»Der Platz von Bulgarien ist nicht dort«: Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew weicht von der europäischen Linie im Ukrainekrieg ab. Der Ex-Kampfpilot verlangt eine diplomatische Mission.
15.07.2026, 06.23 Uhr
Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew
Der EU- und Nato-Mitgliedstaat Bulgarien hat eine Teilnahme an der »Koalition der Willigen« zur Unterstützung der Ukraine abgelehnt. »Der Platz von Bulgarien ist nicht dort«, sagte der neue bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew am Dienstag in Paris einem Bericht des Bulgarischen Nationalen Fernsehens BNT zufolge. Bulgarien nehme nicht an einer Koalition teil, die auf eine Fortsetzung der finanziellen und militärischen Hilfe für die Ukraine bestehe, erläuterte Radew. Er habe eine Einladung von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron zur Beteiligung an einer »Koalition der Willigen« erhalten, hielte sich aber in Paris anlässlich des französischen Nationalfeiertags auf.
Zum Ukrainekrieg sagte der frühere Kampfjetpilot und Chef der bulgarischen Luftstreitkräfte Radew: »Die Lösung dieses Konflikts ist nicht in seiner Verlängerung mit militärischen Mitteln, sondern in einer starken diplomatischen Mission, die ein Ende der Eskalation setzt.«











