Stand: 16.07.2026 • 17:59 Uhr
Vor acht Jahre stürzte die Morandi-Brücke in Genua zusammen, 43 Menschen starben. Nun ist ist der Ex-Chef des Autobahnbetreibers verurteilt worden. Betroffene sehen das Urteil mit gemischten Gefühlen.
Zu zwölf Jahren Haft haben die Richter in Genua den Hauptangeklagten verurteilt. Giovanni Castellucci ist der ehemalige Geschäftsführer von Autostrade per l’Italia, der Firma, die die Morandi-Brücke in Genua betrieben hat. Ihm wird vorgeworfen, von den Mängeln gewusst zu haben und die Arbeiten an dem später eingestürzten Pfeiler verschoben zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte 18 Jahre Haft gefordert.
Anwohner findet Urteil zu milde
Giuseppe Rodinò blickt mit gemischten Gefühlen auf dieses Urteil: Positiv, weil es endlich ein Urteil gibt. Aber es sei viel zu milde ausgefallen, sagt er. 40 Jahre lang hat Rodinò unter der Morandi-Brücke gewohnt. Als im August vor acht Jahren ein Brückenpfeiler zusammenbricht, ist er gerade zu Hause. Er bekommt mit, wie ein Großteil der Fahrbahn einstürzt und die Autos mitreißt, die gerade auf ihr fahren.










