Gefangenenaustausch im Jemen: Der Freiheit endlich ganz nah
Die Huthis könnten bald fast 600 politische Gefangene freilassen, die international anerkannte Regierung über 1.000. Die Hoffnungen der Familien sind groß.
Gemeinsames Bild zum Abschluss: Hans Grundberg (4. v. links) mit dem Huthi-Verhandler Abdulqader Al-Murtada (3. v. links) in Amman
Alaa Al Sukhni/reuters
Am Abend des 20. Oktober 2016 erzählte ein Kind aus der Nachbarschaft Nusaiba Al-Bawab, dass bewaffnete Männer in Militärfahrzeugen ihren Vater Youssef entführt hätten, als er nach dem Abendgebet die Moschee verließ. Al-Bawab war damals 17 Jahre alt. Im Morgengrauen des nächsten Tages stürmten Kräfte der von Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Miliz ihr Haus, fesselten die Familie in einem einzigen Raum. Ein Bewaffneter richtete vor den Augen der Kinder sein Gewehr auf den Kopf der Mutter. Die Milizionäre stahlen außerdem Schmuck und Elektronikgeräte, sowie Bücher und Forschungsunterlagen von Youssef Al-Bawab, einem Professor für Linguistik an der Universität Sanaa. Dann gingen sie. Und Al-Bawab blieb verschwunden.













