Erst kürzlich hat Meta drei neue smarte Sonnenbrillen vorgestellt. Zwei Modelle sind schon ab 309 Euro erhältlich und somit deutlich günstiger als die bisherigen Modelle mit Ray-Ban- oder Oakley-Branding, die bei 419 Euro starten. Der Konzern positioniert die Brillen als praktische Alltagshilfe für Videoaufnahmen oder Echtzeit-Übersetzungen. Wie viele Tech-Interessierte bei den neuen Modellen zugreifen werden, bleibt allerdings abzuwarten, denn die Kritik am Datenschutz reißt nicht ab.Anzeige
Begeisterung für Smart Glasses lässt nach
Die Bedenken gegenüber den Smart Glasses sind nicht neu. Ende Februar wurde in einem Bericht der schwedischen Tageszeitungen Svenska Dagbladet und Göteborgs-Posten bekannt, dass Videoaufnahmen auf den Bildschirmen von Datenarbeiter:innen landen können, darunter auch Aufnahmen privater Situationen sowie sensible Informationen wie Kreditkartendaten. Die Redaktionen hatten mit einem Meta-Vertragsunternehmen in Kenia gesprochen, das die Daten für das KI-Training auswertet. Aktuell kocht die Diskussion erneut hoch: Auch in Metas eigener Threads-App waren die smarten Brillen zuletzt wiederholt Trendthema.
Engadget sprach mit mehreren Content-Creator:innen über die Frage, wie die öffentliche Wahrnehmung ihre anfängliche Begeisterung beeinflusst hat. Danielle, die nur unter ihrem Vornamen genannt werden wollte, ist eine davon. Als Reise-Creatorin nutzte sie das Gerät, um unterwegs Aufnahmen zu machen. Inzwischen sei es für sie aber nicht mehr als ein „schicker Briefbeschwerer”. Ausschlaggebend waren Berichte über externe Unternehmen, die von Meta mit der Überprüfung intimer Aufnahmen beauftragt wurden, sowie über Männer, die Frauen damit heimlich filmten. „Ich würde mich in der Nähe von jemandem, der sie trägt, nicht wohlfühlen, also würde ich auch nicht erwarten, dass sich jemand in meiner Nähe wohlfühlt, wenn ich sie trage – egal, wo ich bin“, erklärte sie gegenüber Engadget.Anzeige







