Proteste gegen die Absetzung des Verteidigungsministers Im Zentrum von Kiew gehen Menschen gegen die Absetzung von Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister auf die Straße. Die Demonstranten versuchen offenbar an die erfolgreichen Proteste gegen die Entmachtung der Antikorruptionsbehörden im vergangenen Jahr anzuknüpfen. Die Demonstranten haben denselben Versammlungsort in der Nähe des Präsidialamts gewählt, halten abermals selbstgebastelte Pappschilder in die Höhe. Zu der Demonstration am frühen Morgen hatten reichweitenstarke Akteure in den sozialen Medien aufgerufen. Im Livestream des ukrainischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens können Sie sich selbst ein Bild der Kundgebung machen.Selenskyj veröffentlicht Bilanz der Angriffsnacht Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verbreitet derweil zahlreiche Fotos, auf denen die Auswirkungen der nächtlichen russischen Angriffe zu sehen sind. Dem Präsidenten zufolge setzten die Russen in der Nacht auf Donnerstag 13 Raketen ein, (davon 8 ballistische Raketen), sowie 151 Drohnen. Allein im Juli habe es schon sechs Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew gegeben. In Kiew gebe es zwei Todesopfer, fünf weitere wurden verletzt (darunter ein Kind). Zelenskiy / OfficialУ Києві станом на зараз відомо про двох загиблих через ракетний російський удар цієї ночі. Мої співчуття рідним і близьким. Пʼятеро поранених, і серед них дитина. Росіяни пошкодили багатоповерхівку, складські приміщення, автомобілі. Через російські удари по Харківщині чотири людини поранено. Дронами та авіабомбою атакували область. Пошкоджені звичайні житлові будинки, абсолютно цивільні обʼєкти: кінотеатр, тенісні корти. По звичайному парку вдарили у Сумах, в регіоні атакували тракторну бригаду. У Запоріжжі пошкоджені багатоквартирні будинки. Є пошкодження на об’єктах енергомережі на Вінниччині, Житомирщині, Миколаївщині та Донеччині. Загалом росіяни застосували 13 ракет, з них 8 – балістичні, і 151 дрон. Лише за липень цієї ночі вже була шоста балістична атака по Києву. У Москві розраховують на терор балістикою та продовжують удари, і дуже важливо зараз прискорюватися з постачаннями перехоплювачів до ППО. Кожен пакет має значення, і все, про що ми домовились з партнерами, повинно надходити вчасно. Оперативність цих постачань дозволяє захищати життя наших людей і збивати російське бажання воювати далі. Дякую всім, хто допомагає.t.meExterner InhaltBeim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen.Rücktritt aus ProtestDer stellvertretende Kommandeur der Luftstreitkräfte hat aus Protest gegen die Absetzung Fedorows seinen Rücktritt eingereicht. Pawel Elisarow schrieb in sozialen Medien, Fedorows Entlassung und die damit einhergehende Blockade von Reformen bei der Flugabwehr werde zu zahlreichen Opfern und Zerstörungen führen. Fedorows Rücktritt sei ein „großes Übel für die Verteidigungsfähigkeit des Landes“. Veteran rief zu morgendlichem Protest aufDer Veteran Dmytro Kosiatinskyj hat am Mittwochabend zu Protesten mit Pappschildern am Ivan-Franko-Platz aufgerufen. Der Platz vor dem Kiewer Ivan-Franko-Theater ist einer der nächstgelegenen Orte zum Präsidialamt im abgeriegelten Regierungsviertel. Schnell schlossen sich Aktivisten in anderen Städten an. Kosiatinskyj schrieb es sei „nicht mehr hinnehmbar, was mit unserer Regierung geschieht.“ Der Verteidigungsminister werde „inmitten von (endlich!) effektiven Reformen“ seines Amtes enthoben. „Nehmt Plakate mit und vergesst nicht, dass dies ein friedlicher Protest ist“, fügte er hinzu. Protestaktionen soll es am Vormittag auch in Charkiw, Lemberg, Odessa, Dnipro, Saporischschja, Riwne, Iwano-Frankiwsk, Tscherkassy, Poltawa, Luzk, Tscherniwzi, Ternopil, Winnyzja und anderen Städten geben. Starmer reist zu Selenskyj nach KiewDer scheidende britische Premierminister Keir Starmer reist ‌am Donnerstag zu Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach Kiew. Dies ‌sei einer ‌der letzten Auslandsbesuche in Starmers Amtszeit, teilte sein Büro mit. Starmer wolle mit Selenskyj über die ​Fortschritte bei der militärischen ⁠Ausrüstung der Ukraine sprechen. Zudem werde erörtert, worauf sich die ​Verbündeten künftig konzentrieren sollten, heißt es in ⁠der Erklärung weiter. ‌Starmer wird am Montag von seinem Amt zurücktreten. Sein Nachfolger soll der Labour-Politiker Andy ⁠Burnham werden. Robert DikomeitAbermals Tote nach russischen Angriffen in SaporischschjaIm südostukrainischen Gebiet Saporischschja sind mindestens fünf Zivilisten durch russische Angriffe getötet worden. Allein in der gleichnamigen Gebietshauptstadt seien 3 Menschen ums Leben gekommen und 15 verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Zuvor hatte er über zwei getötete Männer infolge von Angriffen mit ferngesteuerten Drohnen in der frontnahen Stadt Orichiw informiert.Die Großstadt Saporischschja ist ebenso nur etwas über 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Aufgrund der ständigen russischen Angriffe mit Drohnen, Bomben und Raketen herrscht in der Industriestadt fast rund um die Uhr Luftalarm.Selenskyj schlägt Naftogaz-Chef Korezkyj als neuen Ministerpräsidenten vor Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den ​Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, zum neuen Ministerpräsidenten nominieren. ⁠Die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit hätten für das Land oberste Priorität, sagte Selenskyj am Mittwoch in Kiew. „Die Prioritäten sind klar – ‌die Vorbereitung auf den Winter“, erklärte er. Nach allen Konsultationen sei Korezkyj der am besten geeignete Kandidat für das Amt. Das ‌Parlament soll voraussichtlich ‌am Donnerstag über die Personalie abstimmen. Eine Zustimmung gilt als sicher, da Selenskyjs Partei über die Mehrheit der Mandate verfügt. Selenskyj hatte die bisherige ​Regierungschefin Julija Swyrydenko in dieser ⁠Woche nach einem Jahr im Amt entlassen. Das Parlament nahm ihr Rücktrittsgesuch am Dienstag ​an.Der Rücktritt der Ministerpräsidentin zieht automatisch die Demission des gesamten Kabinetts nach ⁠sich. Daher wird ‌mit einer umfassenden Regierungsumbildung gerechnet. Besonders im Fokus steht dabei die Zukunft von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Er leitet das Ministerium seit ⁠sechs Monaten und ⁠gilt als Förderer technologischer Innovationen. Selenskyj ließ offen, ob Fedorow im Amt ⁠bleibe. ​Er ⁠kündigte für Mittwochnachmittag Gespräche mit dem ​Minister und der Armeeführung an. Die politische Umgestaltung ‌fällt in eine Phase, in der die Ukraine im Abwehrkampf gegen ​Russland vermehrt auf Angriffe mit ​Langstreckendrohnen setzt. Ukraine greift wichtiges Kraftwerk auf der Krim anDas ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge ein Kraftwerk in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel ​Krim angegriffen. Bei der nächtlichen Attacke sei das Wärmekraftwerk Balaklawa getroffen worden, teilten die ukrainischen Spezialkräfte auf Telegram mit. Die Anlage ist für fast die Hälfte der Stromerzeugung auf der Halbinsel verantwortlich. Nach ukrainischen Angriffen wurde in Sewastopol stundenweise der Strom ⁠abgeschaltet. Die von Russland eingesetzten Behörden hatten am Dienstag mitgeteilt, dass die Stromversorgung vorerst auf zwei Stunden begrenzt ist, gefolgt von sechsstündigen Ausfällen.EU und Ukraine schließen Drohnen-Deal Vor dem Hintergrund weiterer massiver ukrainischer Angriffe auf russische Schiffe und andere Ziele schließen die EU und Kiew eine neue Partnerschaft zur gemeinsamen Produktion von Drohnen. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Kiew ankündigte, geht es darum, Stärken miteinander zu verbinden. Das Wissen, das die Ukraine über den Einsatz von Drohnen- und Drohnenabwehrsystemen erworben habe, sei wahrhaft einzigartig, sagte sie. Europa verfüge hingegen über enorme technologische und industrielle Kapazitäten und habe sichere und geschützte Produktionsstandorte, die zur Ausweitung der Fertigung beitragen könnten.„Die Ereignisse hier und in anderen Teilen der Welt haben uns gezeigt, wie wichtig es für unsere Sicherheit ist, einsatzerprobte Drohnensysteme schnell und in großer Stückzahl bereitstellen zu können“, sagte sie mit Blick auf die Kriege in der Ukraine und in Iran. Ziel des „Drohnen-Deals“ sei es, die nötigen Impulse zu geben, um Investitionen und Produktion entscheidend zu steigern.Neben von der Leyen trafen auch mehrere Staats- und Regierungschefs aus Südosteuropa in Kiew zu einem Gipfel ein. Es gehe darum, das politische Zusammenspiel und die Kooperation im Sicherheits- und Verteidigungsbereich zu stärken, teilte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit.Mehr ladenTickarooLive Blog Software