Peter Altmaier ist ein beliebter Talkshow-Gast. Jüngst durfte der Christdemokrat wieder bei Markus Lanz im ZDF über gutes und besseres Regieren schwadronieren. Früher handelte man Altmaier als Angela Merkels „Allzweckwaffe“. Die Berliner Journalisten vergötterten ihn als letztes „Ur-Viech“ der Politik. Was hat der Saarländer nicht alles für Jobs unter Merkel gemacht: Kanzleramtschef war er, Umweltminister, Wirtschaftsminister, kurzzeitig sogar Finanzminister.
Tatsächlich war Altmaier immer nur Lückenfüller und Aussitzer. Weniger Allzweckwaffe, sondern vielmehr Merkels williger Handlanger. Sobald es konkret wurde und inhaltliche Arbeit gefragt war, verkrümelte sich Altmaier stets. Im Verwalten war Altmaier immer top, als Gestalter ein Flopp. So etwa als Energieminister. Oder in der Flüchtlingskrise, als er Merkels Doktrin vom „Wir schaffen das“ durchdrückte. Ein Blick zurück.
„Fridays for Future“ weckt Altmaier aus dem Winterschlaf
Im Sommer 2019 steht der Klimaschutz auf der öffentlichen Agenda ganz oben. Die Proteste von „Fridays for Future“ haben damals starken Zulauf. Jeden Freitag demonstrieren sie vor Altmaiers Wirtschaftsministerium in der Invalidenstraße. In den Umfragen liegen die Grünen mit 27 Prozent plötzlich vor der Union. Da erwacht sogar Peter Altmaier aus seinem bis dahin über einjährigen Winterschlaf als neuer Bundeswirtschaftsminister.










