Hintergrund

Stand: 15.07.2026 • 13:05 Uhr

Der Weg zu Chinas Stellung als größte Exportnation der Welt führte auch über eine lange geplante Währungspolitik. Doch der Yuan hat mittlerweile aufgewertet gegenüber dem Euro. Was heißt das für die deutsche Wirtschaft?

Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert sehr deutlich, dass Chinas Währung, der Yuan unterbewertet ist - und dadurch auch die deutsche Wirtschaft leidet. Denn ein schwacher Yuan macht Chinas Produkte im Ausland billiger als die deutschen.

Merz prangert an, dass die chinesische Währung künstlich um 20 bis 30 Prozent niedriger bewertet wird, als die tatsächlichen Wirtschaftsdaten Chinas das nahelegen würden, um chinesischen Produkten damit unfaire Handelsvorteile zu verschaffen. Beim EU-Gipfel in Brüssel im Juni forderte Merz konkrete Verhandlungen mit der kommunistischen Führung in Peking, um wettbewerbsverzerrende Bedingungen zu korrigieren. Dazu gehören auch Subventionen, die dafür sorgen, dass die chinesische Konkurrenz preisgünstiger produzieren kann.