Der Kanzler will den Fall von Jens Spahns Leihmutterbaby am Montag im CDU-Präsidium zum Thema machen, der Fraktionschef spielt dagegen offenbar auf Zeit. Via »Bild«-Zeitung meldet er sich zu Wort und reagiert auch auf die Rücktrittsforderungen.
17.07.2026, 16.50 Uhr
Unionsfraktionschef Jens Spahn
Seine Entscheidung für eine Leihmutterschaft hat Jens Spahn heftige Kritik eingebracht und sorgt auch in den eigenen Reihen für massive Irritationen. Der CDU-Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern fordert den Unionsfraktionschef sogar zum Rücktritt auf. Nun reagiert Spahn auf die Empörung. In einem »Bild«-Podcast sagte Spahn zu seiner politischen Zukunft: »Am Ende kann ja nur die Fraktion darüber entscheiden, wie es weitergeht.« Er werde die Frage »mit der Fraktion natürlich erörtern, wenn wir uns im September wiedersehen«.
Zugleich betonte Spahn: »Für mich ist jedenfalls eins klar: Für mich gibt es, und das wird mir jede Stunde immer bewusster, nichts Wichtigeres als meine Familie.«Schon deutlich früher als September will sich Kanzler Friedrich Merz mit der Sache befassen. Er kündigte an, das Thema CDU-intern aufzuarbeiten. Er sehe nicht, dass an der geltenden Rechtslage zur Leihmutterschaft »Änderungen vorgenommen werden sollen«, sagte Merz. »Und alles weitere werden wir in der nächsten Sitzung des Präsidiums der CDU Deutschlands besprechen.« Der Termin ist für Montag geplant.











