Seit Monaten gibt es Berichte, dass Meta eine Form der Gesichtserkennung für seine Smart Glasses plant. In der Begleit-App wurde bereits inaktiver Programmcode für eine entsprechende Funktion namens „NameTag“ entdeckt, den Meta daraufhin entfernte. Der Konzern erklärte, dass über eine Einführung oder konkrete Ausgestaltung von Gesichtserkennung noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei.

In einem Interview mit dem Journalisten Nicholas Thompson erläutert Metas Technikchef Andrew Bosworth erstmals, wie NameTag funktionieren könnte. Die Funktion soll demnach nicht beliebige Fremde identifizieren, sondern auf Wunsch das Gesicht und den Namen einer Person speichern, die der Brillenträger kennengelernt hat. Bei einer späteren Begegnung könnte die KI-Brille das Gesicht wiedererkennen und den Träger an den Namen der Person und die Umstände des Kennenlernens erinnern. Die Gesichtsdaten sollen lokal auf der Brille gespeichert werden, sodass keine zentrale Gesichtsdatenbank erforderlich wäre.

Gleichzeitig räumt Bosworth in dem Interview (Youtube) ein, dass auch diese Form der Gesichtserkennung weiterhin kontrovers sei. Er ließ offen, wie sich betroffene Personen gegen eine Speicherung ihres Gesichts wehren könnten oder ob sich Gesichter auch ohne deren Wissen auf der Brille speichern ließen.