In der Nacht zum Dienstag flog das US-Militär die dritte Angriffswelle in Folge gegen den Iran. Das US-Zentralkopmmando teilte mit, die fünfstündige Operation habe um 22:15 Uhr Ortszeit in Washington (02:15 Uhr GMT) geendet und Ziele in den Städten Buschehr, Tschahbahar, Jask, Konarak, Abu Musa und Bandar Abbas getroffen.

Dabei wurde nach US-Angaben Präzisionsmunition gegen iranische Küstenverteidigungssysteme, Raketen- und Drohnenstellungen sowie maritime Kapazitäten eingesetzt, um Irans Fähigkeit zur Bedrohung der Handelsschifffahrt weiter zu reduzieren.

Zudem wurden die strategisch wichtigen Golf-Inseln Kish, Qeshm und Abu Musa getroffen. Erstmals setzte das US-Militär dabei unbemannte Überwasser-Drohnen offensiv ein. In Bandar Abbas griffen drei „Corsair“-Seedrohnen eine iranische U-Boot- und Schiffswartungsanlage an – der erste Kampfeinsatz von Marine-Drohnenbooten in der Geschichte der US-Streitkräfte. Derzeit sind mehr als 50.000 US-Soldaten im Nahen Osten stationiert.

Vergeltungsaktion der Iraner

Der Iran reagierte mit einer breit angelegten Vergeltungsoperation, die von der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) „Nasr 2“ genannt wurde. Teheran zerstörte eigenen Angaben zufolge das Luftraumkontrollradar der Fünften Flotte der USA im bahrainischen Stützpunkt Juffair, ein Patriot-Radar, ein C-RAM-Frühwarnsystem sowie Treibstoffdepots und das Kontrollzentrum für unbemannte Boote. Zudem wurden Waffenlager, ein Satellitenkommunikationszentrum und ein Gebäude, in dem US-Soldaten untergebracht sind, getroffen.