Das Regime in Teheran und Tausende Anhänger drohen Donald Trump mit der Ermordung – muss sich der US-Präsident nun wirklich fürchten?Laut israelischen Geheimdienstinformationen gibt es einen neuen iranischen Plan für einen Anschlag gegen den US-Präsidenten.Petra Ramsauer12.07.2026, 05.30 Uhr3 LeseminutenAnhänger der Islamischen Republik schwören am Begräbnis von Ali Khamenei Rache für dessen Tod. Ihr Ziel ist der amerikanische Präsident, der den einflussreichen Revolutionswächter Kassem Soleimani hat töten lassen.Alkis Konstantinidis / Reuters«Hey Trump, wir töten dich», stand auf riesigen Transparenten, die Menschenmengen am Begräbnis von Ali Khamenei in die Höhe stemmten. Die Anhänger des Regimes in Teheran setzten auch eine riesige Trump-Lego-Figur in Brand, die an einen Autokran gehängt worden war.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Brennender Lego-Trump.Screenshot Social MediaKalt lässt dies den US-Präsidenten nicht. «Ich bin auf jeder ihrer Todeslisten», sagte Donald Trump auf dem Rückflug vom Nato-Gipfeltreffen in Ankara. Mutmasslich war dies auch der Anstoss für seinen Kurswechsel. Hatte er das Regime in Teheran eben noch als vernünftig gepriesen, beschimpft er es nun als Abschaum und als krank und ordnete erneute Angriffe an.Auch während des Nato-Gipfels hatten iranische Politiker Morddrohungen geäussert. «Er ist in der Türkei und in unserer Reichweite. Wir sollten sofort angreifen», forderte ein Parlamentarier. Regimenahe Kanäle auf dem Nachrichtendienst Telegram veröffentlichten gleichzeitig Karten Ankaras, auf denen Trumps Hotel markiert war.Trumps Sicherheitsteam reagierte. So reiste er nicht mit seiner von Katar gesponserten nagelneuen Air Force One zurück. Vielmehr holte ihn das ausrangierte Vorgängermodell aus der Türkei ab. Dieses hat im Gegensatz zur neuen Air Force One Raketenabwehranlagen installiert. Angesichts der Gefährdung des Präsidenten sei dies nötig gewesen, sickert aus Geheimdienstkreisen durch. Israels Regierung hatte Trumps Entourage über einen neuen Plan eines Anschlags gegen ihn informiert.In der Nacht auf Samstag schrieb Trump auf Truth Social, 1000 Raketen stünden bereit und seien auf Iran gerichtet, sollten die Iraner versuchen, ihn zu töten.Die Tötungsabsichten von Iran sind nicht neu. Bereits im Jahr 2020, nachdem ein Raketenschlag auf Befehl Trumps Kassem Soleimani, den Ausland-Boss der iranischen Revolutionswächter, getroffen hatte, kündigte das Regime in Teheran einen Angriff auf den US-Präsidenten an. Soleimani war ein enger Vertrauter Khameneis.Im Sommer 2024 hatten sich Indizien verdichtet, dass es einen iranischen Komplott gegen die Wahlkampfauftritte Trumps gab. Im März wurde ein pakistanischer Geschäftsmann wegen Anstiftung zum Mord verurteilt. Er hatte einen Killer angeheuert, der Trump hätte töten sollen. Dazu wurde er von Irans Revolutionswächtern angestiftet, gab er zu.Nach der Tötung von Ayatollah Ali Khamenei hatte dessen Sohn und Nachfolger in seiner ersten Botschaft als neuer Führer Irans angekündigt, er werde das Blut der Märtyrer des Krieges, allen voran das seines Vaters, rächen.Ob Irans Regime tatsächlich in der Lage ist, den US-Präsidenten zu treffen, wird von Sicherheitsexperten zwar für wenig realistisch gehalten. Aber nicht für ausgeschlossen: «Israels jüngste Warnungen sollten wir sehr ernst nehmen», sagte etwa General David Petraeus, ehemaliger Chef des Auslandgeheimdienstes CIA.Alarmiert zeigte sich auch Nathan Sales, der während Trumps erster Amtszeit die Anti-Terror-Massnahmen im Aussenministerium verantwortete: «Irans Regime ist eine klare Bedrohung für den Präsidenten.» Bereits zu Beginn der Woche berichtete ein israelischer TV-Sender, dass die Revolutionswächter eine Spezialeinheit formiert hätten, die gemeinsam mit Mitgliedern mexikanischer Drogenkartelle in den USA an einem Plot gegen Trump arbeiten würde.Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»Passend zum Artikel
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Laut israelischen Geheimdienstinformationen gibt es einen neuen iranischen Plan für einen Anschlag gegen den US-Präsidenten.













