Die Erinnerungen an die Flutnacht kommen unerwartet. Josef Klees holten die Bilder ein, als vor wenigen Wochen die Küche in seinem Haus aufgebaut wurde. Die Schränke standen für die Montage auf dem Boden, aber zum ersten Mal erinnerte ihn der Raum, der fünf Jahre lang leer gewesen war, an die Küche von damals: mit dem Herd rechts neben der Tür und dem Waschbecken unterm Fenster. Genau hier hatte er in der Flutnacht hüfthoch im Wasser gestanden, um das Nötigste zu holen. Ein Schockmoment, auf den er nicht vorbereitet war.In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 strömte das Wasser durch sein Haus in Ahrweiler, draußen trieben Autos und zischende Tanks vorbei, es stank nach Benzin. 135 Menschen rissen die Fluten im Ahrtal in den Tod, auch Nachbarn von Josef und seiner Frau Annette Klees starben. Sie selbst überstanden die Nacht mit ihren beiden Kindern im ersten Stock ihres Hauses, die Tochter war damals drei Jahre alt, der Sohn zehn Monate.Am nächsten Mittag gelangten sie mit einem Wagen des Technischen Hilfswerks aus der Gefahrenzone, kamen zu einem Sammelpunkt im wenige Kilometer entfernten Ort Grafschaft. Dort trafen sie eine Frau, die sie zu sich in eine leer stehende Wohnung holte. Eigentlich eine Übergangslösung, in der die Familie aber mehr als drei Jahre lebte, ehe sie im September 2024 in ihr altes Haus zurückkehren konnten. Erst lebten sie beengt im Obergeschoss, seit vier Wochen nun auch wieder im Erdgeschoss.Josef Klees im Gespräch mit seiner Frau Annette, hinter ihm ist der „Fluttisch“ in der Küche zu sehen.Lucas BäumlLaut einer Schätzung des Landes Rheinland-Pfalz haben 17.000 Menschen in der Flutnacht erhebliche materielle Schäden erlitten oder ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Die Geschichte der Familie Klees ist eine dieser 17.000. Sie zeigt, wie mühsam der Wiederaufbau ist – und wie weit der Weg zur Normalität auch noch fünf Jahre danach.Sinnbild der Zerstörung war der Ahrtor-Friedhof. Der katholische Pfarrer von Bad Neuenahr-Ahrweiler, Jörg Meyrer, geht an den Gräbern vorbei. „Hier waren Berge von Müll“, sagt er. Der Friedhof ist längst aufgeräumt und neu gestaltet, Wege und Gräber sind von neuen Randsteinen eingefasst, Bäume wurden gepflanzt, es gibt eine neue Friedhofshalle. Hier und da ist noch ein Aufkleber auf einem Grabstein zu sehen. „Grabmal ist standsicher“ steht darauf. „Der Friedhof ist schöner, als er je war“, sagt Meyrer. Von den Flutopfern aus der Stadt hat er selbst knapp ein Dutzend beerdigt. Ein hohes, steinernes Kruzifix ist weithin an einem Weg zu sehen. Daran hat sich in der Flutnacht ein Feuerwehrmann geklammert und so überlebt.Der Ausnahmezustand der ersten Monate nach der Flut ist längst vorbei. Oberflächlich betrachtet spielen sich in der Fußgängerzone in Ahrweiler gewöhnliche Szenen ab, Rentner bestellen Aperol Spritz. Auf einem Platz am Flussufer stehen nun wieder knapp 20 Campingwagen, trotz der Bauarbeiten am anderen Flussufer. In den ersten Monaten befand sich hier ein Helferdorf. „SolidAHRität“ war damals das große Schlagwort.Pfarrer Jörg Meyrer kurz vor dem fünften Jahrestag der Flut auf dem Ahrtor-Friedhof von AhrweilerLucas BäumlJosef und Annette Klees sitzen an ihrem Küchentisch, eins der wenigen Möbelstücke, die die Flut überstanden haben. „Fluttisch“ nennen sie ihn. Annette Klees erinnert sich, wie sie einige Tage nach der Flut vor dem Tisch standen und überlegten, ob er auf den riesigen Sperrmüllhaufen kommen soll. Sie konnten sich nicht davon trennen. Zu den Dingen, die damals unversehrt blieben, gehört ihr Hochzeitsalbum, das an jenem Abend auf dem Küchentisch lag.Annette und Josef Klees haben den Eindruck, dass die beengten Verhältnisse, in denen sie nach der Flut leben mussten, den Kindern wenig ausgemacht haben. „Die Kinder haben das besser weggesteckt als wir“, sagt Annette Klees. Und Josef Klees erzählt, dass seine Tochter vor Kurzem ein Bild der kleinen Übergangswohnung gesehen und gesagt hat: „Das war schön da.“Für den inzwischen fünf Jahre alten Sohn ist es noch sehr ungewohnt, im großen Haus zu wohnen und mal für einen Moment in einem anderen Stockwerk zu sein als seine Mutter oder sein Vater. „Kann einer mitkommen?“, frage er oft. In der Übergangswohnung in Karweiler und hier im Obergeschoss waren sie immer eng zusammen.Fünf Jahre für die gröbsten SchädenIm Haus ist immer noch viel zu tun. Bei den Steckdosen fehlen noch die Verkleidungen, im Wohnzimmer sind noch ein paar Möbel aufzubauen, die dort in Kartons verpackt stehen. Aber es wird langsam. Josef Klees erzählt, dass sie manchmal gefragt würden, warum sie denn nach fünf Jahren immer noch nicht fertig seien. Alles hat sich hingezogen: Es gab versicherungstechnische Fragen wegen Problemen mit dem Fundament. Für die Außenarbeiten bekamen sie Fluthilfe von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, bei den Schäden im Haus greifen die Hausrats- und die Elementarversicherung. Und um nicht Betrügern auf den Leim zu gehen, haben Josef und Annette Klees sich außerdem nur an Handwerker gewandt, die sie kennen. Das ist keine abstrakte Angst. Im Freundeskreis habe ein Verputzer eine Anzahlung kassiert und sich aus dem Staub gemacht, erzählen sie.Annette Klees erinnert sich an eine Faustregel, die auf Erfahrungen nach der Oderflut 1997 zurückgeht und die sie kurz nach der Flut aufgeschnappt hat: fünf Jahre für die gröbsten Schäden, zehn Jahre, bis alles wieder ist wie vorher. Darüber hätte sie damals nur den Kopf geschüttelt. Doch genauso ist es gekommen.Das Leben nach der Flut ist anders. „Man sagt immer: Wir müssen uns mal treffen, wenn der Stress vorbei ist, aber irgendwas ist immer“, sagt Annette Klees. Freunde und Bekannte sind nach wie vor in der Nähe, aber sie sehen sie seltener als früher. „Die Jungen sind geblieben“, sagt Annette Klees. Sie und ihr Mann haben beobachtet, dass einige Ältere sich entschieden haben, nicht wieder aufzubauen. So wie eine Nachbarin, die zwar im Ahrtal geblieben ist, aber ihr Haus verkauft hat. Es wurde abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus ersetzt.Sperrmüll in den Tagen nach der Flut vor dem Haus von Familie KleesprivatIn ein paar Wochen fährt Familie Klees in den zweiten größeren Urlaub nach der Flut, an die Nordsee. Nach den Sommerferien, die in Rheinland-Pfalz vor zwei Wochen begonnen haben, kommt ihr Sohn in die Grundschule. Das eigentliche Kindergartengebäude der katholischen Kita St. Laurentius, das gleich um die Ecke ist, hat er nie besucht. Stattdessen verbrachte er seine Kindergartenzeit in einer Übergangslösung, einem alten Kloster.Würde er nicht in die Grundschule kommen, die seine ältere Schwester seit zwei Jahren besucht und die schon früh wieder den Betrieb aufgenommen hatte, hätten Josef und Annette Klees jetzt ein Problem mehr. Denn die Räume im Kloster können nach einem Brand in dem Gebäude vor sechs Wochen nicht mehr genutzt werden. Im Moment können die Kinder in einen anderen Kindergarten ausweichen, der gerade Ferien hat, aber wie es dann weitergeht, weiß gerade niemand. Auch die Kinder von Josef Klees’ Bruder sind davon betroffen. Der Kindergarten ist ein gutes Beispiel dafür, wie labil die Lage auch fünf Jahre nach der Katastrophe im Ahrtal noch ist. „Es steht alles auf einem wackligen Fundament, und wenn dann noch etwas dazukommt, hat man keinen Puffer, sodass das Kartenhaus zusammenbricht“, sagt Annette Klees.Josef Klees vor dem flutgeschädigten Gebäude der Kita St. LaurentiusLucas BäumlDer langsame Baufortschritt bei öffentlichen Gebäuden und der Infrastruktur ist für viele im Ahrtal ein andauerndes Ärgernis. Das zeigt sich an vielen Stellen. Von den 17 Schulen, die stark oder vollständig zerstört wurden, sollen zwei in diesem Jahr in den Normalbetrieb übergehen. In den übrigen Fällen dauern die Sanierungsarbeiten noch Jahre oder sind Neubauten an anderen Orten vorgesehen, um dem Hochwasserschutz zu entsprechen. Die Zuständigen argumentieren, gründlich planen zu wollen, um später keine Nachbesserungen vornehmen zu müssen. Hinzu kommen Förderanträge, die in der Bearbeitung lange dauern.Im vergangenen Jahr wurde in Dernau in zehn Monaten die dortige Weinbaubrücke neu errichtet, die Behörden sprachen von Rekordzeit. Wie alle Brücken, die künftig über die Ahr führen, gibt es keine Pfeiler im Flussbett, damit sich dort im Falle künftiger Hochwasser kein Geröll ansammeln kann. Jene „Verklausungen“, die sich dort bildeten, trieben 2021 den Pegel in die Höhe. Rund die Hälfte des 70 Kilometer umfassenden Straßennetzes im Landkreis wurde stark beschädigt oder zerstört. An vielen Stellen wurden die Straßen höher und verstärkt wieder errichtet, damit sie künftig nicht unterspült werden können. Es gibt einige Beispiele dafür, dass im Kreis Ahrweiler unter Hochdruck gearbeitet wird. Das Land rühmt sich der raschen und möglichst unbürokratischen Hilfe. Aber bis die Provisorien verschwinden, wird es wohl noch einige Jahre dauern. Ein Landespolitiker sagt, auch zum zehnten Jahrestag werde der Wiederaufbau wohl nicht vollständig abgeschlossen sein.Bislang sind nur wenige Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt. Anders als von Fachleuten gefordert, sind viele Privathäuser entlang der Ahr wieder aufgebaut worden. In nur 34 Fällen verhängten die Behörden ein absolutes Bauverbot. In den Ortschaften mangelt es an Freiflächen, auf denen sich die Ahr im Falle eines Hochwassers ausbreiten könnte. Und auch von den 18 Rückhaltebecken, die außerhalb der Ortskerne entstehen sollen, ist bislang kein einziges fertiggestellt. Immer wieder gibt es Konflikte mit Grundstückbesitzern. Würde die Region heute eine Flut treffen, wäre das Ahrtal keineswegs besser geschützt, lautet die Bilanz von Fachleuten.Die beiden großen Kirchen in Bad Neuenahr und Ahrweiler wurden im vergangenen Jahr wiedereröffnet. Ein Schritt zur Normalität. Das Leben kehre zurück, sagt Pfarrer Meyrer, „wobei es immer noch sehr fragil bleibt“. Er weiß um die Sorgen der Eltern der Kita, die der Sohn von Josef und Annette Klees noch besucht, und gehört zu denen, die fieberhaft mit nach einer Lösung suchen. „Wenn der Kindergarten ausfällt, ist es für viele Familien richtig, richtig schwer“, sagt Meyrer.In der Kirche zeigt Meyrer den Altar, auf dem die Flutlinie eingeritzt ist. Er war am Anfang dagegen, das so zu machen. Ständig richte sich der Blick darauf. Dann änderte er seine Meinung. „Wir sind so verletzt, dann kann der Altar auch so verletzt sein.“ Meyrer ist überzeugt: „Verdrängen hilft überhaupt nicht. Wunden wollen angeschaut werden, damit sie heilen.“ Und er ergänzt: „Manche heilen auch gar nicht.“ Die anderen Spuren der Flut sind subtiler. Die Sockel der Säulen sind stellenweise dunkler, weil sie noch feucht sind.Die gerade Linie auf dem Altar der sanierten St.-Laurentius-Kirche von Ahrweiler markiert den Wasserstand der Flut von 2021Lucas BäumlFragt man Meyrer danach, wie Ahrweiler sich in den vergangenen fünf Jahren verändert hat, sagt er: „Die erste Antwort ist: Ahrweiler ist schöner geworden.“ Das, was aufgebaut sei, sei „zweckmäßiger, schöner, moderner“. Es gebe viel Grund zur Dankbarkeit für das, was geschafft sei. Er sagt aber auch: „Baustelle ist ein Dauerthema.“Es gibt ein anderes Krisenbewusstsein im Ahrtal. Auch Josef und Annette Klees haben Vorkehrungen getroffen. „Alle haben ihren Notfallplan im Kopf, falls was ist“, sagt Annette Klees. Im Obergeschoss haben sie ein batteriebetriebenes Radio, das im Notfall auch mit einer Kurbel betrieben werden kann, auch eine Taschenlampe. Annette Klees sagt: „So richtig beim Alten ist nicht alles, sobald die Unwetterwarnungen kommen, drehen alle ein bisschen am Rad.“ So gehe es ihr auch.Vor allem ein Starkregenereignis im Mai 2024 hat viele beunruhigt. Familie Klees hatte noch mal ein bisschen Wasser im Keller, aber es sei nicht schlimm gewesen. „Das Wasser war ja sauber“, sagt Annette Klees. Was sich in der Flutnacht im Ahrtal ergossen hatte, war hingegen eine stinkende und gefährliche Brühe.Im Ahrtal hat man viel Erfahrung mit Hochwasser. 2016 stand die Region schon einmal unter Wasser, damals dachte man, es handele sich um ein Jahrhunderthochwasser. Was fünf Jahre später folgte, war jedoch ungleich dramatischer. Nach der Flutkatastrophe 2021 argumentierten Landespolitiker wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) damit, dass Rheinland-Pfalz als „Hochwasserland“ viel Erfahrung im Krisenmanagement habe. Die Dimension der Flut sei aber so dramatisch gewesen, dass auch die jahrzehntelange Erfahrung nicht half. Der Untersuchungsausschuss, den der rheinland-pfälzische Landtag einberief, zeigte, dass sich die Katastrophenschützer aller Ebenen aufgrund ebenjener Erfahrung wohl in einer falschen Sicherheit wiegten. Die Landesregierung war bis kurz vor Mitternacht in der Flutnacht nur unzureichend über die Lage im Ahrtal informiert. Hochwasserwarnungen gingen innerhalb der Landesregierung unter.Bauarbeiten am Ufer der Ahr fünf Jahre nach der Katastrophe in AhrweilerLucas BäumlDer damalige Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, wurde in den Monaten nach der Flut zum Gesicht des Behördenversagens. Im Untersuchungsausschuss sagten Zeugen aus, dass Pföhler sich trotz Zuständigkeit praktisch nicht um den Krisenstab kümmerte; die Leitung hatte er an einen Ehrenamtlichen übertragen. Der Krisenstab war über weite Strecken nicht vollständig besetzt, er agierte planlos und überfordert, ging aus Zeugenaussagen hervor. Erst nach 23 Uhr in der Flutnacht wurde der Katastrophenalarm ausgelöst, durch den Teile der betroffenen Ortschaften evakuiert werden sollten. Das Wasser stand aber schon so hoch, dass viele Betroffene sich nicht mehr in Sicherheit bringen konnten.Die Staatsanwaltschaft stellte nach jahrelangen Ermittlungen fest, dass der Landrat für die erheblichen Mängel im Führungssystem des Katastrophenschutzes verantwortlich sei. Gleichwohl wurden strafrechtliche Ermittlungen eingestellt. Sie argumentierte ähnlich wie Ministerpräsidentin Dreyer: Es habe sich um ein außergewöhnliches Naturereignis gehandelt, dessen extremes Ausmaß für die Verantwortlichen nicht absehbar gewesen sei. Eine Klageerzwingung, die die Eltern einer bei der Flut getöteten jungen Frau im vergangenen Jahr einbrachten, wurde erst vor wenigen Wochen aus formalen Gründen vom Oberlandesgericht Koblenz abgelehnt. Der Rechtsweg für Betroffene ist damit ausgeschöpft. Gegen Pföhler, der sich kurz nach der Flut krankschreiben und in den Ruhestand versetzen ließ, will das Land disziplinarrechtlich vorgehen. Ihm könnte die Pension gestrichen werden.Flutschäden in Schuld an der Ahr, aufgenommen am 16. Juli 2021.Lucas BäumlZum fünften Jahrestag in dieser Woche will der neue Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder (CDU), bei den Menschen im Ahrtal um Entschuldigung bitten für die Fehler im Krisenmanagement. Es ist ein Schritt, den Dreyer verweigerte. Pfarrer Meyrer ist sich nicht sicher, wie die Menschen im Ahrtal darauf regieren. „Diese Frage geht in tiefste Seelengründe und bewegt jeden“, sagt er. Eine Betroffene hält den Schritt im Gespräch mit der F.A.Z. für überfällig, ein anderer sagt, er komme zu spät, habe keine praktischen Folgen und sei deshalb bedeutungslos.Bundeskanzler und Bundespräsident werden ins Ahrtal kommen. Meyrer findet es gut, dass es ein Signal der Bundes- und Landespolitik gibt, „dass sie uns nicht vergessen haben“. Manche im Ahrtal sehen im Jahrestag einen wichtigen Gedenktag, andere führen, so Meyrer, lieber weg und wollten nicht erinnert werden.Und wie gehen Josef und Annette Klees auf den Jahrestag zu? „Man kommt nicht drum herum“, sagt Annette Klees. Für die Familien, die jemanden verloren haben, sei es besonders schwer. Das weiß sie aus Gesprächen. Josef Klees, der Flugleiter an einem Flugplatz in Bonn-Hangelar ist, wird an dem Tag mit demselben Kollegen Dienst im Tower haben wie am 14. Juli 2021. Der habe schon gesagt: Hoffentlich regnet es nicht.Josef Klees und seine Frau fragen sich, wie es wird, wenn sie mit allem durch sind, der Wiederaufbau wirklich geschafft ist. In ihrem Umfeld haben sie mitbekommen, dass viele dann ein Tief erleben. „Das wird noch mal krass werden“, vermutet Josef Klees. Sie wisse nicht, wie es bei ihnen werde, sagt Annette Klees. Es könne sein, dass ein Stein vom Herzen falle, sie das Leben genießen. Es könne aber auch in die andere Richtung gehen. Doch so weit ist es noch nicht. „Im Moment ist der Kopf noch mit Arbeit zu“, sagt Josef Klees.