Thorsten Rech, 44, Inhaber des Restaurants „Bahnsteig 1“ in Mayschoß und Gründer einer Initiative Flutgeschädigter, die auf die Bewilligung von Hilfsanträgen warten. „Meine Heimat gebe ich nicht auf“: Thorsten Rech. © privat Ich habe so eine Flut nicht für möglich gehalten. Ich kenne die Ahr, betreibe das Lokal im alten Bahnhofsgebäude seit 2013. Beim Jahrhunderthochwasser 2016 lag der Pegel bei 3,50 Meter. Am Nachmittag vor der Flut 2021 kam die Feuerwehr und sagte, es könnten bis zu sechs Meter werden. Am Ende waren es zehn Meter.Gegen 20 Uhr habe ich gemerkt, dass es ernst wird. Das Wasser stieg, bald war das Erdgeschoss geflutet. Baumstämme schlugen gegen die Wände unter mir, alles wackelte. Am Ende fehlten dem Wasser noch drei Treppenstufen, dann wäre es auch in meine Wohnung in den ersten Stock hochgekommen.