BildstreckeThomas Lohnes / GettyDas Hochwasser in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen war eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der jüngeren deutschen Geschichte.14.07.2026, 16.12 Uhr3 LeseminutenThomas Frey / DPAIm Sommer 2021 ereignete sich eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der jüngeren deutschen Geschichte. Im Ahrtal kam es in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli nach starken Regenfällen zu einer Sturzflut. Die Wassermassen zerstörten die Infrastruktur einer ganzen Region und beschädigten Zehntausende Häuser. 136 Personen starben in Rheinland-Pfalz, 49 in Nordrhein-Westfalen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die Innenstadt von Ahrweiler in Rheinland-Pfalz wurde durch die Flut völlig verwüstet, wie Bilder zwei Tage nach dem Unglück zeigen. Fünf Jahre später zeugt nichts mehr von dem Hochwasser.Boris Roessler / DPADie Flut riss Autos, Häuser und Leben mit sich und zerstörte die Infrastruktur weitgehend. Meterhoch türmten sich wenige Tage nach dem Hochwasser Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über die Ahr in Altenahr-Kreuzberg.Mittlerweile ist zwar die Eisenbahnbrücke neu aufgebaut worden, doch auch fünf Jahre nach der Flut ist der Wiederaufbau noch nicht abgeschlossen. Eine Aufnahme vom 10. Juni 2026.Boris Roessler / DPADer Anwohner Tim Himmes steht am 21. August 2021 vor dem stark beschädigten Haus seiner Familie in Schuld im Norden von Rheinland-Pfalz. Das Dorf wurde durch die Fluten grösstenteils verwüstet.Himmes und seine Schwester haben ihr beschädigtes Elternhaus laut Medienberichten wieder aufgebaut. Unten posiert er im Juni 2026 für ein Bild.Thomas Frey / DPADer Strassentunnel in Altenahr sowie die angrenzenden Infrastrukturen wurden durch das Hochwasser schwer getroffen. Die Flut hatte die Bundesstrasse, die durch das Ahrtal führt, hinter dem Tunnel weggerissen. Das Gasthaus wurde durch die Flut schwer beschädigt und später abgerissen.Nach langen Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten wurde der Tunnel im September 2022 wieder für den Verkehr freigegeben.Boris Roessler / DPADer Gastronom Wolfgang Ewerts sitzt, wenige Stunden nachdem die gewaltige Flutwelle sein Hotel im Dorf Insul zerstört hat, auf einem steinernen Wegekreuz, das ebenfalls von den Wassermassen umgerissen worden ist.Fünf Jahre später steht Ewerts vor seinem wiederaufgebauten Gasthof, an das Wegekreuz gelehnt. Sein ausgebautes Hotel sei schöner als vorher, sagte er im Juni der Deutschen Presse-Agentur. Mancher Gast frage ihn sogar: «Waren Sie überhaupt betroffen?»Boris Roessler / DPAAndere Gasthäuser kämpfen immer noch mit der Flut von vor fünf Jahren. Das Hotel «Zum schwarzen Kreuz» in Altenahr wurde von den Wassermassen schwer beschädigt.Im Juni 2026 ist der Gasthof immer noch geschlossen. Fenster und Türen sind verbarrikadiert. Der Eigentümer hat laut Medienberichten wenig Interesse daran, das Hotel zu restaurieren. Ein Angebot der Stadt, ihm das Gebäude abzukaufen, habe er abgelehnt. Denn der Wiederaufbaufonds – ein staatliches Finanzierungsprogramm zur Bewältigung der Schäden durch die Flutkatastrophe – garantiere ihm eine Förderung, die höher sei als der Kaufpreis, den ihm die Stadt bieten könne. Und die Förderung gilt auch, wenn der Besitzer irgendwo anders in Deutschland wieder aufbaut. So bleibt der Gasthof in Altenahr weiterhin eine Ruine.Thomas Frey / DPADer Friedhof von Ahrweiler wurde durch die Fluten massiv verwüstet. Schlamm, Geröll und Autowracks hatten rund 600 der 1700 Gräber beschädigt und die denkmalgeschützte Kapelle auf dem Areal zerstört. Wochenlang waren Soldaten der Bundeswehr mit der Räumung der Trümmer beschäftigt.Der Friedhof wurde mit rund 8,6 Millionen Euro Fördermitteln aus dem Sondervermögen «Aufbauhilfe 2021» wiederaufgebaut. Vier Jahre nach der Katastrophe wurde der Friedhof im Oktober 2025 wieder eingeweiht. Eine Drohnenaufnahme zeigt das restaurierte Gelände am 24. Juni 2026.Mit Agenturmaterial.