „Das Thema Hydration Break ist ein heißes und wird bei der FIFA auf den Tisch kommen.“Nachdem sich die FIFA-Analysten am Samstag nicht über das größte Aufregerthema der WM und dessen Einfluss auf das Spiel äußern wollten, meinte Klinsmann im SID-Gespräch bei Adidas: „Ich glaube, dass dieses Thema wieder zurückgehen wird in die Hände der Schiedsrichter. Wenn es wirklich über 30 Grad sind, dann kannst du das machen, dann kannst du aber auch das Zeitlimit begrenzen auf 30 Sekunden oder 60 Sekunden, damit der Spielfluss nicht unterbrochen wird, dass es nicht zu einer Coaching Break wird. Das unterbricht natürlich das Spiel.“Auch bei der ausgedehnten Halbzeit-Pause im WM-Finale schürt Klinsmann die Hoffnung, dass es einmalig bleibt. „Ich glaube, das ist etwas Amerikanisches. Es hat etwas mit dem Gastgeberland zu tun. Das kommt vom American Football, vom Super Bowl“, sagte der Weltmeister von 1990: „Ich hoffe wirklich, dass es eine einmalige Show ist und es dann wieder zurückkommen wird auf den Boden, um das Ganze wieder auf die 15 Minuten runterzubrechen." (sid)Mathias PeerIm Finale der Fußball-Weltmeisterschaft kämpfen Spanien und Argentinien heute um den Titel – das Spiel wird zugleich zur Bühne für zahlreiche Musikstars. Im MetLife-Stadion im US-Bundesstaat New Jersey findet 90 Minuten vor Anpfiff zunächst die Abschlusszeremonie der WM statt, zu der unter anderen der für seine Stunts bekannte Hollywoodstar Tom Cruise, der Sänger Robbie Williams und der Rapper Post Malone erwartet werden.Angekündigt ist zudem eine Halbzeitshow mit Stars wie Madonna, Justin Bieber, der K-Pop-Band BTS und Shakira. Die Pause dürfte wegen des Auf- und Abbaus der Bühne deutlich länger ausfallen als die üblichen 15 Minuten. Erstmals seit Beginn der WM wird auch US-Präsident Donald Trump im Stadion erwartet. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum wollen das Finale ebenfalls besuchen.Nach einem furiosen Schlagabtausch steht fest: England belegt bei der Fußball-WM Platz drei. Frankreich erlebt in der ersten Hälfte ein Debakel, bäumt sich aber noch einmal auf. Am Ende reicht es nicht zum großen Comeback. Frankreichs Topstürmer Kylian Mbappé ist in der ewigen WM-Torjägerliste am argentinischen Star Lionel Messi vorbeigezogen. Der Kapitän der Équipe Tricolore erzielte im Spiel um Platz drei gegen England die Treffer zum 1:4 (47. Minute) und 3:4 (66.) und steht nun bei insgesamt 22 Treffern bei Fußball-Weltmeisterschaften. Im laufenden Turnier waren es seine Treffer Nummer neun und zehn. Messi hat 21 WM-Tore, kann aber im Endspiel gegen Spanien nachlegen. Er trifft mit Titelverteidiger Argentinien am Sonntag in East Rutherford auf den Europameister (21.00 Uhr/MagentaTV und ZDF). (dpa)Vor dem letzten Spiel des Nationaltrainers hat sich Frankreichs Kapitän Kylian Mbappé mit einem bewegenden Brief an Didier Deschamps gewendet. „Heute ist unser letzter Tanz. Du hast uns so viel gegeben. Wir hätten dir ein besseres Ende bieten müssen, aber wir haben versagt“, schrieb der Stürmer bei „X“. Frankreich trifft um 23.00 Uhr MESZ in Miami im Spiel um Platz drei auf England.Deschamps, der seit 2012 im Amt ist, wird sein Amt nach der WM aufgeben. Als Nachfolger ist Zinedine Zidane im Gespräch. „Du hast eine Hauptrolle bei der Wiederbelebung der Mannschaft gespielt. Die Leute haben deine Großartigkeit nicht immer zu schätzen gewusst, aber ihnen wird die Geschichte noch zeigen“, schrieb Mbappé. Der 27-Jährige bedankte sich bei Deschamps für die Einsätze und die gemeinsame Zeit.Unter Deschamps gewann Frankreich 2018 in Russland die Weltmeisterschaft und 2021 die Nations League. 2022 stand man im Endspiel der WM und unterlag Argentinien im Elfmeterschießen. Ebenfalls eine Niederlage gab es im EM-Finale 2016 im eigenen Land, damals gewann Portugal nach Verlängerung. (dpa) Nach Ansicht der technischen Studiengruppe der FIFA war die Aufstockung des WM-Teilnehmerfelds von 32 auf 48 Mannschaften ein Erfolg. Befürchtungen, dass das XXL-Turnier für einige kleinere Teams zu einem Desaster werden könnte, hätten sich nicht bestätigt, meinte der frühere Startrainer Arsène Wenger bei einer Presskonferenz im Final-Stadion von East Rutherford. Die Qualität dieser Fußball-WM sei „sehr hoch“ gewesen. Die WM aufzustocken, sei „die richtige Entscheidung und ein großer Erfolg“ gewesen.Die Unterschiede zwischen den vermeintlich großen und kleinen Teams werde geringer, erklärte Wenger, der einstige Trainer des FC Arsenal. Als Beispiel nannte er Außenseiter Kap Verde, der beim WM-Debüt das Sechzehntelfinale erreichte und dort erst nach Verlängerung gegen Argentinien verlor.Die technische Studiengruppe, der auch der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann angehört, hat die Spiele der WM in den USA, Kanada und Mexiko ausführlich analysiert. Die erfassten Daten würden etwa zeigen, dass sich einige Regeländerungen bewährt hätten, erklärte Wenger. Viele Abstöße vom Tor seien schneller ausgeführt worden, die Anzahl medizinischer Interventionen sei zurückgegangen. Die Schiedsrichter waren vor dem Turnier angehalten worden, entsprechende Verzögerungen zu unterbinden oder im Zweifelsfall zu ahnden.Die Anzahl der Weitschusstore habe sich im Vergleich zur WM in Katar vor vier Jahren verdoppelt, rechnete die Gruppe vor. „Wir haben gesehen, dass viele Teams tief verteidigt haben und schwer zu durchbrechen waren“, erklärte Klinsmann dazu. Er könne sich vorstellen, dass viele Mannschaften in Zukunft „diesen tiefen Block kopieren“ würden - auch auf Vereinsebene.Mögliche Auswirkungen der vieldiskutierten Trinkpausen werde man nach dem Turnier noch einmal ausführlich analysieren, kündigte Wenger an. Trotz mehrfacher Nachfrage wollten sich Wenger, Klinsmann und Co. nicht konkret zum Thema äußern: „Wir haben noch keine Schlüsse gezogen", sagte Wenger. Der Franzose räumte allerdings ein, dass sie nicht überall auf Zustimmung gestoßen seien. Seinem Eindruck nach hätten sie die Ergebnisse aber nicht sonderlich beeinflusst. (dpa)DFB-Präsident Bernd Neuendorf und die deutschen Fußball-Spitzenfunktionäre verzichten auf einen Besuch des WM-Endspiels. Wie der Deutsche Fußball-Bund auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wird kein Verbandsvertreter und somit auch nicht Neuendorf oder dessen Stellvertreter Hans-Joachim Watzke die Partie zwischen Argentinien und Spanien am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in der Arena in East Rutherford verfolgen. Neuendorf hätte als Mitglied des FIFA-Councils um Weltverbandschef Gianni Infantino einen reservierten Platz auf der Ehrentribüne. Watzke gehört als deutsches Mitglied der UEFA-Exekutive ebenfalls zum Führungszirkel der internationalen Fußball-Funktionäre. Das Top-Event zum Abschluss der XXL-WM, das auch US-Präsident Donald Trump als Ehrengast im Stadion verfolgt, ist auch ein Stelldichein der wichtigste Entscheider im Weltfußball. Bereits nach dem frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft in der Zwischenrunde durch das 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay und der schnellen Rückkehr nach Deutschland hatte es vom DFB geheißen, dass Neuendorf keine WM-Spiele mehr besuchen werde. Dies gilt nun auch für das Finale.Gewöhnlich saßen mehrere Council-Mitglieder bei den Partien auf den VIP-Tribünen. In dieser Woche hatte der DFB bestätigt, dass er im Gegensatz zu der überragenden Mehrheit der nationalen Fußball-Verbände bisher kein Unterstützerschreiben für die angestrebte Wiederwahl von FIFA-Boss Infantino im März 2027 unterzeichnet hat. (dpa)Was zeichnet Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente aus? WM-Kolumnist Lutz Pfannenstiel gibt einen Einblick: Spanien hat wegen eines Gewitters auf das Abschlusstraining vor dem WM-Finale verzichtet und geht ohne letzten Test für den zuletzt angeschlagenen Lamine Yamal ins Endspiel gegen Argentinien. Wie Medien berichteten, entschied Trainer Luis de la Fuente wegen des Wetters im Großraum New York die letzte Einheit abzusagen, statt auf ein Zeitfenster ohne Blitz und Donner zu warten. Argentinien um Lionel Messi begann das eigene Abschlusstraining mit Verzögerung. (dpa)50 Millionen Dollar für den WM-Titel: Von der FIFA-Prämie für den Sieger des Endspiels zwischen Spanien und Argentinien wollen auch Lamine Yamal und Co. profitieren: Wie die spanische Sportzeitung As berichtete, haben die Spieler mit dem nationalen Verband RFEF ausgehandelt, dass bei einem Triumph 45 Prozent der FIFA-Prämie an den Kader gezahlt wird. Das wären umgerechnet rund 19,7 Millionen Euro und etwa 756.000 Euro pro Spieler.Mit dem Einzug ins Finale hat sich Spanien bereits eine Mindestausschüttung von 28,8 Millionen Euro für den RFEF gesichert. Würde Argentinien gewinnen, bekämen die Spieler „nur“ 40 Prozent (etwa 480.000 Euro pro Person) des Preisgeldes.So oder so erhalten die Verbände die höchste WM-Prämien jemals, für das XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada hatte die FIFA allein die Summe für den Titelgewinn im Vergleich zu 2022 um acht Millionen Dollar erhöht. Für den Antritt kassierte jede der 48 Mannschaften zehn Millionen Dollar (8,7 Millionen Euro).Rein sportlich gesehen hat Spanien im Endspiel am Sonntag (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) die Chance auf den zweiten WM-Titel nach dem Triumph vor 16 Jahren in Südafrika. Argentinien könnte als dritte Mannschaft überhaupt nach Italien und Brasilien den Titel erfolgreich verteidigen. (sid)Weltmeister Toni Kroos sieht Spanien im Finale der Fußball-WM gegen Argentinien in der Favoritenrolle. „Wenn sie das im Finale wieder auf den Platz bringen, dann sind sie auch Favorit und werden das Spiel gewinnen“, sagte Kroos in seinem Podcast „Kroos & Kroos – die WM unter der Lupe“ vor dem WM-Finale am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV).Wenn eine Mannschaft wie Spanien „ein Spiel von vorne weg spielen kann mit Führung, dann willst du gegen die nicht spielen“, sagte Kroos.Den größten Unterschied zwischen den beiden Finalisten sieht Kroos' Bruder Felix in der Herangehensweise der beiden Mannschaften. „Die einen sehr emotional, mit Tränen in den Augen und Schaum vorm Mund – die Argentinier. Und die Spanier in einer so perfektionistischen Sachlichkeit“, sagte der 35-Jährige.Dennoch warnte er vor den Weltmeistern aus Südamerika: „Wenn sie ein bisschen Luft dran lassen, dann nimmt Argentinien jeden Spalt, der sich öffnet“. Vor allem bei einer Führung der Südamerikaner könne das Endspiel kippen, pflichtete ihm Toni bei. „Dann haben wir ein Fußballspiel“, und Spanien „eine Nuss zu knacken“, sagte er.Gehe Spanien hingegen in Führung, erwarte Toni einen klaren Ausgang: „Wenn Spanien das 1:0 macht, vergiss es. Dann kriegen die drei, vier Stück.“ Argentinien werde dann keine Lösungen mehr finden. (sid)Die FIFA hat seit WM-Beginn nach eigenen Angaben mehr als sieben Millionen potenziell schädliche Beiträge und Kommentare in sozialen Medien entfernt. Nach Angaben des Fußball-Weltverbandes sind das 14-mal mehr als bei der vergangenen Männer-WM in Katar 2022. Seit jenem Turnier betreibt die FIFA bei ihren Veranstaltungen einen Dienst zum Schutz vor Social-Media-Anfeindungen, der allen teilnehmenden Teams, Trainern, Spielern und Offiziellen zur Verfügung steht.Der Weltverband habe rund um das XXL-Turnier, das am Sonntag mit dem Finale Spanien gegen Argentinien endet (21 Uhr/MESZ/ZDF und MagentaTV), über 200.000 beleidigende und einschüchternde Beiträge und Kommentare gemeldet „und entsprechende Maßnahmen ergriffen“. Mehr als 1000 besonders schwerwiegende Drohungen seien den zuständigen Behörden gemeldet worden. (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software