Stand: 16.07.2026 • 16:17 Uhr

Acht Jahre nach dem Einsturz der Morandi-Autobahnbrücke in Genua ist der Ex-Chef des Autobahnbetreibers zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht sprach ihn schuldig, Wartungsarbeiten vernachlässigt zu haben. Außerdem wurden 32 Angeklagte verurteilt.

Fast acht Jahre nach dem Einsturz der Morandi-Autobahnbrücke in Genua hat ein italienisches Gericht den ehemaligen Vorstandschef des italienischen Autobahnbetreibers Autostrade per l’Italia (ASPI) zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der 66-Jährige Giovanni Castellucci sitzt wegen eines tödlichen Busunglücks auf einer anderen Autobahn bereits im Gefängnis.

Castellucci sieht die Schuld nicht bei sich. "Ich fühle mich verantwortlich, aber nicht schuldig", sagte er vor den Richtern. Diese blieben mit ihrem Urteil weit hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft zurück. Diese hatte für Castellucci 18 Jahre Gefängnis gefordert.

Der frühere Vizechef des Unternehmens, Paolo Berti, erhielt eine Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren. Und der für Instandhaltung zuständige damalige ASPI-Manager Michele Mitelli, die Nummer drei in dem Unternehmen, muss elf Jahre ins Gefängnis.