Ein Ingenieursteam der Northwestern University hat die schnell um die eigene Achse rotierende Drohne „Phantom Twist“ entwickelt, die das Konzept der Bewegungsunschärfe ausnutzt, um nahezu unsichtbar zu wirken. Sie ist zwar immer noch sichtbar, verschwimmt aber stark mit ihrer Umgebung.

Die optische Tarnung fliegender Drohnen ist ein schwieriges Unterfangen. Die meisten Ansätze – etwa durch die Verwendung transparenter Materialien oder lichtbrechender optischen Systeme – sind mäßig erfolgreich. Die Forscher der Northwestern University machen sich bei der „Phantom Twist“-Drohne die Trägheit des menschlichen Auges zunutze, wie sie in der Studie „Computational Design of a Low-Visibility UAV Using a Human-Aligned Perceptual Metric“ (PDF) schreiben, die auf dem Kongress „Robotics Science and Systems“ in Australien vorgestellt wurde, der vom 13. bis 17. Juli stattfindet.

Die „Phantom Twist“-Drohne rotiert pro Sekunde etwa 25-mal um die eigene Achse. Dadurch kann sie das menschliche Auge nur schwer erfassen. Die Drohne verschmilzt dabei nahezu mit dem Hintergrund und ist nur noch als schemenhafter Fleck zu erkennen.

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