Die Kliniken sind auf Rekordtemperaturen nicht vorbereitet. Überall fehlt es an Klimaanlagen und Hitzeschutzkonzepten – und natürlich fehlt auch das Geld.
Große Fensterflächen, keine Klimaanlage: Krankenhäuser in Deutschland sind schlecht gerüstet gegen Extremhitze
Manuel Kamuf/imagebroker/imago
Die jüngste Hitzewelle im Juni, mit tagelangen Rekordtemperaturen von über 40 Grad und tausenden hitzebedingten Todesfällen, hat offenbar werden lassen: Gerade der Gesundheitssektor ist den Herausforderungen des Klimawandels nicht gewachsen. Viele Notaufnahmen und auch der Rettungsdienst waren extrem belastet. Krankenhäuser kämpften mit extrem aufgeheizten Behandlungsräumen und Stationen, weil Klimaanlagen eher die Ausnahme als der Standard sind.
Dass jetzt fast ausschließlich über flächendeckende Innenraumkühlung gesprochen werde, sei aber kurzsichtig und eine reine Krisenreaktion, sagt Andrea Narkoinz von Verein Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit. In jedem Fall, so Narkoinz, sei es kein schlüssiges Konzept – auch, weil eine derartige Klimatisierung nicht von heute auf morgen implementierbar wäre. „Das sind Investitionen, die Milliarden kosten werden und bis zur Umsetzung viele Jahre dauern.“ Gleichzeitig würden „Gesetze beschlossen, die die ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung einschränken. Das ist auch kommunikativ schlecht: Natürlich versteht das kein Mensch.“








