Meta soll für die Entwicklung einer möglichen Gesichtserkennung für seine Smart Glasses auf Technologie eines US-Unternehmens zurückgegriffen haben, das vor allem das Militär, Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden beliefert.

Das geht aus einer Softwarelizenz des Unternehmens Rank One Computing (ROC) hervor, die dem Techmagazin Wired vorliegt und mit einer Testversion der Meta-AI-App verknüpft sein soll. Die Meta-AI-App wird für die Einrichtung und zentrale Funktionen der Ray-Ban-Meta-Brillen sowie weiterer Smart Glasses des Unternehmens benötigt.

Wired berichtete Anfang Juni bereits über inaktiven Programmcode für eine von Meta entwickelte Gesichtserkennungsfunktion in der Meta-AI-App. Kurz nach Veröffentlichung des Berichts entfernte Meta den Code der intern „Nametag“ genannten Funktion weitgehend per Update.

Spuren externer Gesichtserkennungssysteme

Die von Meta erworbene Softwarelizenz umfasst dem neuen Wired-Bericht zufolge nicht nur ROCs Gesichtserkennung, sondern auch eine Funktion, die prüft, ob eine Kamera eine lebende Person erfasst, ein Foto oder eine Maske. Die Lizenz solle bis zu zehn Millionen Gesichtsvorlagen unterstützen. Wired fand Spuren der Software in einer Version der Meta-AI-App, die im Juni an Nutzer verteilt worden sein soll. Dazu gehörten Bestandteile zum Prüfen der Lizenz und Starten der Software. Aktiviert waren diese Funktionen aber ebenso wenig wie Metas eigene Gesichtserkennungssoftware.