US-Medien: Israel warnte Trump vor iranischem MordkomplottIsrael hat die US-Regierung Berichten zufolge vor iranischen Plänen zur Ermordung von Präsident Donald Trump gewarnt. Der Warnung zufolge habe die Führung in Teheran den Plan erst kürzlich ausgearbeitet, berichteten der Sender CNN und das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf ungenannte Quellen.Die US-Regierung habe derlei Warnungen zuletzt häufig erhalten, wie CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete. Die Warnung aus Israel sei aber neu und habe auch einen konkreten Anschlagsplan beinhaltet. Details zu dem Plan waren zunächst nicht bekannt.Ein anderer US-Beamter sagte CNN zufolge, die Warnung könne auch ein Versuch sein, Einfluss auf Trumps Entscheidungen im Irankrieg zu nehmen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuletzt für einen deutlich härteren Kurs gegenüber Teheran plädiert und war darüber mit Trump aneinandergeraten.Der US-Präsident hatte auf dem Rückflug vom NATO-Gipfel in Ankara nicht wie erwartet die neue Air Force One benutzt und damit Spekulationen über Sicherheitsrisiken angeheizt. „Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste Irans“, sagte er später.Der Irankrieg flammt wieder auf – hier sehen Sie, wo es in der Nacht Angriffe gab: Fabian DrahmouneUS-Regierung: Gespräche mit Iran laufen weiterTrotz der Angriffe gegen Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. „Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter“, sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Verhalten der iranischen Führung einen Verstoß gegen das Rahmenabkommen „inakzeptablen Ausmaßes“ darstelle.In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele in Iran gestartet. Die US-Regierung begründete das mit dem Beschuss von Handelsschiffen, den die USA Teheran zuschreiben. In der Folge meldeten Verbündete der USA am Persischen Golf wie Kuwait und Bahrain feindlichen Beschuss.US-Präsident Donald Trump hatte Iran zuletzt mehrfach gedroht und den Sinn weiterer Gespräche öffentlich in Zweifel gezogen.Fabian DrahmouneKhamenei in Heimatstadt beerdigtMehr als vier Monate nach seiner Tötung ist Irans früherer oberster Führer Ajatollah Ali Khamenei beerdigt worden. Die Bestattung erfolgte im Imam-Resa-Schrein seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie mehrere iranische Medien in der Nacht übereinstimmend berichteten. Die Trauerzeremonien laufen bereits seit rund einer Woche.Khamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden.Fabian DrahmouneTelefonat zwischen Trump und Netanjahu zu IrankriegUS-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu haben am Donnerstag über den Irankrieg beraten. Bei dem Telefonat habe Trump „über das Vorgehen der USA in der Golfregion“ informiert, teilte Netanjahus Büro am Abend im Onlinedienst X mit. Ein US-Vertreter bestätigte das Telefonat, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten.Kaum Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ist am Donnerstag nach der jüngsten ​militärischen Eskalation zwischen den USA und Iran nahezu vollständig zum Stillstand gekommen. Lediglich zwei Tanker passierten in ⁠den frühen Morgenstunden Schiffsdaten und Branchenkreisen zufolge die Meerenge. Dabei handelte es sich demzufolge um den unter US-Sanktionen stehenden iranischen Rohöl-Supertanker „Berg 1“ sowie den unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Chemikalientanker „Well Sail“.„Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus ist ‌im Wesentlichen zum Erliegen gekommen, was im Moment mehr über die Risikowahrnehmung aussagt als jede Erklärung aus Washington oder Teheran“, sagte Jorge Leon, Leiter der geopolitischen Analyse beim Beratungsunternehmen Rystad Energy, der Nachrichtenagentur Reuters. Iranische Streitkräfte haben am Donnerstag US-Militärstützpunkte in ‌benachbarten Golfstaaten attackiert. Dies war eine Reaktion ‌auf US-Angriffe auf iranische Ziele am Mittwoch. Revolutionsgarde droht USA mit VergeltungDie iranische Revolutionsgarde hat ​die USA vor einer weiteren Einmischung in der Straße von Hormus gewarnt. Ansonsten werde es eine „vernichtende Antwort“ geben, drohte die Marine der Revolutionsgarde. Die Angriffe der USA ⁠auf Iran und ihre Maßnahmen zur Umleitung des Schiffsverkehrs beeinträchtigten die schrittweise Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Wasserstraße. Zudem würden dadurch die Interessen von Ländern gefährdet, die von der Schiffspassage profitierten. Die Transportkapazität durch die Straße von Hormus habe sich in den vergangenen zwei Wochen unter iranischer Aufsicht wieder auf etwa 50 Prozent des Vorkriegsniveaus erholt, teilte die Revolutionsgarde weiter ‌mit. Der Zugang werde ausschließlich für Schiffe ausgeweitet, die über eine Genehmigung für die von Iran festgelegten Routen verfügten.Teheran meldet Angriffe auf amerikanische SchiffeIrans Streitkräfte haben staatlichen Angaben zufolge mehrere amerikanische Ziele in der Region attackiert. Unter anderem seien Zerstörer und Schiffe vor der Küste Bahrains mit Marschflugkörpern angegriffen worden, hieß es in einem Bericht des staatlichen Rundfunks. Luftalarm in JordanienIn Jordanien heulen nach der Ortung iranischer Raketen im Luftraum des Landes die Sirenen, wie die staatliche Nachrichtenagentur unter ⁠Berufung auf die Regierung meldet. Die jordanischen Streitkräfte seien in hoher Alarmbereitschaft und bereit, jede Bedrohung für die Sicherheit des Königreichs abzuwehren, teilt die Regierung mit. Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben ​zehn ballistische Raketen auf den jordanischen Militärstützpunkt Asrak abgefeuert. Dies teilte die Revolutionsgarde später über staatliche Medien mit. Jordanischen Angaben zufolge hat die dortige Armee acht aus Iran abgefeuerte Raketen abgefangen. Berichte ⁠über Opfer oder Schäden liegen bislang nicht vor. Wieder Explosionen und Luftalarm in BahrainDer Golfstaat Bahrain ist offenbar abermals unter Beschuss geraten. In dem Land ertönten am Vormittag wieder die Warnsirenen, wie das Innenministerium mitteilte. Die Bewohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und einen sicheren Ort aufzusuchen.Irans Revolutionsgarde hatte nach eigenen Angaben schon in der Nacht US-Stützpunkte in Bahrain wie auch im Golfstaat Kuwait angegriffen als Reaktion auf neue Angriffe der USA im Iran. Bahrains Streitkräfte teilten dazu mit, die Flugabwehr habe mehrere iranische Angriffe mit Drohnen und Raketen abgewehrt. Gouverneur: US-Geschoss schlägt nahe Atomkraftwerk Buschehr ein Iranischen Angaben zufolge ist bei den Angriffen in der Nacht ein amerikanisches Geschoss nahe dem ⁠Atomkraftwerk Buschehr eingeschlagen. Wie der stellvertretende Gouverneur der Provinz Buschehr staatlichen Medien sagte, seien mehrere Orte in dem Gebiet von US-Angriffen getroffen worden.Sarg Khameneis zum Begräbnis in Maschhad eingetroffenDer Sarg des im Februar getöteten Obersten Führers Ali Khamenei ist am Donnerstag in Maschhad eingetroffen, wo er im Laufe des Tages beigesetzt werden soll. Ein Flugzeug habe den Sarg in die nordostiranische Stadt gebracht, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Die Beisetzung soll im Mausoleum des Imams Resa stattfinden, dem wichtigsten schiitischen Heiligtum in Iran.Maschhad ist die Heimatstadt Khameneis. Nach Angaben iranischer Medien wurden dort Millionen Menschen erwartet. Der Ankunft des Sargs waren sechstägige Trauerfeierlichkeiten in Iran und im Irak vorausgegangen. In Teheran, Qom sowie den irakischen Städten Nadschaf und Kerbela hatten große Menschenmengen Abschied von dem geistlichen und politischen Oberhaupt Irans genommen.Mehr zu den Trauerfeierlichkeiten im Irak lesen Sie hier:SPD: Deutsche Soldaten für Hormus-Mission abziehenNach den abermaligen Angriffen der USA auf Iran fordert die SPD, die Bundeswehrsoldaten nach Hause zu holen, die in die Region entsandt worden sind für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. „Die Lage im Iran entspannt sich nicht. Im Gegenteil, sie verschärft sich weiter“, sagte die für Außen- und Verteidigungspolitik zuständige stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller der F.A.Z. Die Aufgabe der vereinbarten Waffenruhe lasse befürchten, dass die Kampfhandlungen wieder zunähmen. „Damit rücken auch die Voraussetzungen für einen möglichen deutschen militärischen Beitrag zu einer Mission in der Straße von Hormus weiter in die Ferne“, sagte Möller. „Unsere Soldatinnen und Soldaten, die derzeit in Dschibuti auf ihren möglichen Einsatz warten, haben Klarheit verdient“, forderte Möller. „Deshalb sollten sie vorerst aus der Region abgezogen werden.“ Die Bundesregierung hatte das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ in die Region geschickt, um dort für einen internationalen Einsatz zur Räumung von Minen bereitzustehen. Allerdings hatte die Bundesregierung auch klargemacht, dass es dafür ein Ende der Kampfhandlung brauche, ein internationales Mandat und mindestens eine Akzeptanz des Einsatzes von iranischer Seite. All das allerdings ist nicht absehbar, ebenso wenig wie ein nötiges Bundeswehrmandat. US-Präsident Donald Trump hatte sich auf dem NATO-Gipfel in Ankara abermals beschwert, dass ihm die Verbündeten nicht geholfen hätten beim Irankrieg und in der Straße von Hormus.„Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Deutschland seinen Beitrag grundsätzlich nicht leisten will“, sagte Möller der F.A.Z. „Sobald eine stabile Waffenruhe und die Aussicht auf Zustimmung der betroffenen Anrainerstaaten vorliegen, kann die Marine jederzeit wieder in die Region entsandt werden. Bis dahin sollten wir unsere Soldatinnen und Soldaten nicht weiter warten lassen.“ Iran bestellt britischen Botschafter ein Iran hat den britischen Botschafter in Teheran einbestellt, ⁠um gegen ⁠Vorwürfe einer iranischen Verwicklung in Sicherheitsvorfälle in Großbritannien zu protestieren. Das Außenministerium wies die britischen Anschuldigungen als haltlos zurück, wie staatliche ⁠Medien meldeten. Demnach wirft ​Teheran ⁠der Regierung in London eine Ablenkungstaktik vor und forderte ​sie auf, keine „Terrornetzwerke“ mehr zu beherbergen, die sich gegen den Iran richteten. ‌Großbritannien hatte am Dienstag den iranischen Geschäftsträger in London einbestellt. Auslöser war die Verurteilung von zwei rumänischen Staatsbürgern wegen eines Messerangriffs ​auf einen britisch-iranischen Journalisten im Jahr 2024. Die britische ​Regierung erklärte, die Tat sei im Auftrag des iranischen Staates verübt worden. Die Führung in Teheran weist diese Darstellung zurück. Ölpreise ziehen anDie Ölpreise sind nach der jüngsten Eskalation am Persischen Golf mit neuen Angriffen weiter gestiegen. Die Aufschläge hielten sich aber in Grenzen, den größten Sprung hatten die Ölpreise am Dienstag und Mittwoch verzeichnet, als die Spannungen zwischen den USA und dem Iran wieder aufgeflammt waren. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August legte im frühen Handel am Donnerstagmorgen zuletzt um 1,06 Prozent auf 78,85 Dollar zu. Mehr ladenTickarooLive Blog Software