Für 50 Millionen Dollar ging ein T-Rex-Skelett an einen anonymen Bieter. Das ist eine schöne Nachricht für Schatzsucher und eine schlechte für die Forschung.

Seine Knochen sind Gold wert: T-Rex „Gus“

Matthew Sherman/Sotheby's/ap

Schätzungsweise 67 Millionen Jahre soll der Tyrannosaurus rex, den sie jetzt „Gus“ nennen, unter der Graslandschaft im Nirgendwo von South Dakota gelegen haben. Man hätte ihm auch ein paar Jahre mehr gegönnt, denn die Ära, in der wieder auf die Beine gestellt wird, ist keine schöne: Donald Trump, Hydration Breaks bei der Fußball-WM und das neue Album von Kanye West. Im Fall „Gus“ gilt womöglich tatsächlich: Ganz früher war alles besser.

Bei den Sammlern und Jägern von heute stehen Dinos hoch im Kurs. Fragen Sie nicht warum, schließlich kann auch niemand schlüssig erklären, warum ein Bild von Picasso Millionen wert ist. Vielleicht liegt es am neuen Hype, den der letzte „Jurassic Park“-Film ausgelöst hat. Aber gut, in Zeiten, in denen alles immer größer und mehr sein muss, nimmt es nicht wunder, wenn auch für Dinosaurier-Fossilien Rekordsummen fließen. T-Rex „Gus“ kam jetzt für 50 Millionen Dollar bei Sotheby's in New York unter den Hammer, gekauft von einem anonymen Anrufer. Davon kassierte das Aktionshaus selbst knapp 7 Millionen an Gebühren.