Der Zürcher Komiker Hamza Raya hat eine Anzeige aus Deutschland am Hals, weil er rassistische Witze macht. Sein jüdischer Freund sagt: «Es ist lächerlich»Sein Fall befeuert die Debatte, wie weit Satire gehen darf. Rayas Unterstützer sind bereit, ihn juristisch «durch alle Instanzen zu führen».15.07.2026, 05.00 Uhr4 LeseminutenDer Muslim Hamza Raya (links) und der Jude Sam Friedman haben gemeinsam ein Video aufgenommen, in dem sie einander rassistische Witze erzählen.Screenshot Youtube; Bearbeitung NZZaSDie Bitte erfolgt gleich zu Beginn des Videos. «Dreht nicht gleich durch, ja?», sagt Hamza Raya in die Kamera. Der Komiker weiss: Was jetzt folgt, kann empfindliche Gemüter irritieren.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Raya sitzt an einem schmalen Tisch in seiner Wohnung in Zürich Altstetten, ihm gegenüber sein guter Freund Sam Friedman. Hamza Raya ist Muslim mit libanesischen Wurzeln, Friedman Schweiz-Israeli und Jude. In dem Video, das sie im Januar 2024 auf Youtube gestellt haben, erzählen sie sich rassistische Witze.Friedman: Was ist das Lieblingsauto eines Arabers? – Ein 911er.Raya: Was ist der liebste Feiertag eines Juden? – Aschermittwoch.So geht das sieben Minuten lang. Zwischendurch biegen sich die beiden vor Lachen.Raya und Friedman, seit vielen Jahren befreundet, haben das Video drei Monate nach dem Terrorangriff der Hamas auf Jüdinnen und Juden in Israel aufgenommen. Als Zeichen der Völkerverständigung. Als Zeichen, dass Muslime und Juden Freunde sein können. Es ist als Satire gemeint. Am Schluss sagt Friedman in die Kamera: «Make hummus, not war.»Und damit auch wirklich klarwird, dass das Video nicht ernst gemeint ist, ist es mit einem Hinweis versehen. Man unterstütze Islamophobie und Antisemitismus «in keinster Weise».
Zürich: Anzeige gegen Komiker Hamza Raya wegen rassistischer Witze
Sein Fall befeuert die Debatte, wie weit Satire gehen darf. Rayas Unterstützer sind bereit, ihn juristisch «durch alle Instanzen zu führen».








