Stand: 15.07.2026 • 18:23 Uhr

Gesundes Essen und Bewegung können einer Demenzerkrankung vorbeugen - aber etwa auch soziale Kontakte, wie die Forschung mittlerweile weiß. Die WHO hat ihre Empfehlungen aktualisiert und benennt auch Risikofaktoren.

Bewegung, gesunde Ernährung und ein aktives Sozialleben können das Demenzrisiko senken, Rauchen und Alkohol haben den gegenteiligen Effekt. Was gut für die allgemeine Gesundheit ist, schützt also auch vor Demenz und anderen kognitiven Beeinträchtigungen, schreibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf in ihren neuen Empfehlungen zur Vorbeugung solcher Erkrankungen.

Damit aktualisiert die WHO nach eigenen Angaben die ersten Leitlinien aus 2019 um den neusten Stand der Forschung. Seitdem habe es einen "erheblichen Zuwachs an wissenschaftlichen Erkenntnissen" gegeben. "Wir wissen heute mehr denn je darüber, was das Demenzrisiko beeinflusst, und diese Leitlinien setzen dieses Wissen in konkrete Maßnahmen um", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus laut Mitteilung.

Bis zu 45 Prozent des Demenzrisikos sei auf Faktoren zurückzuführen, die der Mensch beeinflussen könne, heißt es in den Empfehlungen. Weltweit leben nach WHO-Angaben rund 57 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung - Tendenz steigend. Medikamente, die die Krankheit heilen können, gibt es bisher nicht.