PfadnavigationHomePolitikAuslandNaher Osten„Gelobt sei Allah“, fügt Trump seiner scharfen Drohung an den Iran anStand: 05:59 UhrLesedauer: 5 MinutenDonald Trump bekräftigte das Ende der Waffenruhe im Iran-KriegQuelle: AFP/ALEX BRANDONNach den Todesdrohungen gegen Donald Trump bei der Beerdigung des obersten Führers im Iran meldet sich der US-Präsident. Im Ernstfall seien „1000 Raketen“ geladen. Das US-Militär sei bereit, „alle Gebiete des Iran zu zerstören“.US-Präsident Donald Trump hat dem Iran scharf gedroht, nachdem bei der Beerdigung des langjährigen obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei offen zur Ermordung des US-Präsidenten aufgerufen worden war.„1000 Raketen sind geladen und auf die Islamische Republik Iran gerichtet, und Tausende weitere werden sofort folgen, sollte die iranische Regierung ihre Drohung in die Tat umsetzen“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Trump fügte hinzu, dass das US-Militär „willens und in der Lage ist, über einen Zeitraum von einem Jahr – vorbehaltlich einer Verlängerung – alle Gebiete des Iran vollständig zu zerstören – GELOBT SEI ALLAH!“ Im Rahmen der mehrtägigen Trauerfeiern für Khamenei war auch zur Ermordung Trumps aufgerufen worden. So fragte der Dichter Mohammad Rasouli etwa über Lautsprecher: „Warum lebt der größte Bastard der Welt noch?“ An einem Hotel mit dem Namen „Miami“ war ein riesiges Plakat zu sehen, auf dem ein Kopfgeld auf Trump ausgesetzt wurde, nahe dem Beisetzungsort war auf einem Banner „Kill Trump“ zu lesen. Auf einem weiteren Schild stand: „Blut wird fließen.“ „Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste des Irans“, hatte Trump zuletzt gesagt.Vor Trumps neuesten Drohungen sollen die USA Medienberichten zufolge ein Bekenntnis des Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus gefordert haben. Bis Samstag solle die iranische Führung öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und der Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schrieben unter anderem das Portal „Axios“ und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Die Botschaft sei dem Iran direkt und über die Vermittler überbracht worden.Welche Konsequenzen der iranischen Führung drohen, sollte sie der Forderung nicht nachkommen, blieb zunächst unklar. Die USA hatten in den vergangenen Tagen Ziele im Iran angegriffen und das mit Angriffen auf Handelsschiffe begründet.Lesen Sie auchTrump hatte am Freitag das Ende der Waffenruhe im Iran-Krieg bekräftigt. Zugleich ließ er die Tür für Gespräche weiter offen. Trump schrieb dazu, Teheran habe um eine Fortführung von Gesprächen gebeten, und die USA hätten zugestimmt. Das Wort Gespräche setzte Trump in Anführungszeichen.Lesen Sie auchDer Iran wies die Aussagen von Trump zurück. Man habe keine Gespräche angestrebt, sondern lediglich dem Besuch eines katarischen Vermittlers zugestimmt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, dem staatlichen Fernsehen zufolge. Baghaei warnte zudem, dass jeder Verstoß der USA gegen ihre Verpflichtungen mit Gegenmaßnahmen beantwortet werde. Darüber hinaus reise Außenminister Abbas Aragtschi in den Oman, um über die Sicherheit des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus zu beraten. Wie die Nachrichtenagentur Isna meldete, sei der Iran entschlossen, den sicheren Seeverkehr dort zu gewährleisten und die Zusammenarbeit mit dem Oman fortzusetzen.Wieder Angriffe im Nahen OstenZuletzt eskalierte die Situation im Nahen Osten wieder, nachdem die Kriegsparteien Iran und USA eigentlich schon ein Rahmenabkommen für vertiefte Gespräche über ein Ende des Kriegs vereinbart hatten. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die aber immer wieder gebrochen wurde.Das US-Militär hatte als Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus mehrfach Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Der Iran reagierte seinerseits mit Angriffen. Dabei gerieten auch Kuwait, Bahrain und Jordanien, die wichtige US-Militärstützpunkte beherbergen, unter Beschuss.Im Krieg war die Durchfahrt durch die wichtige Straße von Hormus zwischenzeitlich quasi zum Erliegen gekommen. Daraufhin schossen die Preise an den Energiemärkten nach oben. Die hohen Preise an Tankstellen setzten Trump auch innenpolitisch stark unter Druck, möglichst schnell dafür zu sorgen, dass die Schifffahrt wieder funktioniert.Hinweise auf Wiederaufbau von NuklearanlagenDer Iran steht unterdessen in Verdacht, Anlagen für die Entwicklung von Atomwaffen wieder aufzubauen. Das jedenfalls legen Satellitenbilder Forschern nahe. Entsprechende Aktivitäten seien in den vergangenen Wochen etwa an dem Militärkomplex in Parchin zu sehen gewesen, wie das auf Nuklearthemen spezialisierte Institute for Science and International Security berichtet. Der Iran steht im Verdacht, an dem Standort Sprengvorrichtungen für Atomwaffen zu entwickeln.Den Forschern zufolge war die Anlage zu Beginn des Krieges mehrfach getroffen worden. Nachdem Satellitenbilder anfangs Aufräumarbeiten zeigten, mehrten sich demnach in den vergangenen Wochen Hinweise auf dauerhafte Reparaturen. Dazu zählen mehrere Betonmischer und andere Vorrichtungen, um die Einschlaglöcher dauerhaft zu versiegeln.Zur Verfügung gestellt wurden die Satellitenbilder vom Sender CNN, der sie in Zusammenarbeit mit dem Institut auch selbst analysierte. Bei der nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wichtigsten Lagerstätte für Uran, Isfahan, gebe es hingegen keine verdächtige Aktivität, berichtete CNN. Gleiches gelte für Natans und Fordo.Hinweise auf Reparaturen gibt es laut CNN noch an weiteren Anlagen, die mit der Entwicklung von Atomwaffen und ballistischen Raketen in Zusammenhang stehen sollen. Dazu zähle die Einrichtung in Pickaxe Mountain, in der tief unter der Erde an den nuklearen Fähigkeiten gearbeitet werden soll. In den vergangenen Wochen war demnach zu sehen, wie mehrere Lkw in die Tunnel hinein und wieder herausfuhren.Teheran hatte sich in dem Rahmenabkommen mit den USA für ein Ende des Krieges verpflichtet, bei seinem Nuklearprogramm den „Status quo“ zu halten. Zudem verpflichtete sich der Iran, auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten.dpa/rtr/AP/luwi
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Nach den Todesdrohungen gegen Donald Trump bei der Beerdigung des obersten Führers im Iran meldet sich der US-Präsident. Im Ernstfall seien „1000 Raketen“ geladen. Das US-Militär sei bereit, „alle Gebiete des Iran zu zerstören“.







