Startseite

Unternehmen

IT

Technologiekonzern: IBM enttäuscht mit Quartalszahlen – KI-Boom kostet Aufträge Die vorläufigen Zahlen von IBM bleiben deutlich hinter den Investorenerwartungen zurück. Das setzt der Aktie stark zu.

14.07.2026 - 14:45 Uhr IBM enttäuscht Investoren mit seinen vorläufigen Zahlen. Foto: REUTERSEin massiver Investitionsschwenk der Kunden hin zu Künstlicher Intelligenz (KI) hat IBM überraschend schwache Quartalszahlen und einen Kurssturz eingebrockt. Die Aktien des US-Technologiekonzerns brachen am Dienstag im vorbörslichen Handel um fast 24 Prozent ein.Zuvor hatte das Unternehmen vorläufige Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt. Diese verfehlten die Schätzungen der Analysten deutlich. IBM rechnet mit einem Umsatzanstieg von einem Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt 17,86 Milliarden Dollar Umsatz erwartet. Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie dürfte mit 2,93 Dollar unter den prognostizierten 3,02 Dollar bleiben.Konzernchef Arvind Krishna räumte in einem Brief an die Investoren Fehler ein. Das Unternehmen sei bei der Anpassung an die veränderten Marktbedingungen ins Straucheln geraten. Zahlreiche Großaufträge seien deshalb nicht wie erwartet abgeschlossen worden. Vor allem das Infrastrukturgeschäft schwächelte mit einem Umsatzrückgang von sieben Prozent.Krishna zufolge schichteten Kunden Ende Juni ihre Budgets kurzfristig in Server und Speicher um. Sie wollten sich angesichts drohender Preiserhöhungen knappe Hardware sichern. Zudem seien die Käufer durch branchenweite Sorgen um die Cybersicherheit abgelenkt gewesen. Auch das Geschäft mit Großrechnern lief schlechter als erhofft.Trotz der Rückschläge verwies der Konzernchef auf Lichtblicke und milliardenschwere Investitionen in Zukunftstechnologien. So legte der Umsatz der Software-Tochter Red Hat um elf Prozent zu. Um im KI- und Sicherheitsbereich zu punkten, startete IBM im Juli die Plattform Lightwell. In das Projekt zur Behebung von Schwachstellen in Open-Source-Software fließen fünf Milliarden Dollar. Zu den ersten Nutzern zählen US-Großbanken wie JPMorgan und Goldman Sachs.Zudem treibt IBM die Entwicklung von Quantencomputern voran. Gemeinsam mit dem US-Handelsministerium plant der Konzern den Bau der weltweit ersten reinen Halbleiterfabrik für diese Technologie. Das Projekt wird mit einer Milliarde Dollar aus staatlichen Fördermitteln unterstützt. IBM schießt eine weitere Milliarde zu und will in den kommenden fünf Jahren insgesamt mehr als zehn Milliarden Dollar in die Quantentechnologie investieren. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick