Huthi-Rebellen in Jemen: Die Hoffnung stirbt erneut

In Jemen ist der bislang größte Gefangenenaustausch vorerst gescheitert. Ob er doch noch zustande kommt, hängt vor allem an einer Frage.

Die jemenitische Hauptstadt Sanaa kontrollieren die Huthi-Rebellen. Hier eine Plakatwand mit dem Huthi-Führer Abdul Malik al-Huthi

ap/dpa

Am Abend des Freitags, des 10. Juli, schreibt Nusaiba al-Bawab auf Facebook, sie habe aufgehört zu zählen, wie oft die Hoffnung ihrer Familie durch eine weitere Meldung zunichtegemacht worden sei, dass der Gefangenenaustausch zwischen der jemenitischen Regierung und den Houthi-Rebellen gescheitert sei. Ihr Vater wird seit zehn Jahren von der Gruppe festgehalten. Mehr als einen Monat zuvor hatte sie der taz erzählt, dass für sie die Vereinbarung nicht in der jordanischen Hauptstadt Amman beginne, wo sie am 14. Mai unterschrieben worden war. Für sie spielt das Abkommen erst eine Rolle, wenn ihr Vater die Haustür erreicht.