AfD-NRW-Landeschef Vincentz und Parteikollege Tritschler (im Hintergrund) bei einer Landtagssitzung im Jahr 2022

Die AfD ist vorerst damit gescheitert, einen internen Machtkampf in ihrem Landesverband in Nordrhein-Westfalen zu befrieden. Wie die »Zeit« berichtet, wurde ein Meditationsgespräch in den Räumen der Fraktion im Düsseldorfer Landtag nach »nur fünf bis acht Minuten« abgebrochen. Weitere Gespräche habe es danach nicht gegeben.

Die bereits seit Längerem schwelenden internen Auseinandersetzungen in dem Landesverband waren am vergangenen Wochenende auf dem Landesparteitag in Marl eskaliert. Die Veranstaltung war im Chaos geendet, Fraktionskollegen hatten sich etwa körperliche Übergriffe, Beleidigungen und Einschüchterungsversuche vorgeworfen. Die beiden Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich und Knuth Meyer-Soltau stellten Strafanträge gegeneinander.

An dem Schlichtungsgespräch hatten nun laut »Zeit« die Vertreter der beiden Lager teilgenommen: NRW-Landeschef Martin Vincentz und sein Kontrahent Sven Tritschler, der seit neuestem Mitglied des AfD-Bundesvorstands ist.

Lager stehen jeweils Weidel und Chrupalla naheVincentz gilt als eher gemäßigter AfD-Vertreter, steht dem Co-Bundeschef Tino Chrupalla nahe. Das Lager um Tritschler, dem auch der völkisch-rechtsextreme Matthias Helferich angehört, ist dagegen mit der anderen Bundes-Co-Chefin Alice Weidel verbündet.