Während US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe mit Iran für beendet erklärte, schossen die Ölpreise wieder nach oben. Die größten Gewinner der neuen Eskalation sind die amerikanischen Ölkonzerne. Sie werden infolge von Trumps Krieg gegen Iran voraussichtlich Rekordgewinne verzeichnen, die wahre Rechnung zahlen allerdings die Verbraucher an der Zapfsäule.

Die USA hatten den Iran zuvor zum zweiten Mal in Folge bombardiert. Nach Angaben des US-Zentralkommandos Centcom sollen die Schläge Irans Fähigkeit schwächen, die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen. Iranische Medien meldeten Explosionen in Bandar Abbas, Abu Musa und Buschehr. Auslöser waren iranische Angriffe auf drei Öltanker zu Wochenbeginn. Einen neuen umfassenden Krieg schloss Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara aus.

Die erneute Eskalation rückt wieder die Straße von Hormus in den Mittelpunkt, das Nadelöhr des globalen Ölmarkts. Vor dem Krieg floss fast ein Fünftel der weltweiten Ölnachfrage durch die Meerenge. Seit Iran die Passage Ende Februar weitgehend schloss, stieg der Rohölpreis in der Spitze auf über 100 Dollar je Barrel. Nach Trumps Äußerungen sprang die Nordseesorte Brent zurück auf rund 80 Dollar.