Die Fifa rühmt sich gern für ihren Kampf gegen Rassismus. Falsch ist das nicht. Wenn aber der Rassismus von oben kommt, fehlt es an Haltung.
Vinícius Júnior ist häufig Betroffener von Rassismus. Der letzte Vorfall hat zu einer neuen Regel bei der WM geführt
Vincent Carchietta/reuters
„Rassismus ist etwas Schreckliches“, das hat Verbandschef Gianni Infantino auf dem Fifa-Kongress 2024 in Bangkok festgestellt. Damals wurde ein Zeichen vereinbart, das Spieler seither verwenden können, um für alle sichtbar auf rassistische Vorfälle auf und neben dem Spielfeld aufmerksam zu machen: gekreuzte Arme vor dem Oberkörper.
Der Kampf gegen Rassismus ist bei der Fifa schon seit geraumer Zeit ein großes Thema. Etliche Maßnahmen wurden eingeführt, Kampagnen gestartet und Sanktionsmechanismen verschärft. Dass bei dieser WM Fußballspieler ihrem Gegner nicht mehr hinter vorgehaltener Hand etwas sagen dürfen, geht auf eine kurzfristige Initiative von Infantino zurück. Der Brasilianer Vinícius Júnior wurde auf diese Weise im März bei einem Champions-League-Spiel rassistisch beleidigt. So etwas sollte bei der Fifa-WM verunmöglicht werden.











