Demos in der Ukraine für entlassenen Minister gehen weiterIn Kiew und anderen Städten der Ukraine gibt es den dritten Tag in Folge Proteste gegen die Personalpolitik von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Demonstranten fordern vor allem die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform meldete. Viele verlangten auch eine Entlassung des Oberkommandierenden der Armee, Olexander Syrskyj. Gemeinsames Zeichen der Proteste waren die Losungen auf braunen Papptafeln.Selenskyj hat bei einer größeren Regierungsumbildung den erst seit einem halben Jahr amtierenden Fedorow aus dem Kabinett entfernt. Der 35 Jahre alte Minister gilt als Reformer, der das Beschaffungswesen für die Armee verändert hat und der stark auf Technisierung und Digitalisierung der ukrainischen Verteidigung setzt. Allerdings lag Fedorow, wie er selbst eingesteht, in einem Dauerstreit mit General Syrskyj. Selenskyj entschied sich in diesem Konflikt dafür, an dem Oberkommandierenden festzuhalten.Besatzungsbehörden: Tote auf der Krim nach ukrainischem DrohnenangriffAuf der von Russland 2014 annektierten ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim sind nach russischen Angaben mindestens zwei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden. Ein weiterer sei verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte regionale Verwaltungschef, Sergej Aksjonow, auf Telegram mit. Der Angriff fand demnach im Nordteil der Krim statt. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar.Berlin: Keine Veränderung bei Unterstützung der Ukraine mit neuem VerteidigungsministerDie Ernennung von Jewhenij Chmara zum ukrainischen Interims-Verteidigungsminister wird nach Darstellung des deutschen Verteidigungsministeriums keine grundsätzlichen Auswirkungen auf die Zusammenarbeit Berlins mit Kiew haben. Die Unterstützung der Ukraine werde nach dem Rücktritt von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow „ganz genauso weitergehen“ wie bisher, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Freitag in Berlin. Die Zusammenarbeit werde „intensiv“ sein, „wie sie bisher auch gelaufen ist“. Die Zusammenarbeit beider Seiten „ist eng, und auch das Verhältnis war gut“, sagte die Sprecherin weiter. Das gehe auch aus Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hervor. „Selbstverständlich tauschen wir uns auch weiterhin aus auf allen Ebenen“, fügte die Sprecherin hinzu.Bisheriger Innenminister Klymenko soll neuer Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates werdenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den bisherigen Innenminister Ihor Klymenko als neuen Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates vorgeschlagen. Der 53 Jahre alte Politiker würde dort Rustem Umjerow ablösen, der bisher auch die ukrainische Delegation bei den sogenannten Friedensgesprächen mit den USA angeführt hatte. Die Gespräche sind jedoch derzeit ausgesetzt. Auch über Umjerows berufliche Zukunft machte Selenskyj keine Angaben. Klymenkos Ernennung ist Teil einer umfassenden Regierungsumbildung, die Selenskyj vor einer Woche angekündigt hatte. Am Donnerstag hatte das Parlament Serhij Koretzkyj als neuen Regierungschef gewählt und dessen Kabinett bestätigt, dem alle bisherigen Minister angehören mit Ausnahme des Verteidigungs- und Außenministers. Für diese beiden Ministerämter hat der Präsident das Vorschlagsrecht. Nach den öffentlichen Protesten gegen die Absetzung des bisherigen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow hatte Selenskyj am Donnerstag keinen Vorschlag mehr eingebracht. Er erklärte jedoch, den Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Jewhenij Chmara, als Nachfolger Fedorows vorschlagen zu wollen. Außenminister Andrij Sybiha wird nach Lage der Dinge sein Amt behalten. Da das Parlament regulär erst wieder am 18. August tagt, bleiben zwei wichtige Ämter des Landes einen Monat lang nur kommissarisch besetzt. Nachfolger für Chmara an der Spitze des SBU soll dessen ranghöchster Stellvertreter Olexandr Poklad werden. Poklad hat in der ukrainischen Öffentlichkeit jedoch einen zweifelhaften Ruf. Antikorruptionskämpfer beschuldigen den Mann, im vergangenen Sommer den Angriff auf die Unabhängigkeit der Ermittler des Nationalen Antikorruptionsbüros geführt zu haben. Nach Chmaras Wechsel ins Verteidigungsministerium führt er den SBU ebenfalls kommissarisch. Selenskyj: Strategischer Bomber tief in Russland zerstört Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen strategischen Bomber des Typs Tu-95 auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Engels zerstört. Die Basis liegt etwa 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Das Militärflugzeug sei von den russischen Streitkräften für Raketenangriffe auf die Ukraine eingesetzt worden, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. „Wir verteidigen uns gerecht und proaktiv“, erklärte der Präsident.Demonstrationen in der Ukraine halten anIn Kiew und anderen Städten der Ukraine dauern Demonstrationen gegen die Personalpolitik von Präsident Wolodymyr Selenskyj den dritten Tag in Folge an. Die Demonstranten fordern vor allem die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform meldete. Viele verlangten auch eine Entlassung des Oberkommandierenden der Armee, Olexander Syrskyj. Gemeinsames Zeichen der Proteste waren die Losungen auf braunen Papptafeln.Tote und Verletzte nach russischen RaketenangriffenIn der Ukraine sind bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut mehrere Menschen getötet und verletzt worden. „In Odessa wurden zwei Menschen getötet, als Folge des nächtlichen russischen Raketenangriffs auf ein Wohngebäude“, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. Es gebe auch fünf Verletzte. Bei einem Luftangriff in der ebenfalls im Süden gelegenen Region Saporischschja seien zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden.Insgesamt habe der Feind in der Nacht mehr als 130 Drohnen und acht Raketen eingesetzt, sagte Selenskyj. Betroffen gewesen seien mehrere Regionen. Gegen die Region Sumy im Nordosten habe Russland 15 Gleitbomben eingesetzt. Es gebe einen Verletzten. Wohnhäuser und andere zivile Infrastruktur seien beschädigt worden.Derweil meldete der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, den Beschuss von weiteren zwölf russischen Schiffen im Schwarzen Meer. Getroffen wurden demnach neun Frachter, ein Tankschiff, ein Gastransportschiff und ein Schlepper. Insgesamt steige damit die Zahl der seit dem 6. Juli angegriffenen Schiffe auf 159 - im Schwarzen Meer und dem mit ihm verbundenen Asowschen Meer. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar.Das russische Verteidigungsministerium bestätigte die Angriffe auf die Schwarzmeerhäfen Odessa und Tschornomorsk. Dabei sei auf die von den ukrainischen Streitkräften für die Verladung und Lagerung von Rüstungsgütern genutzte Hafeninfrastruktur und auf eine Drohnenproduktionsstätte gezielt worden. In Tschornomorsk sei auch ein Feuerlöschboot getroffen worden. Diese Angaben sind ebenfalls von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.In der Ukraine regt sich Unmut, nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj den beliebten Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow abgesetzt hat. Menschen protestieren gegen die Entscheidung auf der Straße, Regierungsmitglieder kündigen in Reaktion darauf ihren eigenen Rückzug an. Grund für die Entlassung ist ein Konflikt zwischen Fedorow und dem Armeechef Olexandr Syrskyj. Der F.A.Z.-Korrespondent Stefan Locke hat aufgeschrieben, was dahintersteckt und in welcher Lage Selenskyj jetzt ist. Den Text lesen Sie hier. Präsident Selenskyj hat Nachfolger von Fedorow ausgewähltAuf Mychajlo Fedorow soll Ewhenij Chmara als ukrainischer Verteidigungsminister folgen. Der Präsident schrieb am Donnerstagabend in sozialen Medien, er habe Chmara beauftragt, „die Aufgaben des Ministers wahrzunehmen, die Reform des Verteidigungssektors fortzusetzen und all die Ergebnisse für die Ukraine zu sichern, über die wir gesprochen haben.“ Er werde sich „an die Abgeordneten wenden“, um für Unterstützung für die Ernennung zu werben. Die Kandidatur werde bald im Parlament eingereicht, so Selenskyj weiter. Bis zur Absolvierung aller rechtlichen Verfahren werde Chmara das Ministerium geschäftsführend leiten. Gemäß Verfassung hat der Präsident das Vorschlagsrecht für den Posten des Verteidigungsministers. Chmara leitete den Geheimdienst SBU seit Januar geschäftsführend. Er gilt als Experte für Drohneneinsätze im russischen Hinterland und hat den Rang eines Generalmajors inne. Dem ukrainischen Gesetz nach muss der Minister jedoch ein Zivilist sein. Zelenskiy / OfficialЩойно обговорили з Євгенієм Хмарою виконання наших далекобійних операцій проти Росії і забезпечення безпекових підрозділів та Сил оборони України необхідними засобами. Важливо, що є стратегічне бачення, як Україні активно діяти й надалі для захисту нашої незалежності і примусу Росії до дипломатії. Євгеній Хмара здобув великий, багато в чому безпрецедентний досвід у проведенні технологічних ударних операцій. Саме на цьому має зосереджуватись наша оборона у цій війні. Звісно, ми продовжимо реалізовувати всі активні програми для розвитку і зміцнення наших Сил оборони, від прямого фінансування бойових бригад і справедливого розподілу особового складу для бригад до максимального забезпечення НРК всіма типами дронів і оперативної реалізації домовленостей з партнерами. Вважаю, що в наявних умовах реальна результативність у далекобійності, реально сильна безпекова робота, яка гарантуватиме контроль за внутрішньою ситуацією у складових Сил оборони, та реальний досвід управління людьми в Центрі спеціальних операцій «Альфа» Служби безпеки України мають стати перевагою і на посаді міністра оборони України. Доручив Євгенію Хмарі виконувати обовʼязки міністра, продовжити реформування сфери оборони і забезпечити Україні всі ті результати, про які ми говорили. Після того як необхідні юридичні процедури будуть дотримані, буду звертатись до парламентарів за підтримкою Євгенія Хмари на посаду міністра оборони України. Слава Україні!t.meExterner InhaltBeim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen.Klymenko als Nachfolger Federows nicht sicher Noch gibt es viele Zweifel daran, dass Klymenko wirklich der neue Verteidigungsminister wird. Seine Sprecherin hatte geäußert, dass man vom Vorschlag des Präsidenten „überrascht“ gewesen sei. Der Korrespondent der Financial Times schreibt nun unter Berufung auf eigene Quellen im Umfeld des Präsidenten, Klymenko sei keine Option für den Posten mehr. Polen fängt russische Kampfflugzeuge abDie polnische Luftwaffe hat nach Militärangaben drei Tage in Folge russische Kampfflugzeuge über der Ostsee abfangen müssen. „Die Russen testen wieder die Leistungsfähigkeit unserer Flugabwehrsysteme“, schrieb Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf dem Portal X. Die russischen Erkundungsflüge vor der Küste des NATO-Mitglieds Polen haben Warschauer Angaben zufolge nach einer Pause wieder zugenommen. Parlament stimmt Kabinettumbau zuIm Rahmen eines von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingeleiteten Kabinettumbaus hat das ukrainische Parlament einer neuen Regierung zugestimmt. Für die insgesamt 16 Minister stimmte eine deutliche Mehrheit von 264 Abgeordneten. 226 wären notwendig gewesen. Die Kandidaturen wurden vom kurz vorher bestätigten Regierungschef Serhij Korezkyj vorgestellt und in einem Paket zur Abstimmung gestellt.Ausgenommen sind der Außen- und der Verteidigungsminister. Für diese hat Selenskyj gemäß Verfassung das Vorschlagsrecht. Erwartet wird, dass der bisherige Außenminister Andrij Sybiha seinen Posten behält. Für die Leitung des Verteidigungsressorts ist der ehemalige Innenminister Ihor Klymenko im Gespräch. Selenskyj will Frage nach einem Nachfolger gründlich prüfenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj prüft nach eigenen Angaben noch die Nachfolge für den entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Der bisherige Innenminister Ihor Klymenko sei einer von mehreren Kandidaten, die zur Diskussion stünden, sagt Selenskyj. Er werde die Angelegenheit abermals prüfen. Dem Parlament lägen noch keine offiziellen Vorschläge vor. Russland hat Leichname übergebenRussland hat der Ukraine 501 Leichname übergeben, bei denen es sich um getötete Soldaten handeln soll. Das Rote Kreuz habe dabei geholfen, den Austausch zu ermöglichen, erklärte das Zentrum für Kriegsgefangene in Kiew am Donnerstag. Die Ukraine spricht erst nach einer Identifizierung der Toten von Soldaten. Bei Anschlag verletzter Oligarch bezichtigt ukrainischen Militärgeheimdienst der TatDer ukrainische Geschäftsmann, der bei der Explosion in Monaco vor zwei Wochen schwer verletzt worden ist, bezichtigt den ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR der Tat. „Aufgrund der uns vorliegenden Ermittlungsergebnisse haben wir keinen Zweifel daran, dass aktive Offiziere der Hauptnachrichtendienstabteilung des ukrainischen Verteidigungsministeriums, allgemein bekannt als HUR, direkt an diesem Attentatsversuch beteiligt waren“, heißt es in einem von Wadym Jermolajew über seine Anwälte verbreiteten Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Beteiligt gewesen seien „Personen aus dem Umfeld der derzeitigen und ehemaligen Führung des Dienstes“, schreibt der Geschäftsmann, der von einem gezielten Mordversuch spricht. Die mit dem Fall befassten Staatsanwaltschaften in Monaco und im französischen Nizza ermitteln wegen versuchten Mordes und einer Sprengstoffstraftat. Sie äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Anschuldigungen und dem aktuellen Stand ihrer Ermittlungen. Zu der Tat war es abends am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco gekommen. Zuvor hatte eine Person dort ein Paket abgelegt, das explodierte, als Jermolajew zusammen mit seiner Partnerin und einem Sohn das Gebäude verließ. Alle drei wurden dabei schwer verletzt. Wadym Jermolajew (58) ist seit Dezember 2023 mit ukrainischen Sanktionen belegt, Präsident Wolodymyr Selenskyj warf ihm Kooperation mit Russland vor. Nach der Explosion Ende Juni war nach einer tatverdächtigen Ukrainerin mit Wohnsitz in Deutschland gefahndet worden. Wenige Tage später wurde die Frau erschossen in der Ukraine aufgefunden. Im Rahmen der Ermittlungen wurden zwei Personen festgenommen. Sie sind Offiziere des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Proteste gegen Personalpolitik von Selenskyj am dritten Tag | FAZ
Demonstranten fordern die Rückkehr vom Verteidigungsminister +++ Selenskyj nennt Nachfolger nach Absetzung des Verteidigungsministers +++ Nach Straßenprotesten: Budanow ruft zur Einigkeit auf +++ alle Neuigkeiten im Liveblog











