An diesem Dienstag feiert Frankreich seinen Nationalfeiertag, den 14 juillet. Zu Gast sein wird der deutsche Kanzler: Friedrich Merz ist schon am Montag nach Paris gereist, zum Treffen der Koalition der Willigen – also jener Staaten, die eine Führungsrolle einnehmen wollen bei der Unterstützung der Ukraine. Nun hängt Merz noch die Nationaltagsfeierlichkeiten hinten dran.Das deutsch-französische Verhältnis wird gemeinhin als ein besonders wichtiges im europäischen Gefüge beschrieben. Mit Merz' Vorgänger Olaf Scholz kam der amtierende französische Präsident eher mittelgut aus, was nicht ausschließlich an dem Fischbrötchen lag, das Emmanuel Macron 2023 bei der deutsch-französischen Kabinettklausur in Hamburg verspeisen musste.Mit Merz, so die Hoffnung, würde alles besser werden, doch auch diese Politikerfreundschaft hat ihre Bodenwellen hinter sich. Das gemeinsame Rüstungsprojekt FCAS ist gescheitert, und über die Frage, wie viel Geld Brüssel zur Verfügung haben und wo es herkommen sollte, gehen die Meinungen in Paris und Berlin auseinander. Dennoch wird eifrig Beziehungsarbeit betrieben: Schon am Donnerstagabend wird Macron in Brühl erwartet, am Freitag findet dort dann der diesjährige deutsch-französische Ministerrat statt – garantiert fischbrötchenfrei.Derweil erlebt die Beziehung Europas zu Russland, falls das überhaupt möglich ist, einen neuen Tiefpunkt. Am Montag beschuldigten die EU und Großbritannien russische Geheimdienste, für mehrere Cyber-Sabotageaktionen verantwortlich zu sein.Wenn Sie sich zwischendurch mit etwas anderem beschäftigen wollen, etwa damit, wie es die Bundesregierung beim Texte schreiben mit der KI hält, empfehle ich Ihnen den Text meiner Kollegen Lena Kampf und Roland Preuß.Was heute wichtig istUSA greifen erneut Iran an. Es ist die dritte Nacht in Folge: Mit den Angriffen will das US-Militär nach eigenen Angaben unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt schützen. Iran attackiert derweil die mit den USA verbündeten Emirate und Bahrain. Zum Liveblog zum Krieg in IranMEINUNG Nahost: Die EU sollte den Handel mit Gütern aus israelischen Siedlungen stoppenEuropäer schmieden Bündnis zur Raketenabwehr. In Paris kündigt die Koalition der Willigen an, dass die Friedenstruppe für die Ukraine einsatzbereit sei. Deutschland wird Teil eines neuen Verteidigungsbündnisses von zehn europäischen Staaten, das die Kriegserfahrungen Kiews nutzen will. Zum ArtikelUkraine-Liveblog: Russland greift Kiew und weitere Städte wieder mit Raketen anLindsey Grahams Schwester ersetzt den verstorbenen US-Senator. Darline Graham Nordone übernimmt den Sitz ihres verstorbenen Bruders bis zum Ende der Amtszeit. Das ist ganz im Sinne von Donald Trump: Eine rasche Übergangslösung verhindert, dass seine Vorhaben durch fehlende republikanische Stimmen im Senat gefährdet sind. Zum ArtikelUS-Liveblog: US-Richterin kippt Trumps umstrittenen Vergleich mit Steuerbehörde IRSErmittler finden schwere Mängel nach Feuer in Bangkok. Nach dem verheerenden Brand in einem Bierlokal untersuchen die Ermittler, inwiefern Fluchtwege blockiert wurden. Es gibt womöglich zahlreiche Sicherheitsmängel, die zu der Tragödie beigetragen haben könnten. Zum ArtikelWeitere wichtige ThemenReportage zum Wiederaufbau im Ahrtal: „Hier ist doch unser Zuhause“Halbfinale der Fußball-WM: Spanien ist Favorit? Deschamps sagt: „Das bestätige ich!“Verleihung der „Münchner Lichtblicke“: Jüdischer Kommunalpolitiker Offman für Friedens-Engagement ausgezeichnetNach dem Waldbrand: Die schwarze Wüste in Bayerns BergenDie Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-AboDigitalwende: Brüssel will Gesetzesvorhaben zur Social-Media-Altersgrenze im Herbst vorlegen. Die EU-Kommission will den Zugang zu sozialen Medien für Kinder und Jugendliche EU-weit neu regeln. Basierend auf dem Abschlussbericht eines Expertengremiums sind einheitliche Altersvorgaben und strengere Pflichten für Plattformen geplant. Auch wichtig: Laut einem neuen Papier verliert Europa bei Digitalpatenten zunehmend den Anschluss. Zum BriefingGeoökonomie: China legt erstmals Fünfjahresplan für Konsum vor. Export-Boom und Konsum-Flaute: Chinas Wirtschaftsmodell gerät unter Druck. Ein spezieller Fünfjahresplan soll bis 2030 die Binnennachfrage stärken – mit höheren Löhnen, mehr Sozialleistungen und weniger Kaufbeschränkungen. Doch Deflation, Überkapazitäten und Bevölkerungsschwund wirken dem Wandel vom Export-Giganten zum Konsumparadies entgegen. Zum Briefing