Paramount darf den Konkurrenten Warner für 111 Milliarden US-Dollar kaufen, das entschied die US-Regierung im Juni. Doch nun ziehen zwölf US-Bundesstaaten vor Gericht, um die Übernahme des Hollywood-Urgesteins durch den Konkurrenten zu verhindern. Der Zusammenschluss der zwei Schwergewichte werde unter anderem höhere Preise sowie weniger Filme und TV-Sendungen zur Folge haben, kritisierte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta.
Die zwölf US-Bundesstaaten argumentieren in ihrer Klage unter anderem, der Wegfall der Konkurrenz zwischen Warner und Paramount werde unter anderem die Filmtheater schwer treffen. Der Deal verletze Wettbewerbsregeln und müsse untersagt werden.Paramount konterte, die Klage verkenne die Wettbewerbs-Realität der Unterhaltungsbranche und basiere auf einer fehlerhaften Anwendung des Kartellrechts. Man werde den Deal entschieden verteidigen.
Anleger zeigten sich unbeeindruckt von der Klage: Die Warner-Aktie lag nach dem Vorstoß der Bundesstaaten um gut zwei Prozent im Plus. Zugleich laufen noch Wettbewerbsprüfungen außerhalb der USA, unter anderem in Europa.
Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta
Kritik am JustizministeriumDie US-Regierung hatte den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde – sowohl im TV- oder Streaminggeschäft als auch in der Filmproduktion. Dem »Wall Street Journal« zufolge wurde die Übernahme von der Führung des Ministeriums durchgewinkt, bevor die zuständigen Juristen der Behörde eine Empfehlung dazu abgeben konnten.













