PfadnavigationHomeWirtschaftWM 202610,9 Milliarden Dollar Umsatz – Die Fifa perfektioniert ihre GeldmaschineStand: 14:35 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/dpa/AP/Seth WenigDie Fußball-WM hat sich von einem kleinen Turnier zu einem lukrativen Sport-Event entwickelt. Während 1930 nur Millionen umgesetzt wurden, erwartet die Fifa heute Milliarden-Einnahmen. Die Ausgaben steigen an vielen Stellen – auch für die Fans.Die deutsche Nationalmannschaft war eines der stärksten Teams Europas – verzichtete aber auf die Fußball-Weltmeisterschaft. Die zweiwöchige Anreise per Schiff war schlicht zu aufwendig. Ähnlich ging es den meisten Teams aus Europa – und so waren nur 13 Nationen bei der ersten WM 1930 in Uruguay dabei, die meisten von ihnen aus Lateinamerika. Sie trugen insgesamt 18 Spiele aus, zu denen im Schnitt laut Schätzungen rund 30.000 Zuschauer kamen. Tickets kosteten umgerechnet zwischen 50 Cent und zwei US-Dollar – nach heutigen Preisen zwischen zehn und 40 Dollar. Die Einnahmen aus den verkauften Eintrittskarten, damals die einzig nennenswerten Erlöse, dürften in heutigen Preisen überschlagen zwischen zehn und 20 Millionen Dollar gelegen haben.Lesen Sie auchDie Umsätze der 23. Fußball-WM, die am 11. Juni in den USA, Kanada und Mexiko beginnt, werden voraussichtlich etwa 1000 Mal höher liegen: Der Weltfußballverband Fifa rechnet aktuell mit 10,9 Milliarden Dollar (rund 9,3 Milliarden Euro). Damit ist die WM das weltweit lukrativste Sport-Einzelereignis. Die gesamten Einnahmen liegen mehr als doppelt so hoch wie bei den Olympischen Sommerspielen (2024 in Paris wurden rund 4,5 Milliarden Dollar eingenommen). Vergleichbare Geldmaschinen wie die Fußball-WM sind aktuell nur die US-Sportligen, die in den vergangenen Saisons ähnliche Summen umsetzten: Die American-Football-Liga NFL kam laut einer vergleichenden Auswertung für 2023 auf 19,2 Milliarden Dollar, die Baseball-Liga MLB auf 11,6 Milliarden Dollar und die Basketball-Liga NBA auf 10,6 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Die Bundesliga setzte in dem Jahr etwa vier Milliarden Dollar um. Mit 4,3 Milliarden Dollar stammt das Gros des WM-Geldregens aus den weltweiten Übertragungsrechten. Rund 2,8 Milliarden Dollar spült das Sponsoring in die Kassen. Wie viel Fifa-Hauptsponsoren wie Adidas, Coca-Cola, Hyundai-Kia oder der saudische Ölriese Aramco zahlen, ist unbekannt. Schätzungen zufolge lassen sich die Unternehmen die Partnerschaft mit der Fifa zwischen 50 und 100 Millionen Dollar jährlich kosten.In diesem Jahr sind erstmals 48 statt wie in den vergangenen Jahrzehnten 32 Mannschaften qualifiziert – statt 64 Spiele gibt es nun 104 Spiele zu sehen. Für die höchsten Ticketpreise aller Zeiten. Eine Finalkarte der besten Kategorie kostet aktuell 10.990 Dollar. Die Ausgaben für die Organisation einer Fußball-Weltmeisterschaft sind nur annäherungsweise zu beziffern. Die Fifa selbst spricht für 2026 in einer Analyse von 13,9 Milliarden Euro, rechnet aber auch das Geld ein, das von Touristen in den Gastgeberländern ausgegeben wird. Ohne diese Ausgaben dürften die Kosten deutlich unter zehn Milliarden Dollar liegen, weniger als bei allen Turnieren seit 2014. Die WM 2022 in Katar sprengte dabei jeden Rahmen. Das Emirat gab laut US-Sportfinanzmedium „Front Office Sports“ rund 220 Milliarden Dollar aus. Hier sind aber auch alle Investitionen eingerechnet, die Katar im WM-Kontext in seine Infrastruktur tätigte.Beim Turnier mit den teuersten Karten dürften die Fans zumindest auch die beiden bestbezahlten Spieler der Erde nochmals auf großer Bühne sehen, die sonst wenig beachtet und hoch bezahlt in den Ligen von Saudi-Arabien und den USA spielen: den 40 Jahre alten Cristiano Ronaldo (Jahresgehalt 200 Millionen Dollar plus 60 Millionen Werbeeinnahmen) und den 38 Jahre alten Lionel Messi (60 Millionen plus 70 Millionen Dollar). Dieser Artikel wurde für das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Klaus Geiger berichtet seit vielen Jahren über Themen an der Schnittstelle zwischen Ökonomie und Geopolitik.
Fußball-WM 2026: Mega-Geldmaschine – das sind die neuen Umsatz-Rekorde - WELT
Die Fußball-WM hat sich von einem kleinen Turnier zu einem lukrativen Sport-Event entwickelt. Während 1930 nur Millionen umgesetzt wurden, erwartet die Fifa heute Milliarden-Einnahmen. Die Ausgaben steigen an vielen Stellen – auch für die Fans.








