Als der langjährige Adidas-Chef Herbert Hainer 2019 zum Präsidenten des FC Bayern gewählt wurde, versprach er, der Verein werde unter seiner Führung kein „kickender Konzern“. Die anwesenden Mitglieder dankten ihm mit viel Applaus, und Hainer hält Wort. Als einziger internationaler Spitzenklub ist der FC Bayern wirtschaftlich nicht abhängig oder gar in der Hand von angloamerikanischen Heuschrecken, profilneurotischen Milliardären oder arabischen Staatsfonds, die Spitzenfußball als strategisches Instrument zur Imagepolitur ihrer politischen Systeme missbrauchen. Die drei externen Anteilseigner des FC Bayern – Adidas, Audi und Allianz – sind weit davon entfernt, im Verein durchzuregieren. Bei allen gelegentlichen Unwuchten (umstrittenes Katar-Sponsoring) gelingt den Münchnern die Balance zwischen Kommerzialisierung, sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg sowie der Bewahrung der eigenen Fußballkultur. Noch.
WM der Spitzenverdiener – der Fifa geht es längst nicht mehr um Sport und Fans
Die Fifa hat aus dem wichtigsten Fußballturnier ein seifiges Show-Event gemacht. Es geht jetzt um das Geld der Investoren.








