Stand: 14.07.2026 • 07:32 Uhr
Die Flut im Ahrtal legte schwere Mängel im Katastrophenschutz bloß. Pläne für den Ernstfall fehlten ebenso wie Geräte. Wer dafür Verantwortung trug - und was sich seither geändert hat.
"Was wäre gewesen, wenn…?" Noch heute kann sich Torsten Claesgens diesem Gedankenspiel nicht immer entziehen. Was, wenn er während der Flut und in den Tagen danach eine Drohne hätte steigen lassen können? Er war damals Chef der Freiwilligen Feuerwehr in Ahrbrück. Das Dorf war von der Außenwelt abgeschnitten, die Ahr nicht zu überqueren. Eine Drohne wäre Gold wert gewesen: "Um auf die andere Seite der Ahr zu kommen, um zu schauen: Was ist da los? Wie geht es den Leuten?"
Inzwischen hat die Feuerwehr Ahrbrück eine Drohne. Sie hat jetzt auch ein Quad, um in den Wäldern und Bergen rund ums Dorf schnell voranzukommen. Die Feuerwehrleute sind also besser ausgestattet - nicht nur für Hochwasser, sondern etwa auch für Waldbrände. Bloß: Dafür hat nicht der Staat gesorgt. Drohne und Quad wurden mit Spenden bezahlt.
Flutkatastrophe 2021












