Es gibt einen Entwurf für den Bundeshaushalt 2027. Darin sinkt der Kultur- und Medienetat von rund 2,57 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf rund 2,36 Milliarden Euro. Das sind ungefähr acht Prozent, was sich in Zeiten allgemeinen Spardrucks nicht nach besonders viel anhört, und ohnehin wirken Kürzungen im Kulturbereich unter den gegenwärtigen Umständen – man denke an die drastischen Schnitte im Sozialbereich – lediglich wie eine Marginalie. Vielleicht lohnt es dennoch, sich für einen Moment zu vergegenwärtigen, was diese Kürzungen bedeuten. Gespart werden soll etwa im Bereich der Filmförderung, hier wird der Etat (»Anreiz zur Stärkung der Film- und Serienproduktion in Deutschland«) von 250 auf 214 Millionen Euro gekürzt. Von den vollmundigen Ankündigungen des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer, den »Filmstandort Deutschland« dauerhaft »international konkurrenzfähig« zu machen, ist also wenig übrig geblieben.
Kulturetat 2027: Deutschland sucht den Supersparer
Wolfram Weimer will in seinem Entwurf zum Kulturetat 2027 bei Reeperbahn Festival, Filmförderung und Popmusik kürzen. Interessant ist, wer mehr Geld bekommen soll.








