Der US-Technologiekonzern IBM hat mit seinem vorläufigen Umsatz für das zweite Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlt. Die Aktie reagierte darauf mit massiven Kursverlusten und steuert auf den größten Tagesrückgang seit der Dotcom-Blase im Jahr 2000 zu.Das Unternehmen meldete am Dienstag einen Umsatz von 17,2 Milliarden US-Dollar – rund 700 Millionen weniger als prognostiziert. Nach einer zuvor stabilen Entwicklung gerät IBM damit an der Wall Street unter Druck und stellt die bisherigen Wachstumserwartungen infrage.
IBM-Aktie verliert 23 Prozent innerhalb weniger Stunden
Noch zu Wochenbeginn hatte die Aktie leicht zugelegt (+1,07 Prozent), doch nach Veröffentlichung der Zahlen brach sie deutlich ein und lag am Dienstag zeitweise mit über 23 Prozent im Minus (Stand: 14 Uhr). In Kombination mit der allgemeinen Korrektur im Technologiesektor summiert sich der Kursverlust seit dem Allzeithoch von rund 332 US-Dollar inzwischen auf mehr als 30 Prozent. Nach einem Schlusskurs von etwa 290 US-Dollar am Vortag fiel das Papier zwischenzeitlich auf 224 bis 236 US-Dollar und durchbrach damit wichtige langfristige Unterstützungslinien.
IBM hat sich in den vergangenen Jahren auf Technologielösungen für Unternehmen und Behörden spezialisiert. Das Geschäft stützt sich im Wesentlichen auf drei Bereiche: Hybrid-Cloud-Infrastrukturen, Unternehmenssoftware und KI-Anwendungen – darunter die Watson-Plattform – sowie IT-Beratung und Großrechensysteme. Parallel investiert der Konzern weiterhin in Forschung, etwa im Bereich Quantencomputing.










