Berlin genehmigt sich einen tiefen Schluck aus der Schulden-Pulle, aber die Kultur geht dabei leer aus. Das ist die ernüchternde Botschaft des Haushaltsentwurfs für das nächste Jahr, den der Senat der Bundeshauptstadt gerade veröffentlicht hat. Oder soll man es als Tri­umph des politischen Willens verstehen, dass die Kürzungsvorgaben im Kulturetat für 2026 von 130 auf 110 Millionen Euro sinken, statt um dreißig Millionen zu steigen, wie es seit Februar angedroht war?