Metas Smart Glasses sind äußerlich oft kaum von gewöhnlichen Brillen zu unterscheiden, haben jedoch eine Minikamera integriert. Sobald Fotos oder Videos aufgenommen werden, blinkt eine LED an der Vorderseite, um Menschen in der Umgebung darauf hinzuweisen. In einem Blogpost kündigt das Unternehmen neue Maßnahmen gegen die Manipulation dieser Aufnahme-LED an.

Meta schreibt, dass die Kamera seit der zweiten Generation der Smart Glasses automatisch deaktiviert wird, sobald das System erkennt, dass Nutzer die LED verdecken. In einem aktuellen Update führt Meta einen neuen Schutzmechanismus ein: Die Kamera soll künftig auch dann deaktiviert werden, wenn die LED physisch manipuliert oder zerstört wurde.

Damit reagiert Meta auf Berichte über Anbieter (Youtube-Video), die im Netz gegen Bezahlung eine dauerhafte Deaktivierung der LED anbieten. Das Unternehmen kündigt an, entsprechende Anzeigen und Angebote auf den eigenen Marktplätzen zu entfernen, beteiligte Konten zu sperren und auch außerhalb der eigenen Plattformen rechtlich gegen solche Anbieter für Manipulationsdienste vorzugehen.

Smart Glasses: Sorgen vor der nächsten Ausbaustufe

Meta verweist immer wieder auf die Aufnahme-LED, um Datenschutzbedenken auszuräumen. Tatsächlich bemerken Umstehende dennoch oft nicht, dass sie gefilmt werden. Sei es wegen starken Sonnenlichts oder weil sie schlicht nicht erwarten, dass in einer gewöhnlich wirkenden Brille eine Kamera verbaut ist. Aus Sicht von Datenschutzkritikern arbeiten Meta und andere Kamerabrillenhersteller damit an der Normalisierung allgegenwärtiger Aufzeichnungstechnik.